Moderator: Bernd Krause
Sendung: AllgäuHIT am Wochenende
mit Bernd Krause
 
 
Symbolbild
(Bildquelle: Christoph Salger / ESV Buchloe)
 
Ostallgäu - Buchloe
Samstag, 23. Dezember 2023

Piraten beschenken sich schon vor dem Fest mit 6:5 Derbysieg

Der ESV Buchloe hat am Freitagabend auch das zweite Punktspiel-Derby der Saison gegen den HC Landsberg für sich entschieden. Am Ende gewannen die Buchloer denkbar knapp und vielleicht auch etwas glücklich mit 6:5 (0:4, 1:3, 1:2) und bescherten sich und den Anhängern nicht nur drei wichtige Punkte, sondern auch den viel umjubelten Derbysieg.

Vorangegangen waren aber vor über 1000 Zuschauern vollkommen verrückte 60 Minuten, in denen die Buchloer nach einem traumhaften ersten Drittel bereits mit 4:0 führten, ehe die Riverkings eine beeindruckende Aufholjagd starteten. Nach dem 5:5 Ausgleich drei Minuten vor Schluss antwortete Felix Schurr aber postwendend mit dem goldenen Siegtreffer, der ein irres Match der beiden Rivalen doch noch zu Gunsten der Piraten entschied.

Wie bereits erwähnt erwischten die Buchloer nicht nur einen optimalen Start ins Match sondern ein perfektes erstes Drittel. Denn schon nach 37 Sekunden brachte Robert Wittmann die Rot-Weißen nach starker Vorarbeit von Felix Schurr mit 1:0 in Front. Landsberg wirkte durch den Blitzstart sichtlich geschockt und musste keine zwei Minuten später im ersten Powerplay der Piraten gleich das zweite Gegentor schlucken, als Demeed Podrezov zum 2:0 einnetzte (3.). Auch danach blieben die Buchloer die Zielstrebigeren, die mit ihrem geradlinigen Spiel die zu zaghaften Hausherren vor echte Probleme stellten. Zwar hatten die Freibeuter bei einem Lattentreffer von Frantisek Wagner auch Glück (11.), aber Landsberg wirkte in den ersten 20 Minuten einfach viel zu lethargisch. Bestraft wurde das von den Gennachstädtern mit zwei weiteren Überzahltoren, als zunächst Podrezov mit einem schnörkellosen Schuss ins lange Eck auf 3:0 stellte (14.) und Andreas Schorer ein feines Zuspiel des Zweifachtorschützen zum 4:0 über die Linie drückte (17.).

Dass die Landsberger sich im zweiten Durchgang dann aber nicht weiterhin so ihrem Schicksal ergeben würden war auch klar. Und so kam es auch, als Markus Jänichen schnell der 4:1 Anschluss glückte (24.). Die Gastgeber waren nun deutlich besser im Spiel und die Buchloer agierten stelleweise zu abwartend, weshalb der Druck auf das Tor von Johannes Wiedemann spürbar zunahm. Zum Glück verfehlte Florian Stauder aber das leere Gehäuse und somit auch das 4:2 (27.). Auf der Gegenseite sorgte der überragende Demeed Podrezov – der am Ende an allen sechs Toren beteiligt war – mit seinem dritten Tor zum 5:1 wieder für etwas mehr Ruhe (30.). Lange hielt diese aber nicht, denn Landsberg verkürzte erneut durch Jänichen keine drei Minuten später zum 5:2 (32.). „Nachdem im ersten Durchgang alles für uns gelaufen ist, haben wir im Mitteldrittel einfach zu wenig getan und für zu wenig Entlastung gesorgt“, meinte ESV-Trainer Christopher Lerchner, dessen Team bei einem weiteren Aluminiumtreffer der Gastgeber abermals das Glück des tüchtigen auf seiner Seite hatte. Trotzdem kam der HCL noch vor der zweiten Pause verdientermaßen bei Vier gegen Drei durch Frantisek Wagner auf 5:3 heran (39.).

Und spätestens nach dem 5:4 Anschluss durch Florian Reicheneder im Powerplay war das Spiel wieder komplett offen (45.). Die Lechstädter drückten natürlich weiter auf das 5:5, doch die Buchloer hielten ebenfalls in einem inzwischen sehr umkämpften Duell voll dagegen. Beide Kontrahenten hatten in Überzahl in der Folge auch jeweils die Chance auf weitere Treffer, doch Tore sollten bis zum verrückten Finale dieser einer Achterbahnfahrt gleichenden Partie nicht mehr fallen. Dort überschlugen sich dann aber nochmals förmlich die Ereignisse: Zunächst schien die Aufholjagd der Riverkings endgültig ihren Höhepunkt genommen zu haben, als Reicheneder mit einem satten Schuss vom Bully weg knapp drei Minuten vor dem Ende tatsächlich das 5:5 glückte. Doch wer nun dachte,

das Momentum sein jetzt endgültig auf Seiten der Landsberger gekippt, der sah sich postwendend getäuscht. Denn nur 20 Sekunden nach dem Ausgleich traf Felix Schurr sofort wieder zum 6:5, was auch gleichzeitig der Endstand eines denkwürdigen Derbys war.

Dieser lässt die Piraten einerseits bis auf zwei Punkte an die auf Rang sechs stehenden Riverkings heranrücken und zum anderen auch den Abstand auf Rang 11 weiter anwachsen. Ganze zwölf Zähler Vorsprung haben die Buchloer nämlich mittlerweile auf die dort platzierten Ulmer Devils, weshalb man vor dem nächsten wichtigen Duell am 2. Weihnachtsfeiertag in Amberg nun erst einmal wohlverdiente Weihnachten feiern darf. (pm)


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allgäu eishockey esv derbysieg


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