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Erneut Liftkartenbetrüger in Oberstdorf festgestellt
03.02.2012 - 08:43
Innerhalb einer Woche haben Oberstdorfer Polizeibeamte erneut Liftkartenbetrüger (Saisonpässe: Superschneekarte der Allgäu-Tirol Bergwelt GmbH) überführen können.
Zur Erinnerung:
Vor knapp einer Woche hatten 2 Saisonarbeiter ihren Arbeitskollegen die Superschneekarten entwendet/gestohlen und waren auf dem Weg zum Skifahren in ein Oberstdorfer Skigebiet von der Polizei ertappt worden. Ihnen konnten aufgrund der technischen Auswertung der Superschneekarte weitere Taten nachgewiesen werden.

Der aktuelle Fall stellt sich etwas anderst dar, ist aber von den zur Last gelegten Delikten (Computerbetrug/ Versuch des Computerbetrugs) gleichlautend.

Am vergangenen Dienstag wurde in Oberstdorf ein 28jähriger in Berlin wohnender Wintersportler (vormaliger Oberallgäuer) verdachtsunabhängig durch Oberstdorfer Polizeibeamte kontrolliert. Bei ihm wurde eine nicht auf ihn ausgestellte Superschneekarte aufgefunden. Es handelte sich die Jahreskarte seines Bruders, der im südlichen Oberallgäu wohnt und ihm diese nach den polizeilichen Ermittlungen überlassen hatte. Der Jahresskipass wurde durch die Polizeibeamten als Beweismittel sichergestellt. Eine ebenfalls erfolgte Auswertung des Skipasses ergab, dass der 28jährige Kurzurlauber die Karte bereits direkt nach seiner Ankunft im Allgäu und danach mehrfach in Oberstdorfer Skigebieten und auch im benachbarten Kleinwalsertal benutzt hatte, während sein Bruder nachweislich beim Arbeiten war.

Die Brüder werden nun wegen Computerbetruges in mehreren Fällen (wegen des Überlassens, bzw. der Nutzung der Karte) bei der Staatsanwaltschaft Kempten angezeigt.

Der Bergbahnbetreiber hat die Karte gesperrt und wird diese nach Abschluss des wohl bevorstehenden Gerichtsverfahrens einziehen. Die Bergbahn und auch die Polizei will in diesem Zusammenhang auch deutlich machen, dass ein Übertragen einer jeglichen gekauften Karte/Tageskarte oder Saisonpass vertraglich ausgeschlossen ist.

Dies weist auch bereits der aufgedruckte Auszug der allg. Geschäftsbedingungen auf jeder Karte aus.

In diesem Zusammenhang will die Polizei darauf hinweisen, dass auch der Verkauf einer rechtmäßig erworbenen (nicht gänzlich ausgenutzten) Tageskarte zumindest für den Käufer nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Kempten strafbar ist. Derjenige hätte sich dann wegen §265a StGB (Erschleichen von Leistungen/Beförderungsleistungen) zu verantworten.

Die Bergbahnbetreiber und auch die Polizei in Oberstdorf werden weiterhin bei entsprechenden Kontrollen auf einen möglichen Mißbrauch aller Skikarten achten.

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