Moderator: Marcus Baumann
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Spieler, Trainer und Eltern waren an den verschiedenen Stationen mit Feuereifer dabei – wie hier bei den Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikern.
(Bildquelle: www.bild-text-ton.de)
 
Allgäu
Donnerstag, 14. Februar 2019

Aus erster Hand für den Plan B

Nachwuchsspieler des FCA und des AEV erleben Handwerk live bei der HWK Schwaben

Als Profisportler erfolgreich sein und in den großen Stadien gefeiert und von den Fans bejubelt werden – das ist der Traum vieler junger Sportler, die mit Feuereifer trainieren, um ihr Ziel zu erreichen. Doch nur ganz wenigen Nachwuchssportlern gelingt es, in den Spitzenbereich ihrer Sportart vorzustoßen. Die Jugendlichen selbst, aber auch ihre Eltern und sportlichen Betreuer sind daher gut beraten, sich frühzeitig über die berufliche Ausrichtung Gedanken zu machen.

Welch‘ vielfältige Möglichkeiten das Handwerk bietet, das konnten 86 Nachwuchstalente des FC Augsburg und 38 Jugendliche des Augsburger Eishockey Vereins bei der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) erfahren und gleich persönlich erleben. In insgesamt zehn Berufen hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, selbst auszuprobieren, was zum Beispiel die Arbeit eines Bäckers, eines Elektrikers, eines Fotografen oder eines Kaminkehrers ausmacht. Aber auch in der Holztechnik, der Feinwerkmechanik, beim Konditor, den Malern und Lackierern oder der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie bei Orthopädieschuhmacher durften die Jugendlichen selbst Hand anlegen. Während dessen erhielten die Eltern und Betreuer von den Experten der HWK Schwaben interessante Informationen zu den einzelnen Berufswegen im Handwerk und konnten in einem Rundgang die Werkstätten der Handwerkskammer besichtigen.

 

Wichtige Kontakte für Unternehmer

Bäckermeister Georg Schneider war zum ersten Mal bei der Berufsinfoveranstaltung für die Nachwuchssportler dabei, um persönlich sein Handwerk den Jugendlichen vorzustellen. Er hatte dafür gute Gründe: „Ich suche ganz konkret den Draht zu den Jugendlichen. So erfahre ich am besten, wie die Jugend tickt, was sie von der Ausbildung erwartet und wie wir als Betrieb uns darauf einstellen müssen.“ Schneider ist ein perfekter Botschafter für den Beruf des Bäckers: „Ich zeige meinen Beruf gerne her und bin von unserem Handwerk überzeugt. Mit meiner Begeisterung möchte ich die Jugendlichen anstecken und für eine Ausbildung im Nahrungsmittelhandwerk gewinnen. Wir gehen mit wertvollen Grundstoffen um und sind für das tägliche Brot verantwortlich. Das ist einfach toll!“

 

Die eigene Autogrammkarte fotografieren

Etwas Besonderes hatten sich die Fotografen einfallen lassen. Hier konnten die Jugendlichen Aufnahmen von sich selbst machen und gleich auf eine Karte ausdrucken, die mit FCA-, HWK- und AEV-Logo vorbereitet war. Fertig war die eigene Autogrammkarte. Mit Farbe, Spraydose und Pinsel „bewaffnet“ stellten Einige ihre Kreativität bei den Malern und Lackierern unter Beweis. Fingerspitzengefühl war an der Station der Konditoren gefragt. Hier wurden leckere Petit Fours chic mit Marzipan und Schokolade verziert. Interessant wurde es für die Jungs und Mädels dann auch an der Station der Orthopädieschuhmacher und -techniker, wo es unter anderem auch um Fehlstellungen der Füße und Einlagenversorgung ging. Darüber hinaus konnten die Jugendlichen die Berufe aus der Elektrotechnik, der Holztechnik, der Metalltechnik, dem Kaminkehrer-Handwerk und dem SHK-Handwerk näher kennenlernen.

 

Plan B und zweites Standbein wichtig

Diese Veranstaltung ist für die Führungsspitzen der beiden Bundesligavereine sehr wichtig. So sagte Thomas Müller, Aufsichtsratsvorsitzender des FC Augsburg: „Eine Sportkarriere ist nicht bestimmbar und deshalb braucht es für unsere Nachwuchsspieler einen Plan B zur Profikarriere. Da hat das Handwerk mit seinen Berufen und Karrieremöglichkeiten viel zu bieten.“ Und Wolfgang Renner, Präsident des AEV betonte: „Neben dem Sport müssen sich unsere Jugendlichen um eine berufliche Alternative kümmern. Denn selbst das größte Talent kann durch eine schwere Verletzung komplett aus der Bahn geworfen werden.“ Das unterstrich auch Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK Schwaben: „Selbst wenn ihr euch derzeit voll und ganz auf den Fußball und das Eishockey konzentriert und eure Zukunft im Profigeschäft seht, ist es nie verkehrt, ein zweites Standbein zu haben. Im Handwerk sind Leidenschaft, Teamgeist, Disziplin und Fairness ebenso wie im Sport gefordert. Mit diesen Eigenschaften habt ihr in unserem Wirtschaftszweig tolle berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.“

 

Talent in Sport und Handwerk wichtig

Regelmäßig veranstaltet die HWK Schwaben solche Berufsinfoveranstaltungen, die den jungen Sportlern berufliche Möglichkeiten außerhalb des Fußballplatzes und der Eisfläche aufzeigen. Wer im Stadion nicht mehr punkten kann, hat trotzdem die Chance, die richtige Berufswahl zu treffen und seine Erfolge zu feiern. HWK-Hauptgeschäftsführer Wagner: „Im Handwerk wie im Fußball oder im Eishockey ist eines gleichzeitig gefragt: Talent. Und auch die anderen Attribute, wie Leistungsbereitschaft, Einsatz und Zuverlässigkeit sind für beide Felder wichtig.“

Rundum war es eine sehr gelungene Veranstaltung der HWK Schwaben, die das Handwerk mit seinen vielen Facetten und Möglichkeiten Jugendlichen präsentierte, die durch ihre sportlichen Erfolge auch Meinungsbildner für Gleichaltrige sind. Positive Bewertungen gab es nicht nur von den Nachwuchstalenten, sondern auch von den Betreuern, Trainern und Eltern, die mitgekommen waren. Viele Väter und Mütter legten an den Stationen auch selbst Hand an und hatten ihren Spaß dabei.(pm)


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nachwuchs sportler fca allgäu



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