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Sendung: Guten Abend Allgäu
 
 
Das Unternehmen Unterstützt betroffene Erdbebenopfer
(Bildquelle: Rapunzel Naturkost)
 
Unterallgäu - Legau
Donnerstag, 6. April 2023

Rapunzel unterstützt Erdbebenopfer mit 70.000 Euro

Anfang Februar erschütterten verheerende Erdbeben das türkischsyrische Grenzgebiet. Diese Beben betrafen auch Regionen, mit denen Rapunzel Naturkost durch das eigene Bio-Anbauprojekt in der Türkei eng verbunden ist, von dort stammen die getrockneten Bio-Aprikosen. Rapunzel unterstützt die Betroffenen kurz-, mittel- und langfristig – sowohl direkt als auch über Hilfsorganisationen, bis heute mit rund 70.000 Euro.

Die Umgebung von Malatya, Herkunftsregion der getrockneten Aprikosen von Rapunzel, wurde
seit dem 6. Februar innerhalb kürzester, Zeit durch mehrere starke Erdbeben getroffen. Die
Mitarbeitenden der Tochtergesellschaft Rapunzel Türkei stehen im direkten Kontakt mit den betroffenen Familien. So wurde das Ausmaß der Zerstörung sehr schnell deutlich. Und auch, wo und wie am besten Hilfe geleistet werden kann. Glücklicherweise sind die Bauernfamilien des Anbauprojekts unversehrt geblieben, auch wenn sie natürlich an den Auswirkungen stark leiden: Ihre Häuser sind beschädigt oder völlig zerstört, viele erleiden dramatische persönliche Verluste in ihrem Familien- und Freundeskreis. Die meisten der Projekt-Bauern leben in Dörfern, wo die Auswirkungen der Erdbeben nicht so verheerend waren wie in den dichtbesiedelten Städten. Daher konnten sich die Bauernfamilien in der ersten Zeit durch eigene Zelte und Essensvorräte kurzfristig provisorisch organisieren.

Ersthilfe über die Hilfsorganisation Humedica

Als Soforthilfe spendete Rapunzel Naturkost 20.000 Euro an Humedica. Diese Hilfsorganisation verfügt dank ihrer langjährigen Erfahrung im Katastropheneinsatz und in medizinischer Versorgung über entsprechende Strukturen, auch vor Ort in der Türkei und in Syrien. Rapunzel ist es zugleich wichtig, den Betroffenen über die Ersthilfe hinaus zu helfen. Über die Fair-Handels-Prämie von Rapunzel an die Fair-Trade-zertifizierten Bauern und Landwirtinnen des Türkei-Projekts wurden hier rund 50.000 Euro eingesetzt. Mit diesen Mitteln konnten 16 Wohncontainer mit Grundausstattung in die Region gebracht werden. Sie geben den Familien der Bio-Bauern, deren Häuser komplett zerstört wurden, vorübergehend eine feste und erdbebensichere Bleibe. Hinzu kamen viele private Spenden, vor allem von Mitarbeitenden der Rapunzel Türkei in Ören bei Izmir.

Zuständiger Agraringenieur verschafft sich Eindruck vor Ort

Der für die Region Malatya verantwortliche Agraringenieur Necati Akin brachte zusammen mit seinem Kollegen Ali Kandemir Anfang März einen Transporter mit Hilfsgütern wie Lebensmittel, Bekleidung sowie anderen Artikeln des täglichen Bedarfs direkt in die betroffenen Dörfer des Türkei-Projekts. „Die meisten von uns kennen die Bilder aus den Sozialen Medien, aus dem Fernsehen oder Zeitungen. Aber selbst vor Ort gewesen zu sein, die sehr unterschiedlichen Lebensumstände und -bedingungen zu sehen, ist etwas ganz anderes und schwer zu beschreiben“, fasst er die Situation vor Ort zusammen. Auch sein Kollege Ali Kandemir zeigte sich bestürzt angesichts des Ausmaßes der Katastrophe: „Wenn man noch nie selbst ein Erdbeben erlebt hat, ist es schwer zu erklären: Das ganze Leben ist erschüttert und alles ist ausgesetzt.“

Auch mittel- und langfristig Unterstützung dringend notwendig

Im nächsten Schritt werden weitere Mittel notwendig, um die Landwirte und ihre Familien zu unterstützen. Denn einige Familien haben die Region direkt nach dem Erdbeben verlassen, sie kamen zunächst bei Verwandten oder Freunden unter. Jetzt, mit dem Beginn der Vegetationsperiode der Aprikosenbäume, müssen sie auf ihre Höfe zurück, um sich um ihre Landwirtschaft zu kümmern. Für diese Familien sind weitere Wohncontainer sowie Dinge des täglichen Bedarfs wie Essen, Kleidung und Hygieneartikel notwendig. Viele verloren jedoch auch landwirtschaftliche Geräte, Maschinen und Traktoren, die sie für ihre Arbeit dringend benötigen. „Hier wurden wertvolle Investitionen der Bauernfamilien zerstört, teilweise finanziert durch noch laufende Kredite“, gibt Necati Akin zu bedenken. Rapunzel wird dafür sowie für den Wiederaufbau in der Region mittel- und langfristig Gelder über die RAPUNZEL Eine Welt BioStiftung bereitstellen.

Durch das Tochterunternehmen in der Türkei steht Rapunzel im ständigen Kontakt mit den Landwirten und deren Familien. So ist der Naturkosthersteller immer aktuell informiert, welche Hilfe wo am notwendigsten ist. Außerdem ist durch die direkte Hilfe gewährleistet, dass alle Spenden ohne Abzug von Verwaltungskosten garantiert vor Ort ankommen.


Tags:
Rapunzel Erdbebenhilfe Allgäu


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