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Eishockeyfans des ERC Sonthofen in Schweinfurt verurteilt
22.02.2013 - 09:24
Sie hatten Polizeibeamte angegriffen, sollen versucht haben einen von der Polizei festgenommenen Jugendlichen zu befreien und hatten Ordner beleidigt. Jetzt mussten sich Fans des ERC Sonthofen in Schweinfurt vor Gericht verantworten.
Zu den Vorfällen war es unmittelbar nach der Zündung von Rauchbomben im Zuschauerblock der Sonthofer Fans gekommen. Als die Polizei die Urheber festnehmen wollte, griff der 32-jährige Christoph K. die Beamten an und schlug einem von ihnen in den Nierenbereich, umklammerte ihn und schlug ihm auch noch mit einer Fahne auf den Kopf. Zum Tatzeitpunkt war er mit rund 2,2 Promille deutlich alkoholisiert. Vor Gericht zeigte er sich geständig und bereute die Aktion - daher sprach der Richter eine Freiheitsstrafe von vier Monaten zur Bewährung aus. Der Verurteile kam vorbelastet in den Gerichtssaal - rund um ein Fußballspiel hatte er eine Anzeige wegen Beleidigung kassiert. Die vom Anwalt geforderte Geldstrafe von 90 Tagessätzen lehnte das Gericht daher ab.

Ein 41-jähriger Belgier, der ebenfalls Fan des ERC Sonthofen ist und auch schon Teil der Vorstandsmannschaft war, wurde vom Gericht freigesprochen. Er sollte einen Ordner mit „Schwachkopf“ beleidigt haben. Nach seinen Angaben, hatte dies aber jemand hinter ihm gerufen - er sei zu Unrecht beschuldigt worden. Dem folgte das Gericht schließlich.

Ein 26-jähriger, der ein Auto beschädigt haben und ebenfalls durch Beleidigungen aufgefallen sein soll, erhielt eine Strafe von 1.000 Euro, was 40 Tagessätzen entspricht. Die ausgesprochenen Stadionverbote hob der Sicherheitsdienst des ERV Schweinfurt nach dem Prozess auf. Jetzt hoffen die Beteiligten, dass sich auch die Bayreuth Tigers und der ERC Sonthofen gnädig zeigen.

Doch der eigentliche Prozess kommt erst noch: im April wird im Allgäu gegen einen weiteren Anhänger des ERC Sonthofen verhandelt. Er soll die Rauchbombe gezündet haben. Dabei erlitten mehrere Ordner Rauchverletzungen und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Eine Ordnerin ist seit dem Vorfall mehr oder weniger arbeitsunfähig.

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