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Agentur für Arbeit Kempten/Memmingen
(Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit)
 
Allgäu - Kempten/Memmingen
Dienstag, 30. Juni 2015

Monat Juni: Weniger Arbeitslose im Allgäu

Nur noch 2,8 Prozent der Bevölkerung ohne Arbeit

Im Juni standen für den Arbeitsmarkt im Allgäu die „Ampeln auf Grün“. Erneut waren weniger Menschen arbeitslos, gleichzeitig äußerten Betriebe einen höheren Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften. Die Arbeitslosenquote erreichte mit 2,8 Prozent den niedrigsten Wert seit Oktober 2012. Das Ergebnis unterschritt auch den Mai-Wert dieses Jahres wie das Juni-Ergebnis des vergangenen Jahres um jeweils 0,2 Prozentpunkte. Bei den Vermittlern der Agentur für Arbeit und in den sieben Jobcentern waren 724 Frauen und Männer weniger gemeldet als im Monat zuvor. Insgesamt waren es noch 10.240 Personen. Anhaltend hoch blieb das Angebot an Arbeitsstellen. Arbeitgeber boten mehr als 5.200 Beschäftigungsmöglichkeiten zur Besetzung an, so viele wie schon seit Monaten nicht mehr.

„In den letzten Wochen hat sich der Arbeitsmarkt im Allgäu permanent verbessert und wir konnten im Juni das beste Ergebnis seit Oktober 2012 erzielen. Sowohl bei jüngeren Menschen bis 25 Jahre wie auch bei lebenserfahrenen Kräften ist die Arbeitslosigkeit zurückgegangen. Und die Nachfrage nach Arbeitskräften stabilisierte sich im Juni auf hohem Niveau“, so das Fazit von Peter Litzka, Leiter der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen.

Anhaltend starke Kräftenachfrage

Bereits während des gesamten bisherigen Jahres gaben Betriebe mehr Beschäftigungsmöglichkeiten zur Besetzung herein als im Jahr zuvor. Im Juni waren 5.236 Stellenangebote verfügbar, gut 1.700 von ihnen wurden neu gemeldet. Hohen Zusatzbedarf äußerte der Metallsektor und Maschinenbau mit 390 Stellenofferten. Wegen der Sommersaison im Tourismus wurden zahlreiche Arbeitsplätze angeboten, sei es als Koch, Küchenhilfe oder im Service. Allein 220 neue Stellen gab es in Hotellerie und Gastronomie. Auch andere Berufsfelder hatten Jobs zu besetzen. So wurden Laminierer in der Kunststoffverarbeitung, Fachkräfte für Süßwarentechnik, Diätassistenten und Zahntechniker gesucht. Der Logistiksektor bot 130 weitere Arbeitsplätze für den Güterumschlag und Transport an. Ebenfalls rege Nachfrage nach Arbeitskräften herrschte bei Personaldienstleistern. Für Tätigkeiten in unterschiedlichen Branchen waren zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten verfügbar.

Der weit überwiegende Teil der verfügbaren Stellen war für eine Vollzeitbeschäftigung vorgesehen. 700 Angebote richteten sich an Menschen, die nach einer Beschäftigung mit flexibler Arbeitszeitgestaltung suchten. 750 Arbeitsplätze waren für eine reine Teilzeittätigkeit angeboten.

Arbeitslose Menschen

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es unter den arbeitslosen Menschen viel Bewegung. So auch im Juni. 1.275 Kräfte meldeten sich nach einer Erwerbstätigkeit neu arbeitslos, so wenige wie in keinem Monat des laufenden Jahres. Gleichzeitig starteten im Juni mehr Menschen in eine neue Beschäftigung, genau waren es 1.638. Damit gab es im vierten Monat in Folge mehr Menschen, die eine neue Arbeit aufnahmen als sich nach einer Beschäftigung neu bei den Vermittlern arbeitslos meldeten. Arbeitsaufnahmen erfolgten im Baugewerbe und weiteren handwerklichen Tätigkeiten. Aber auch mit einer neuen Tätigkeit als Kfz-Mechatroniker, Krankenpfleger, Erzieher oder Anlagenführer beendeten Menschen ihre Arbeitslosigkeit.

Um die Zeit der Arbeitslosigkeit möglichst kurz zu halten, ist ein frühzeitiges Gespräch mit dem Arbeitsvermittler wichtig. Unter anderem konnten mehrere
Mechatroniker, eine zahnmedizinische Fachangestellte und eine Industriekauffrau zu einem neuen Arbeitgeber wechseln ohne dass sie überhaupt arbeitslos wurden.

