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ECDC Memmingen
(Bildquelle: ECDC Memmingen)
 
Memmingen
Montag, 30. Januar 2017

Memmingen siegt gegen Oberligisten aus Schönheide

Der ECDC Memmingen hat auch sein zweites Heimspiel der Verzahnungsrunde siegreich gestalten können. Vor rund 1450 Zuschauern besiegten die Indians den Oberligisten aus Schönheide mit 7:5 und bleiben damit auf Rang 2 der Verzahnungsrundengruppe A. Die Tore für die Rot-Weißen erzielten Dominik Piskor (3), Antti Miettinen (2), Lukas Varecha und Jan Jarabek, am nächsten Wochenende stehen zwei Vergleiche mit dem zweiten Oberligisten aus Höchstadt an.

Mit Spannung wurden die ersten Vergleiche mit den Vertretern der Oberliga erwartet und die 1450 Zuschauer am Hühnerberg sollten nicht enttäuscht werden. Nach einer Schrecksekunde gleich zu Beginn, als Patrick Weigant nach einer Bandenkollision vom Eis getragen werden musste, kamen die Indians, die erneut ohne Kapitän Benda aufliefen, gut in die Partie. Bereits in der dritten Minute wurde die erste Überzahlsituation durch Topscorer Miettinen zur frühen Führung genutzt. Und nur rund 60 Sekunden später legte Dominik Piskor mit einem überlegten Schuss nach. Die Gäste wurden förmlich überrollt von den zahlreichen Memminger Chancen und konnten sich bei Keeper Neumann und der mangelnden Chancenauswertung der Indianer bedanken, dass sie sich mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die erste Pause retten konnten.
Im zweiten Abschnitt starteten die Maustädter erneut hervorragend, bereits nach drei Minuten erzielte Dominik Piskor sein zweites Tor des Abends, der Hühnerberg stand Kopf. Die Gäste aus dem Erzgebirge kamen nun auch zu besseren Möglichkeiten, vor allem bei Kontern waren sie brandgefährlich. Eine dieser Chancen nutzte Kapitän Jenka dann auch zum Anschluss (26.), doch konnte er die Indians damit nicht aus der Fassung bringen. Exakt 27 Sekunden später schlug die erste Reihe der Memminger zu und markierte in Person von Lukas Varecha das 4:1. Das Spiel wurde in der Folge immer ruppiger, die Sachsen versuchten mit Provokationen und Härte das Spiel der Indians zu unterbinden und wanderten des Öfteren auf die Strafbank. Kurz vor Ende des Mittelabschnitts nutzten die „Wölfe“ aber eine eigene Überzahlsituation zum Pausenstand von 4:2 aus.

Das Schlussdrittel einer Partie mit vielen Unterbrechungen sollte dann alles bieten, was die Zuschauer sich nur wünschen konnten: Tore, Emotionen, Boxeinlagen und eine tolle Stimmung krönten einen tollen Eishockey-Abend am Memminger Hühnerberg, doch der Reihe nach: Nach nur 72 Sekunden traf Dominik Piskor zum Hattrick an diesem Abend und brachte sein Team damit bereits vermeintlich auf die Gewinnerstraße. Der Oberligist hatte aber die passende Antwort parat und verkürzte postwendend. Dann wurde es schmutzig, Jan Jarabek wurde von einem Schläger seines Gegenspielers voll am Hals getroffen, eine Matchstrafe gegen die Gäste war die logische Konsequenz. Gerade wieder an Bord erzielte der slowakische Verteidiger der Indians kurze Zeit später das 6:3 für die Hausherren, nur um beim Torjubel von einem Gästespieler niedergestreckt zu werden. Martin Jainz sprang für seinen Mannschaftskollegen in die Bresche, setzte ein Zeichen und brachte durch einen Faustkampf die Halle zum Beben. Eishockey wurde dann auch wieder gespielt, die Gäste erhielten nach einem Foul beim Alleingang den fälligen Penalty, den Kontingentspieler Hvorostinins souverän verwandelte und damit für eine spannende Schlussphase sorgte. Die Indianer-Verteidigung hielt aber zunächst stand, ehe Schönheide mit einem sechsten Feldspieler 50 Sekunden vor dem Ende auf 6:5 verkürzte. Die Gäste warfen noch einmal alles nach vorn und die rot-weißen Fans hielten den Atem an, als der Puck wenig später am Pfosten von Joey Vollmers Gehäuse einschlug. Doch das Glück war auf Memminger Seite, im direkten Gegenzug ging Antti Miettinen auf und davon und schob zum Endstand von 7:5 ein, der den Indians den zweiten Rang in der Tabelle sicherte.

Am nächsten Wochenende trifft der ECDC nun zweimal auf den Tabellenführer und Oberligisten aus Höchstadt. Am Freitag reisen die Indianer nach Franken, ehe zwei Tage später am Sonntag das Rückspiel am Hühnerberg steigt (18:30 Uhr). Die Duelle mit den „Alligators“, die bis zur letzten Saison in der Bayernliga spielten, versprechen immer eine große Brisanz und tolle Stimmung, so dass bereits jetzt die Nachfrage für den Klassiker sehr groß ist. Der Vorverkauf an den bekannten Stellen hat bereits begonnen, Tickets werden aber auch an der Abendkasse in ausreichender Zahl verfügbar sein.


Tags:
Partie Zuschauer Oberligist Eishockey


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