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Der Marienplatz in Immenstadt während der Veranstaltung "Draußen lesen"
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Oberallgäu - Immenstadt
Montag, 15. Juli 2013

Arbeitsgruppe in Immenstadt packt es an

Erste Schritte zur Fairtrade-Stadt

Immenstadt will Fairtrade-Stadt werden. Nachdem der Stadtrat schon voriges Jahr grünes Licht für dieses Vorhaben gegeben hat, gründete sich nun auch ein Arbeitskreis, der das Ziel verfolgt.

Was ist Fairtrade? Durch die Mitgliedschaft verpflichtet sich Immenstadt, ein Mindestmaß an fair gehandelten Produkten in verschiedenen Organisationen und Geschäften zu verkaufen oder anzubieten. Diese Produkte werden zu einem gerechten Preis in Afrika, Lateinamerika und Asien bei Kleinbauern und Erzeugern eingekauft. Der Zwischenhandel wir so gering wie möglich gehalten. Diese Menschen bekommen dadurch die Chance ihre Familien und Dörfer aus eigener Kraft zu erhalten und soziale Strukturen aufzubauen. Fairtrade ermöglicht Kleinbauern aus benachteiligten Regionen des Südens den Marktzugang in den Norden und fördert langfristige und möglichst direkte Handelsbezie­hungen. Angestellte auf Plantagen bekommen im Minimum den gesetzlichen Mindestlohn und profitieren unter anderem von Schutzkleidung, bezahlten Urlaub und sozialer Vorsorge. Kinderarbeit gibt es nicht.

Um das Zertifikat "Fairtrade-Stadt" zu erlangen, müssen fünf Kriterien erfüllt werden. Nach der Prüfung wird das Zertifikat zunächst für zwei Jahre vergeben. In der konstituierenden Sitzung der Lenkungsgruppe in Immenstadt wurde Stadtrat Harald Dreher zum Sprecher gewählt. Er wird von Renate Schiebel vertreten. Mit im Team sind derzeit: Stadtrat Herbert Waibel, Stadtrat Peter Elgaß, Alex Hüttenrauch (Öko-Oase), Stefan Erb (Jungenzentrum) und Andreas Güthler (Naturerlebniszentrum). Von Seiten der Stadtverwaltung ist Alfred Becker (Wirtschaftsförderer) vertreten. Weitere Akteure sind erwünscht.

Die Kriterien, die zur Zertifizierung notwendig sind, hat Immenstadt nach Auffassung der Lenkungsgruppe bereits erfüllt:

  •  1. Es gibt einen Stadtratsbeschluss mit dem der Wille bekundet wird, Mitglied zu werden. Im Rathaus werden mindesten zwei "faire Produkte" angeboten.
  • 2. Eine Lenkungsgruppe nimmt die Arbeit auf und wirbt bei Verwaltung, Handel, Kirchen, Schulen und Vereinen für die Idee.
  • 3. In vier Einzelnhandelsgeschäften in der Stadt und zwei Cafes und Restaurants werden mindestens zwei Fairtrade-Produkte angeboten.
  • 4. In Schulen, Vereinen und Kirchen werden ebenfalls Fairtrade-Produkte angeboten und es wird für den faieren Handel geworben.
  • 5. Die örtlichen Medien berichten über die Aktivitäten auf den Weg zur Fairtrade-Stadt.

In der ersten Sitzung beschloss die Lenkungsgruppe, den Antrag auf Mitgliedschaft sofort zu stellen. Gleichzeitig wird begonnen eine genaue Erfassung zu machen, wer in Immenstadt bereits mit Fairtrade-Produkten wie Kaffee, Tee, Schokolade, Keksen, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäften, Eistees, Wein, Sportbällen, Reis, Rosen, Zucker und Textilien aus Fairtrade-Baumwolle handelt oder sie anbietet. Die Gruppe möchten in absehbarer Zeit eine Info-Schrift herausbringen, die solche Anbieter im Städtle nennt und für sie wirbt.

Aus diesem Grund bittet die Lenkungsgruppe um Hinweise und Meldungen bei Alfred Becker, Stadtverwaltung, Marienplatz 3-4 87509 Immenstadt, Mail: a.becker@immenstadt.de, Telefon  08323 /9988-540 oder Fax: 08323 / 9988-199. Zudem wird die Lenkungsgruppe auch noch versuchen, weitere Mitglieder aus dem Bereich des Einzelhandels (Impuls) zu gewinnen.


Tags:
fairtrade politik stadtrat arbeitskreis



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