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Gemischte Bilanz der Polizeiinspektion Kempten
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Oberallgäu
Mittwoch, 1. Januar 2014
Circa 40 Einsätze
Gemischte Bilanz der Polizeiinspektion Kempten

Auf eine gemischte Bilanz blickt die Polizeiinspektion Kempten für die Silvesternacht zurück. Insgesamt wurden im Zeitraum zwischen 20:00 Uhr am Silvesterabend und 06:00 Uhr des Neujahrsmorgens nahezu vierzig Einsätze gemeldet, naturgemäß kam es zu den meisten Einsätzen nach Mitternacht.

Dabei kam es erfreulicherweise zu wenig Zwischenfällen im Bezug auf Brände, die durch Feuerwerkskörper verursacht wurden. Ein größerer Brand ereignete sich bereits am frühen Abend in Kimratshofen, wo durch einen fehlgeleiteten Schuss einer Feuerwerksbatterie eine Tuja-Hecke in Brand geriet. Aufgrund der großen Trockenheit brannte die Hecke auf einer Länge von etwa 15 Metern komplett ab, obwohl durch die anwesenden Personen noch Löschversuche unternommen wurden. Durch das schnelle Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehr Kimratshofen konnte ein Übergreifen des Feuers auf angrenzende Gebäude verhindert werden, wodurch ein den Umständen entsprechend nur relativ geringer Sachschaden von etwa 1.500 Euro entstand. Der Verursacher, ein 48-Jähriger Kimratshofener, der das Feuerwerk angezündet hatte, wird sich wegen fahrlässiger Brandstiftung verantworten müssen.


Anders sieht die Bilanz im Bereich der Körperverletzungsdelikte aus. Hier kam es, wohl auch alkoholbedingt, zu mehreren Straftaten. Ein Zwischenfall ereignete sich kurz nach der Jahreswende im Stadtgebiet. Dort kam es zwischen zwei Gruppen zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf sich beide gegenseitig mit Feuerwerkskörpern bewarfen. Ein 19-jähriger Kemptener warf einen Böller auf einen 43-jährigen Mann aus Kempten, da er zuvor davon ausging, von diesem beworfen worden zu sein. Das ließ der Ältere von beiden sich nicht gefallen und wollte auf den 19-Jährigen zugehen. Der Jüngere schlug daraufhin mit der Faust zu, wodurch sich der 43-Jährige leicht verletzte. Beide waren mit über einem Promille alkoholisiert.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich am Kemptener Bahnhof, wo die Polizei die Mitteilung ereilte, dass gerade eben eine männliche Person auf das geparkte Fahrzeug einer 38-Jährigen einschlägt. Die Streifenbesatzung konnte vor Ort dann feststellen, dass der Täter der gemeldeten Sachbeschädigung sich wohl auch für eine Körperverletzung verantwortlich zeigt, bei welcher der 35-Jährige Mann aus dem Oberallgäu nach derzeitigem Stand grundlos auf eine Gruppe von Wartenden am Bahnhof losging und dabei einem 22-Jährigen eine Schürfwunde zufügt. Da sich der Oberallgäuer auch nach dem Eintreffen der Beamten nicht beruhigen ließ, weiterhin aggressiv gebärdete und die Polizisten beleidigte, wurde er, ebenfalls deutlich alkoholisiert, in Gewahrsam genommen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren, bei dem er sich wegen diversen Delikten zu verantworten hat.

Zu einer weiteren Streitigkeit kam es in einer Kemptener Diskothek, in deren Verlauf ein 22-Jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen des Hauses verwiesen werden sollte, da er zu stark alkoholisiert war. Da ihm dieser Umstand nicht gefiel, schlug er einer Sicherheitskraft mehrfach gegen die Brust. Der ein Jahr ältere Türsteher zog ein Pfefferspray und sprühte es dem 22-jährigen in die Augen. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass dieser Einsatz von Pfefferspray nicht vom Notwehrrecht gedeckt war, daher werden sich beide Personen einem Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung gegenübersehen.

In Betzigau fand eine private Silvesterparty statt, zu der ein 18-jähriger Oberallgäuer offensichtlich nicht eingeladen war. Es kam deswegen zum Streit mit dem 22-Jährigen Veranstalter der Party, woraufhin der ungebetene Gast dem Kontrahenten kurzerhand mit der Faust ins Gesicht schlug und offenbar eine Vase beschädigte.

Eine weitere Körperverletzung ereignete sich schließlich in den frühen Morgenstunden des neuen Jahres im Innenstadtbereich. Dabei stieß ein 21-Jähriger Mann und eine gleichaltrige Frau aus Kempten auf eine Gruppe von Männern und es kam zum Streit zwischen ihnen. Im weiteren Verlauf ging ein 27-Jähriger auf den jüngeren Mann los, die Frau wollte sich dazwischen stellen und bekam ebenfalls mehrere Schläge ab. Letztlich schlugen mehrere Personen auf den 21-Jährigen ein, welcher mit einem Nasenbeinbruch ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Weiterhin wurden im Stadtgebiet Kempten insgesamt drei Personen angetroffen, welche Schreckschüsse mit sogenannten PTB-Waffen abgaben. Diese Waffen können zwar von jeder Person über 18 Jahren erworben werden, allerdings ist für das Führen der Schreckschusspistolen ein kleiner Waffenschein erforderlich. Da keine der kontrollierten Personen im Alter von 50, 47 und 25 Jahren die erforderliche Berechtigung vorweisen konnte, erwartet alle ein Strafverfahren nach dem Waffengesetz. Zudem wurden alle unberechtigt geführten Schusswaffen durch die Polizei sichergestellt.


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oberallgäu kempten einsatz polizei



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