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Ostallgäu - Kaufbeuren
Samstag, 24. April 2021

ESV Kaufbeuren verliert erstes Spiel in den Playoffs

4 zu 6 hat der Zweitligist ESV Kaufbeuren gestern Abend auswärts gegen Freiburg verloren. Im ersten Spiel der Serie in den Playoffs hat die Leistung nicht ausgereicht. Das kann morgen aber wieder ganz anders aussehen: Der ESVK empfängt Freiburg für das zweite Spiel dann Zuhause. Wer im Best-of-Five-Modus mehr Siege einfährt, ist in den Playoffs weiter.



Nach 18 Tagen Pause stand heute endlich das erste Playoff-Spiel auf dem Programm. Die Joker waren dabei im ersten Spiel der Best-of-Five-Serie beim EHC Freiburg zu Gast. ESVK Trainer Rob Pallin konnte dabei wieder auf die zuletzt noch fehlenden Markus Schweiger und Sören Sturm zurückgreifen. Sicher nicht zum Einsatz kommen in den Playoffs die langzeitverletzten Stefan Vajs und Jan Bednar.

Die Hausherren starteten dann gut in die Partie und konnten den ESVK mit ihrem starken und aggressiven Forechecking gut unter Druck setzen. Bereits nach 24 Sekunden hatte Freiburgs Top-Scorer Andreé Hult die erste dicke Chance, der scheiterte aber aus dem Slot heraus an Maxi Meier im Kasten der Joker. Die Wertachstädter konnten dann aber mit ihrer ersten wirklichen Chance früh mit 0:1 (4. Spielminute) in Fürhung gehen. Markus Schweiger eroberte an der Bande die Scheibe, passte schnell zu Tyler Spurgeon der seitlich neben dem Tor stand und dieser fand John Lammers frei im Slot stehend. Der Top-Scorer der Joker verwandelte die Vorlage seines Landsmannes dann mit einem trockenen Direktschuss an Ben Meisner vorbei in den Kasten der Breisgauer.

Ausgrechnet in einer Offensivaktion holte sich dann Philipp Krauß die erste Strafe der Partie ab und die Freiburger nutzten diese Möglichkeit auch sogleich zum Ausgleichstreffer. In der achten Spielminute schoss Nick Pageau von der blauen Linie, zwei Freiburger vor dem ESVK Gehäuse nahmen Maxi Meier die Sicht, dieser konnte noch parieren, aber im Nachschuss brachte Scott Allen die Scheibe zum 1:1 über die Linie. Der EHC machte nun gut Dampf und drückte auf den zweiten Treffer. Die nächste Großchance gehörte aber dem ESVK. Philipp Krauß lupfte den Puck am heraustürmenden Ben Meisner vorbei richtung Tor und im letzten Moment sprang diese nocheinmal auf und sprang nur an das Außennetz. Nur knapp eine Minute später gingen die Breisgauer dann aber in Fühung. Ein Scheibenverlust an der offensiven blauen Linie lud die Freiburger dabei zum kontern ein.

Schlussendlich wurde Evan Mosey von Chad Bassen und Christoph Kiefersauer zwischen den Bullypunkten frei gespielt un dieser traf mit einem verdeckten Schuss zum 2:1 in die Maschen. Gespielt waren da gerade einmal 12 Minuten. Die beste Chance auf den Ausgleichstreffer vergaben gut fün Minuten vor der Pause Fabian Voit, der mit einem Direktschuss an Ben Meisner scheiterte sowie im direkten Nachschuss Tobi Wörle. Kurz vor der Pause wog das Spiel dann noch einmal etwa wild hin und her, keines der beiden Teams konnte dies aber für einen Treffer nutzen und es ging mit einer ein Tore Führung für die Hausherren in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt kamen die Kaufbeurer zunächst schnell zum 2:2 Ausgleichstreffer. In einem ersten Powerplay der Joker nach 23 Minuten brachte Branden Gracel die Scheibe über außen kommend in das Drittel der Freiburger, passte zu Joey Lewis und dieser fand durch den Torraum den am langen Pfosten lauernden Sami Blomqvist. Der Finne musste das Spielgerät nur noch zum 2:2 über die Linie drücken. Für den EHC war dies aber soetwas wie ein kleiner Weckruf. Die Joker hatten fortan vor allem in der Defensive ganz große Probleme.