Die Personengruppen

In allen Personengruppen waren im Juni weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im Monat zuvor. Zahlenmäßig am stärksten wirkte sich das bei den Älteren aus. Um mehr als 200 Frauen und Männer im Alter von 50 Jahren und älter ging die Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe innerhalb eines Monats zurück. Nach wie vor ist diese Gruppe mit knapp 4.000 Menschen weiter am stärksten bei den Arbeitslosen vertreten. Unter den Jüngeren im Alter bis zu 25 Jahren war eine Abnahme um 133 Kräfte zu verzeichnen. Jeder zehnte Arbeitslose zählte im Juni zu dieser Altersklasse.

Bei Menschen, die bereits längere Zeit arbeitslos sind, gab es im Ergebnis kaum Veränderungen. Insgesamt waren 2.459 Menschen bereits ein Jahr und länger ohne Beschäftigung. Jeder Vierte zählte aktuell zu dieser Gruppe.

Regionale Entwicklungen im Jahresvergleich

Der Jahresvergleich zeigt für die meisten Regionen des Allgäu lediglich geringfügige Veränderungen. Verbessert zeigte sich der Arbeitsmarkt in den Landkreisen Lindau und Oberallgäu sowie in den kreisfreien Städten Kempten und Memmingen.

Die Arbeitslosenquote ging hier um bis zu 0,4 Prozentpunkte zurück. Eine leichte Zunahme ergab sich in der Stadt Kaufbeuren sowie in den Landkreisen Ost- und Unterallgäu. Trotz des leichten Zuwachses erzielte das Unterallgäu auch im Mai mit einer Arbeitslosenquote von 2,0 Prozent das beste Ergebnis im Agenturbezirk; Ein Ergebnis, das auch im deutschlandweiten Vergleich einen Spitzenplatz bedeutete.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der sozialen Grundsicherung

Seit Einführung der sozialen Grundsicherung werden arbeitslose Menschen von der Arbeitsagentur und in den Jobcentern betreut. Sowohl in den Jobcentern wie auch bei den Vermittlern der Arbeitsagentur waren im Juni weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Agentur für Arbeit ist vor allem für kurzzeitig arbeitslose Menschen zuständig. Auch aufgrund von weiteren Arbeitsaufnahmen in Saisonbetrieben im Tourismusgewerbe ergaben sich hier größere Bewegungen auf Seiten der arbeitslosen Menschen als in den Jobcentern. So waren bei der Arbeitsagentur aktuell 635 Menschen weniger arbeitslos als im Monat zuvor. Bei den Jobcentern, die für arbeitslose Menschen in der sozialen Grundsicherung zuständig sind, fiel der Rückgang innerhalb eines Monats mit knapp 90 Personen deutlich geringer aus. Im Juni waren in den Jobcentern 4.600 arbeitslose Frauen und Männer gemeldet. Die Agentur für Arbeit kümmerte sich im selben Zeitraum um 5.640 arbeitslose Menschen.

Der Ausbildungsmarkt – ein „Bewerbermarkt“

Auch im Juni zeigte sich der Ausbildungsmarkt als „Bewerbermarkt“. Deutlich mehr Ausbildungsplätze als jugendliche Bewerber waren bei den Beratern gemeldet. Die Chancen sind für junge Menschen anhaltend günstig. Für Arbeitgeber gestaltete sich die Suche nach einem Azubi teilweise schwierig. Seit Beginn des Beratungsjahres stellten Betriebe 5.469 Lehrstellen zur Verfügung, die höchste Zahl der letzten drei Jahre. Bei den Berufsberatern meldeten sich gut 4.200 junge Menschen als Bewerber um eine Ausbildungsstelle, auch das ein Höchststand.

Bei diesen Daten handelt es sich um einen Zwischenstand, der sich in den nächsten Wochen bis zum traditionellen Ausbildungsbeginn im September weiter verändert. Dennoch zeichnet sich bereits jetzt ab, dass nicht jeder gemeldete Ausbildungsplatz am 1. September besetzt sein wird. Derzeit sind noch 2.020 Ausbildungsplätze nicht vergeben. Gleichzeitig hatten im Juni 1.382 junge Menschen keine ihren Wünschen entsprechende Ausbildungsstelle gefunden.


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