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Füssen
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Ostallgäu - Füssen
Mittwoch, 4. November 2015

EV Füssen mischt Eishockey-Bezirksliga auf

Ostallgäuer starten mit 23:2 Toren in die Saison

Über 800 Zuschauer bildeten einen sehr gelungenen Rahmen für den Auftakt des EV Füssen in der Bezirksliga West. Trainer Thomas Zellhuber konnte personell aus dem Vollen schöpfen, trug jedoch im Laufe des Spiels auch der Tatsache Rechnung, dass das DNL2-Team am Wochenende voll im Einsatz ist. Das Fazit: Ein beeindruckendes Torverhältnis von 23:2 Toren nach den ersten beiden Partien.

Bereits in der ersten Minute gab es eine Strafzeit gegen Füssen, die jedoch unbeschadet überstanden wurde. Danach erhöhte der EVF den Druck auf das Gehäuse der Gäste, doch noch haperte es an der Chancenverwertung. Lindenbergs bester Spieler, so zeigte sich bereits in der Anfangsphase, war an diesem Abend Torhüter Dominik Hattler. Nach vier vergebenen Großchancen dauerte es bis zur 9. Spielminute, ehe Routinier Sascha Golts zur hochverdienten Führung für die erstmals in ihren gelben Heimtrikots antretenden Füssener traf. Drei Minuten später glänzte der gleiche Spieler mit einem tollen Pass vor das Tor und Youngster Marvin Schmid hatte keine Mühe auf 2:0 zu erhöhen. Dabei blieb es nach dem ersten Drittel, weil einerseits die Füssener weiterhin viele Chancen vergaben, auf der anderen Seite Torhüter Glaswinkler zwei große Konterchancen der Gäste vereitelte. „Wenn es blöd läuft, steht es nach dem ersten Drittel nur 2:2. Da hat der Florian sehr gut gehalten. Wir waren insgesamt etwas nervös, aber die jungen Spieler müssen erst lernen Verantwortung zu übernehmen. Ab dem zweiten Abschnitt waren wir dann aber wesentlich besser im Spiel“, analysierte Trainer Thomas Zellhuber. Im Mitteldrittel waren es vor allem die ersten zehn Minuten, in denen die tapfer kämpfenden Lindenberger große Mühen hatten das Angriffsspiel des EVF zu unterbinden. Marius Keller, Marvin Schmid, Mauro Seider und Eric Nadeau, Letzterer in doppelter Überzahl, stellten auf 6:0. Damit war das Spiel entschieden und manchmal fehlte nun beim Abschluss die letzte Konsequenz. Trotzdem blieb die Heimmannschaft klar tonangebend, konnte aber erst im letzten Drittel wieder Zählbares verbuchen. Hier nahm Zellhuber einige Umstellungen vor, schonte die DNL2-Spieler und probierte bereits im Hinblick auf das zweite Saisonspiel ein paar Dinge aus. Andrej Naumann, Marius Keller, Sascha Golts, Dennis Gröger und Florian Simon erzielten trotzdem noch fünf weitere Treffer, den bis zum Ende dagegenhaltenden Gästen gelang nach einem Abwehrfehler zwischenzeitlich der verdiente Ehrentreffer. Am Ende hieß es somit 11:1 (2:0, 4:0, 5:1) für den Eissportverein Füssen. Zu den besten Spielern wurden auf heimischer Seite Stürmer Marius Keller sowie vom Gegner der starke Goalie Dominik Hattler gewählt.

