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Allgäu
Mittwoch, 25. März 2020

Trotz Corona mehr Bergrettungseinsätze im Allgäu

In den letzten Tagen hat die Bergwacht auf den Gipfeln der Allgäuer Berge mehr Einsätze verzeichnen müssen. Aufgrund der Ausgangsbeschränkung durch das Coronavirus haben die Menschen mehr Zeit und machen folglich mehr Berg- und Skitouren. Dadurch treffen sich größere Menschengruppen eng zusammensitzend auf den Gipfeln der Berge. Für die Eindämmung der Pandemie ist dies äußerst unproduktiv. Im Interview erklärt uns der Leiter der Bergwacht Oberallgäu, Bernd Zehetleitner, die Problematik dahinter.

Er beschrieb, dass sie für diese Jahreszeit relativ viele Bergrettungseinsätze haben. Sie führen das auch darauf zurück, dass nun viele Leute durch die Ausgangsbeschränkung  in Folge des Coronavirus zu Hause sind und deshalb mehr Zeit haben. Diese Ausgangsbeschränkung erlaubt es weiterhin alleine oder mit den Menschen, mit welchen man zusammen wohnt, spazieren zu gehen. Doch schließt das Skitouren und Wanderungen ein? Herr Zehetleitner sieht hier ein Problem, da sich die Kleingruppen oben am Gipfen wie gewohnt treffen und alle auf einem Haufen sitzen - genau wie es eben jetzt nicht sein sollte. 

Zudem gibt es durch die Skitouren und Wanderungen natürlich auch mehr Unfälle, die den Einsatz der Bergwacht und der Rettungsdienste benötigen. Dadurch kommen die ohnehin schon überbelasteten Rettungsdienste weiter an ihre Grenzen. Außerdem kommt es auch hier zu Personalausfällen aufgrund der Pandemie, was die Einsätze erschwert und die Lage nicht gerade vereinfacht. Herr Zehetleitner schildert, dass es im schlimmsten Fall auch zu Ausfällen der Rettungshubschrauber kommen kann und so ein 'einfacher' einstündiger Einsatz zu einem komplizierten mehrstündigen wird.

Bei den Skitouren handelt es sich laut Bergwacht nicht nur um hochalpine und schwere Touren, sondern hauptsächlich um leicht erreichbare Ziele mit vermeintlich geringem Unfallrisiko, wie dem Riedberger Horn. Doch da wo Menschen sind, passieren nunmal auch Unfälle.

Die Bergwacht ruft deshalb dazu auf, alpine Skitouren zu vermeiden und damit medizinische Fachkräfte zu entlasten. Im Weiteren bedeutet das den Schutz der Bevölkerung, die gerade jetzt erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung hat. 


Tags:
corona bergwacht bergrettung rettungsdienst


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