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Die Stadt Immenstadt hat eine Lösung gefunden
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Oberallgäu - Immenstadt
Mittwoch, 3. August 2022

Untere Zollbrücke: Lösung für Fußgänger und Radfahrer gefunden

Aus drei denkbaren Varianten für eine Fußgängerquerung an der neugebauten Unteren Zollbrücke in Immenstadt kristallisiert sich nur ein Vorschlag als umsetzbar heraus. Entstehen soll erneut ein Treppenturm – aber einer mit deutlich mehr Komfort.

Die Untere Zollbrücke bei Immenstadt ist nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer eine wichtige Möglichkeit zur Illerquerung. Der beliebte Illerradweg allerdings liegt rund sechs Meter unterhalb des derzeit im Neubau befindlichen Brückenbauwerks. Bislang wurde der Höhenunterschied mittels eines Treppenturms überwunden. Das Problem dabei: Die Stufen verliefen recht steil. Der Turm war nicht im Ansatz barrierefrei.

Auch künftig soll es für Radelnde und Fußgänger eine Möglichkeit geben, ausgehend vom Illerradweg auf die andere Flussseite zu kommen. Darauf einigten sich die Stadt Immenstadt und der Landkreis Oberallgäu Anfang Juli dieses Jahres. Drei Varianten für eine mögliche Flussquerung legte die schon mit dem Brückenneubau beauftragte Konstruktionsgruppe Bauen aus Kempten und das Ingenieurbüro Klinger aus Dietmannsried hierfür vor.

Recht schnell verabschiedete man sich von der Idee einer Hängebrücke. Die Gründe: Kostenintensiv in Bau und Unterhalt, zu kompliziert in der baulichen Umsetzung in Verbindung mit der Bahn und nicht barrierefrei.

Der Vorschlag zur Errichtung einer Fachwerkbrücke über den Fluss fand indes die deutliche Mehrheit im Immenstädter Stadtrat. Obschon sie die teuerste Variante wäre und auch im Unterhalt, den die Stadt Immenstadt stemmen muss, Folgekosten nach sich zöge, überzeugte die Idee einer gänzlich barrierefreien Fußgängerquerung das Gremium.

Erst hiernach wurde bekannt, dass diese favorisierte Variante baulich aus Gründen des Hochwasserschutzes nicht umsetzbar ist. So ist das geplante Bauwerk nicht auf ein HQ 100 plus Klimazuschlag – also ein Hochwasser, wie es statistisch gesehen einmal in einhundert Jahren vorkommt samt einem Freibord – ausgelegt und damit nicht genehmigungsfähig. Zudem wäre als Folge dieser Änderung eine Barrierefreiheit nicht mehr gegeben und das Brückenbauwerk nur mit zusätzlichen Kosten und einer komplizierten baulichen Umsetzung möglich. Als weitere Kriterien zählen die Durchfahrtsbreite des Illerradweges für den Unterhalt des Wasserwirtschaftsamtes mit vier Metern sowie die Auflagen der Deutschen Bahn und die Einbindung in den Hochwasserschutz in diesem Illerabschnitt.

Als Ersatzmaßnahme einigten sich der erste Bürgermeister von Immenstadt, Nico Sentner, und die Landkreisverwaltung auf die dritte noch verbliebene Lösung: Auch künftig soll die Untere Zollbrücke vom Illerradweg aus über einen Treppenturm mittels eines Stegs über die Bahnlinie von der städtischen Straße „Unterzollbrücke“ erreichbar sein. Anders als bisher sehen die Planungen nun aber eine integrierte Schieberampe in der Treppe vor. Die so entstehende Lösung ist barrierearm und führt laut Bürgermeister Sentner zu „einer deutlich verbesserten Situation. Kinderwagen, Fahrräder und E-Bikes etwa können dann deutlich bequemer transportiert werden als bisher.“

Die Arbeiten am Treppenturm sind in der Machbarkeitsstudie derzeit mit Baukosten von rund 750.000 Euro die kostengünstigste der drei Varianten. Aufgrund der geplanten Überdachung ist auch im Unterhalt mit geringeren Kosten zu rechnen als bei den anderen Brückenlösungen. Nach Fertigstellung der Planung und der Abstimmung mit der Deutschen Bahn geht das Landratsamt von einem Baubeginn im Jahr 2023 aus. Der tatsächliche Baubeginn ist jedoch stark von den Genehmigungsverfahren der Deutschen Bahn abhängig.


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brücke iller allgäu fußgänger


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