Auch das zweite Spiel in der Bezirksliga West gewann die erste Mannschaft des Eissportvereins Füssen deutlich. Beim ESV Buchloe 1b, den Young Pirates, die ihre ersten drei Ligaspiele alle gewonnen hatten, gab es einen 12:1-Erfolg. Im Vergleich zum Spiel am Freitag fehlten einige der jungen Spieler, die in der DNL2 aktiv waren, so dass Trainer Thomas Zellhuber Umstellungen vornehmen musste. Für Schmid und Bühler kamen Manuel Vacca und Omar Rona im ersten Block zum Einsatz, Florian Simon rückte vom Sturm in die Abwehr. Über 100 mitgereiste EVF-Anhänger sahen einen zähen Beginn, wobei sich die Gastgeber die ersten zehn Minuten voll auf Augenhöhe befanden. Die erste richtig gute Kombination brachte in der 11. Spielminute die Führung für den EVF. Eric Nadeau legte einen weiten Pass von Christian Krötz in den Lauf von Maximilan Schorer, und der verwandelte eiskalt zum 0:1. Nun bekam Füssen immer mehr Übergewicht, vor allem die erste Reihe scheiterte aber immer wieder in aussichtsreicher Position. Dies änderte sich in der 17. Minute, als Manuel Vacca seine Qualitäten vor dem Tor ausspielte und auf Pässe von Naumann und Schorer den zweiten Treffer markierte. Und nach Vorarbeit von Simon und Keller konnte Dennis Gröger noch vor der ersten Pausensirene sogar das 0:3 markieren. Mit diesem beruhigenden Vorsprung ging es in den zweiten Abschnitt, den die Schwarz-Gelben deutlich dominierten. Zunächst gab es zwar in Überzahl jede Menge Chancen, aber der Abschluss gelang noch nicht. Erst als Buchloe über eine Minute lang gar nicht mehr aus dem eigenen Drittel kam, wurde der Druck zu stark und Maximilan Schorer überwand schließlich den guten Keeper der Gastgeber. Die Füssener ließen sich danach auch durch ein Unterzahlspiel nicht beirren, Andrej Naumann traf bei numerischer Unterlegenheit per Schlagschuss, nachdem zuvor Florian Simon den gegnerischen Torhüter schon zu einer Glanzparade gezwungen hatte. In der 34. Minute traf Simon dann selbst zum 0:6, dreieinhalb Minuten später fälschte Marius Keller in Überzahl einen Schuss von Christian Krötz unhaltbar ab und Maximilian Schorer vollende noch in der gleichen Minute ein tolles Solo zum 0:8. Wer gedacht hatte, dass die Füssener ihren Torhunger nun gestillt hätten, sah sich gleich zu Beginn des Schlussdrittels eines Besseren belehrt. Eric Nadeau traf auf Zuspiel von Egert sofort zum 0:9. Der Angriffselan wurde durch zwei kurz hintereinander ausgesprochene Strafzeiten gegen den EVF zwar etwas gebremst, doch selbst in Unterzahl blieben die Füssener gefährlich und Buchloe konnte sich nur mit unsauberen Aktionen erwehren, die auch zu Strafen führten. Beim anschließenden „Meinungsaustausch“ handelte sich Mauro Seider ebenso wie sein Gegenüber eine Spieldauerstrafe ein. Der Eissportverein Füssen nutzte im Anschluss die doppelte Überzahl durch einen satten Schlagschuss von Eric Nadeau zum zehnten Treffer. In der 53. Minute war dann auch für Sascha Golts der Bann gebrochen. Der Torjäger hatte zuvor viel Pech im Abschluss, konnte nun aber auf Zuspiel von Vacca und Gröger das 0:11 markieren. Auch die Gastgeber belohnten sich noch für Ihren Einsatz durch den Ehrentreffer von Marco Fichtl, ehe Manuel Vacca in der 56. Minute den Endstand von 1:12 herstellte.

Das Auftaktwochenende in der Bezirksliga West ist gelungen. Die volle Punkteausbeute und 23:2 Tore sind Ausdruck einer konzentrierten Spielweise. Der EVF hat gezeigt, dass er auch mit einer veränderten Aufstellung brandgefährlich ist und durch seinen breiten Kader Ausfälle gut kompensieren kann. Damit scheint das Team von Thomas Zellhuber auch für das Derby mit den Lechbrucker Flößern am Freitag, 06. November um 19.30 Uhr in eigener Halle bestens gerüstet zu sein.


Tags:
bezirksliga allgäu eishockey evf



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