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Hebauf 12. August 1978
(Bildquelle: Christoph Salger ESV Buchloe)
 
Ostallgäu - Buchloe
Dienstag, 13. November 2018
Buchloer Eishalle wird heuer 40 Jahre alt
Eisstadion feiert runden Geburtstag

Der ESV Buchloe hat in diesen Tagen allen Grund zum Feiern, besser gesagt das Eisstadion. Denn die Heimat des Eisportvereins begeht in diesem Jahr ein rundes Jubiläum. Seit nunmehr 40 Jahren ist die Eishalle im Buchloer Süden nämlich das Zuhause für kleine und große Eislaufbegeisterte, Kunstläufer, Stockschützen und nicht zuletzt auch für die wohl bekannteste Sparte des ESV, den Eishockeysport.

Und so ist der heutige Montag ein ganz besonderer Tag im Bestehen des mittlerweile 57-jährigen Eissportvereins. Denn vor genau 40 Jahren, am 12. November 1978, wurde das Kunsteisstadion an der heutigen Kerschensteiner Straße (damals Rießerseestraße) offiziell eingeweiht. Freilich sah das Stadion damals noch deutlich anders aus. Ein Dach gab es zu diesem Zeitpunkt nämlich noch nicht. Doch ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte war es allemal. Denn nachdem der ESV im November 1961 gegründet wurde, spielte man zunächst auf dem Postweiher am Hofangerweg, wo am 1. Januar 1962 auch bereits das erste Eishockeyspiel gegen den Nachbarn Waal stattfand. Schnell wurde die anfängliche Eisfläche am Postweiher aber zu klein, sodass man nach intensiver Suche auf ein 7.300 Quadratmeter großes Gelände an der Eschenlohstraße umsiedelte. Der Premiere im Januar 1963 gegen den EV Bad Wörishofen folgte im Sommer dann der weitere Ausbau zum Natureisstadion, an dem bereits zahlreiche fleißige freiwillige Helfer beteiligt waren.

In den folgenden Jahren zeigte der Umzug auch sportliche Früchte. Die Eishockeymannschaft stieg 1966 in die Landesliga und sieben Jahre später sogar in die Bayernliga auf. Grund genug, um sich für den Bau eines Kunsteisstadions stark zu machen. Dieser wurde dann allerdings erst 1976 durch den Buchloer Stadtrat genehmigt, was eine neue Ära kennzeichnen sollte.

Ein Mammutprojekt nahm fortan seinen Lauf, denn insgesamt sah der Finanzierungsplan Kosten in Höhe von rund 1,7 Millionen D-Mark vor. Neben Spenden und Zuschüssen von mehreren großzügigen Sponsoren – wie den Karwendelwerken und der Firma Moksel unter der Führung von Ehrenbürger Alexander Moksel – leistete aber auch der ESV mit über 500.000 D-Mark einen großen Eigenanteil. Und so fand unter der Leitung des damaligen ersten Vorstands Anton Mangler am 13. August 1977 der erste offizielle Spatenstich statt. Im Anschluss leisteten erneut zahlreiche freiwillige Helfer in unzähligen Stunden eine unglaubliche Eigenleistung beim Bau. Mehr als 20.000 unentgeltliche Arbeitsstunden waren es bis zur Fertigstellung. Zu tun gab es schließlich einiges. Und so wurden in den gerade einmal vier Monaten Bauzeit insgesamt etwa 4.000 Kubikmeter Kies bewegt, ca. 800 Kubikmeter Beton verarbeitet und 22 Kilometer Rohre auf der Eispiste verlegt, ehe Ende Dezember dann die ersten Runden auf dem Eis gedreht werden konnte. Nach dem Bau des Vereinsheims, der Zuschauertribünen und Umkleidekabinen fand am 12. November 1978 – also heute vor genau 40 Jahren – dann die offizielle Eröffnung durch den damaligen ersten Bürgermeister Gerd Daisenberger statt. Den etwa 1.000 Zuschauern wurde dabei ein buntes Programm mit Eistanz, Eiskunstlauf und einem Eishockeyspiel gegen die Oldies des EV Füssen geboten.

Während es sportlich in den folgenden Jahren mit dem Regionalligaaufstieg (1981/82) und dem Regionalligameistertitel 1984, dem bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte, rosig lief, wurde am Eisstadion auch immer wieder emsig gearbeitet. So wurden an der neuen Heimat des ESV nach der Eröffnung in den Folgejahren ein ums andere Mal umfangreiche Arbeiten durchgeführt, wie beispielsweise 1988, als eine Garage, ein Lager, ein Geräteschuppen und noch eine weitere Umkleidekabine geschaffen wurden. Ein weiterer Meilenstein war 2004 schließlich die Überdachung der bis dahin offenen Eisfläche. Auch hierbei waren neben der Unterstützung der Stadt, sowie zahlreicher Sponsoren und des Fördervereins ebenfalls wieder enormes Engagement in Form von Arbeitsstunden in Eigenleistung notwendig, ehe sieben Monate nach Baubeginn die Einweihung stattfinden konnte. Im Jahr des letzten Bayernligaaufstiegs 2007/08 folgte dann an der Westseite ein neuer Bauteil mit Toilettenanlagen, Eismeisterbüros, Geschäfts- und Aufenthaltsräumen, ebenso wie die Installation einer Entfeuchtungsanlage. Mit dem Aufbau der neuen Glasbande 2011, der Umbenennung des Stadions zur „Sparkassenarena“ 2014 und der Anschaffung einer neuen Eismaschine 2016 fanden in den vergangenen Jahren die letzten größeren Neuerungen an der Eishalle statt.

Es ist somit also nicht verwunderlich, dass dem ESV Buchloe auch in den kommenden Jahren an seinem Zuhause jede Menge Arbeit bevorsteht. So soll die mittlerweile in die Jahre gekommene Eishalle in naher Zukunft vor allem im Bereich der Sanitär- und Heizungsanlagen, sowie dem Kabinentrakt saniert und erneuert werden, wofür der Verein auch wieder auf die Unterstützung der Stadt, der Sponsoren und natürlich auch die Hilfe Freiwilliger angewiesen ist. Für dieses dringend benötigte Vorhaben hat der Buchloer Stadtrat auch bereits grünes Licht gegeben, damit die Buchloer Eishalle – wie schon die letzten 40 Jahre – eine Anlaufstelle für begeisternde sportliche Wettbewerbe, für die Ausbildung des Nachwuchses und auch für weitere Veranstaltungen, wie die Eisdisco, der Publikumslauf oder auch die Verkehrserziehung im Sommer bleiben kann.(pm)


Tags:
Eishalle Eisstadion Geburtstag 40Jahre



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