In der 30. Spielminute fand Marvin Neher dem vom ESVK völlig vergessenen Andree´Hult am langen Pfosten stehend und der Top-Scorer der Hausherren traf mit einem Direktschuss gekonnt gegen den machtlosen Maxi Meier im Tor der Allgäuer. Ein Powerplay nur zwei Minuten später nutzten die Breisgauer sofort für ihren vierten Treffer. Der Pukc lief schnell und gekonnt durch die Reihen der Freiburger und Chris Billich konnte nach einem Pass von Scott Allen, aus kurzer Distanz und völlig unbedrängt, in den Winkel schießen. Dem nicht genug, machte es die ESVK Defensive den Freiburgern wiederum zwei Minuten später (35. Spielminute) erneut sehr einfach. Maxi Meier konnte gegen den freistehenden Simon Danner noch stark parieren, aber den Nachschuss konnte Jake Ustorf unbedrängt zum 5:2 für den EHC im Kasten der Allgäuer unterbringen. Maxi Meier war danach total bedient und machte Platz für Benedikt Hötzinger nun im Tor der Joker stand.

Der ESVK kämpfte sich dann knapp vier Minuten vor der zweiten Pause nocheinmal in die Partie zurück. Daniel Oppolzer konnte dabei einen Schuss von Denis Pfaffengut direkt vor Ben Meisner unhaltbar für den Keeper der Freiburger zum 5:3 abfälschen. Die Joker schienen nun wieder etwas Lunte zu riechen Im Anschluss hatte Branden Gracel eine dicke Chance für die Wertachstädter zu verkürzen, der Kanadier traf die Scheibe frei vor Ben Meisner nach einem feinen Zuspiel von Sören Sturm aber nicht voll und scheiterte aus dem Slot heraus am Torhüter des EHC. Kurz vor der Pause vergab Tobi Wörle eine weitere gute Chance und die Joker mussten mit einem zwei Tore Rückstand in die zweite Pause gehen.

Die Freiburger kamen wiederum druckvoll aus der Kabine und hatten gleich eine gute Chance bei einer zwei auf eins Situtiaon, welche aber von Fabian Koziol stark vereitelt wurde. In der 43. Spielminute war dann Chris Billich auf und davon, verzog aber knapp und verpasste somit die Vorentscheidung in dieser Partie. Der ESVK versuchte zwar immer wieder in der Offensive Aktzente zu setzen, die großen Chancen hatten durch Andreé Hult und Scott Allen aber erneut die Freiburger. Rund um die 50 Spielminute hatten die Allgäuer mit Markus Schweiger, Fabian Voit und Philipp Krauß eine starke Druckpahse und gute Torabschlüsse, jedoch war den Youngstern der Joker kein Treffer vergönnt.

Im Gegenzug waren die Kaufbeurer dann im Glück, als ein Schuss eines Freiburgers an der Latte landete. Nach dem beiden Mannschaften eine Weile neutraliserten, kam der ESVK durch Florin Ketterer doch noch zum Anschlusstreffer. Knappe sechs Minuten vor dem Ende nahm sich die Nummer 16 der Joker ein Herz und wuchte die Scheibe nach einem Pass von Tyler Spurgeon in den Kasten von Ben Meisner und die Kaufbeurer waren somit zurück im Spiel. Das Spiel wog dann ohne die ganz großen Torchancen hin und her und als der ESVK in den letzten beiden Minuten alles riskierte, ergaben sich auch noch ein paar gute Tormöglichkeiten, welche aber ungenutzt blieben. Vier Sekunden vor dem Ende traf Jake Ustorf dann noch in das leere ESVK Tor und stellte den 6:4 Endstand her. Die Freiburger konnten somit den ersten Sieg in der Serie einfahren. Das zweite Spiel findet dann am Sonntag um 17:00 Uhr in Kaufbeuren statt.


Tags:
eishockey playoffs kaufbeuren DEL2


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