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Allgäu
Dienstag, 8. Dezember 2020

NGG fordert Mindestkurzarbeitergeld für Beschäftigte

Die Gastronomie muss derzeit Umsatzeinbußen erleben wie noch nie zuvor. Eine ganze Branche liegt brach.Aber nicht nur den Hotel- oder Restaurantbesitzern geht es schlecht. Die Angestellten erwischt es mindestens genauso hart. Nun setzt sich die Gewerkschaft Nahrungs-Genuss-Gaststätten, kurz NGG, für ein Mindestkurzarbeitergeld ein. Wir haben mit Herrn Joschka Ebel von der NGG Landesvertretung Bayern gesprochen.

Radio AllgäuHIT: Herr Ebel, wie ist denn die aktuelle Situation für die Gastronomiearbeiter, können Sie das kurz umschreiben?

Joschka Ebel: Dadurch, dass ja nur "außer Haus" gegessen werden darf, fällt natürlich bei allen Beschäftigten, die im Service, als Barkeeper oder Ähnliches arbeiten, die Beschäftigung weg. Diese Angestellten arbeiten auf 100% Kurzarbeit, weshalb sie mit 60 bis 67% ihres Einkommens leben müssen. Das ist natürlich in dem Bereich, in dem wir ohnehin vom Niedriglohnsektor sprechen, viele Betriebe nicht tarifgebunden sind und sich nur an die gesetzlichen Mindeststandards halten müssen, für viele Beschäftigte eine Katastrophe. 


Radio AllgäuHIT: Wie viele Menschen im Allgäu sind denn betroffen beziehungsweise welche Berufsgruppen umfasst Ihre Forderung?

Joschka Ebel: Zu den berufsgruppen zählen diejenigen, die man als Hotel- und Restaurantfachleute bezeichnen kann, aber auch jene, die diese Tätigkeiten ungelernt verrichten. Im Ostallgäu sind das alleine in der Gastronomie über 2000 Menschen, die das betrifft und weitere 5000 Beschäftigte im Beherbergungsgewerbe. So sind es insgesamt schon 7000 Menschen, die davon betroffen sind und das teilt sich auf die weiteren Landkreis weiter auf. 

Radio AllgäuHIT: Sie haben nun ein Forderungsschreiben aufgesetzt, was fordern Sie?

Joschka Ebel: Es geht darum, dass ein Mindestkurzarbeitergeld eingeführt wird, damit die Beschäftigen, die zu 100% in Kurzarbeit sind, mindestens ein Auskommen haben, um ihr tägliches Leben bestreiten zu können. Zudem fordern wir, dass der Staat zusätzlich zu den November- und Dezemberhilfen für die Gastronome 1000 Euro Sofortgeld für alle Beschäftigten zahlt, damit nicht nur Weihachten abgedeckt ist, sondern auch die Versicherungszahlungen, die Anfang des nächstes Jahres  beglichen werden müssen. 


Radio AllgäuHIT: Wie realistisch ist es, dass es umgesetzt wird?

Joschka Ebel: Diese Frage muss man zurückspielen an die Politik, vielmehr die Ministerpräsidentenkonferenz, die bislang einen Großteil der Regelungen beschlossen hat. Wir können nur hoffen, dass das passiert. Wir versuchen mit den Beschäftigten Druck zu machen und dies vor allem in den großen Städten, in denen es viele Beschäftigte in der Branche gibt. In Hamburg und im Ruhrgebiet gab es bereits viele Aktionen dazu. Wir hoffen, dass der Druck dann groß genug ist, um die Not der Beschäftigten zu sehen und dann eben nicht nur auf diejenigen zu blicken, die die Hotels und Restaurants betreiben, sondern auch auf jene, die jeden Tag darin arbeiten und nun ohne Arbeit leben müssen.


Tags:
allgäu ngg mindestkurzarbeitergeld hotel- und restaurantbranche


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