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(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Memmingen
Sonntag, 9. Dezember 2018

Regionalliga-Reform: Begeisterung hält sich in Grenzen

FC Memmingen-Präsident: Mit Amateurstrukturen nicht machbar

Die angestrebte Regionalliga-Reform kommt nicht wesentlich voran. Das Präsidium des Deutschen Fußballbundes (DFB) kam in seiner Sitzung zum abschließenden Vorschlag der Ad-hoc-Kommission auch zu keinem finalen Ergebnis, das nun bis zum 15. April 2019 vorliegen soll. Aus zeitweise 15 Modellen geht es jetzt aber immerhin nur noch darum, wie der letzte übrig gebliebene in die Tat umgesetzt werden kann. Es soll bundesweit nur noch vier statt fünf Regionalliga-Staffeln geben. Gesetzt ist offenbar, dass die Staffeln Südwest und West erhalten bleiben. Die bisher drei Regionalligen Bayern, Nordost und Nord müssten auf zwei eingedampft werden. Wenn dies nicht gelingt, müssten die Regionalligaverbände hier darlegen, wie sie die beiden Aufstiegsplätze ermitteln wollen. Das ginge weiter nur mit einer Art Aufstiegsrunde. Die Ursprungsforderung „Der Meister muss aufsteigen“ würde damit aber nicht erfüllt – genau diese Vorgabe hatte aber zur neuerlichen Reformdiskussion geführt.

Das Planspiel „aus drei mach zwei“ würde wohl bedeuten, dass Bayern künftig mit Thüringen und Sachsen eine gemeinsame Regionalliga bilden. Das bedeutet mit Fahrten bis zu 500 Kilometern einfach höhere Reisekosten und vermutlich weniger Zuschauer, weil Derbys wegfallen. Höhere Kosten, weniger Einnahmen. Im Nordosten hat sich Protest formiert, auch in Bayern hält sich die Begeisterung in Grenzen. „Mit Amateurstrukturen nicht machbar“, sagt dazu der Präsident des FC Memmingen Armin Buchmann.

Wie passt die Memminger Ablehnung der Regionalliga-Reform mit der gleichzeitigen Drittliga-Bewerbung zusammen? Die höchst unterschiedlichen Bedingungen sind es. In der 3. Liga wäre Fußball auf professioneller oder zumindest semi-professioneller Basis im Allgäu zu stemmen, weil hier allein 800.000 Euro an Fernsehgeldern an jeden Verein fließen. In der Regionalliga würde der FCM weiter auf Amateurbasis arbeiten, weil es hier momentan so gut wie keine TV-Gelder gibt. Nur wenn auch hier diese Quelle wieder erschlossen würde, um die Mehrkosten auszugleichen, wären wahrscheinlich die Klubs zum Weiterdenken bereit.

Die Regionalliga-Reform gleicht der Quadratur des Kreises, die bekanntlich unmöglich ist. Eine Einigung bis zum Frühling liegt momentan in weitere Ferne. Ein Beschluss ist für den DFB-Bundestag im September 2019 geplant. Die neue Einteilung sollte eigentlich ab der Saison 2020/2021 greifen. Wenn es zu einer Reduzierung kommt, ist sie aber vermutlich erst ein Jahr später möglich, weil ja auch noch die Qualifikation für die neue Regionalliga ausgearbeitet werden muss.

Die Vereine der 3. Liga verweigern sich total, Vorschläge gibt es aus diesem Kreis keine – nur die Forderung, die Übergangslösung von aktuell vier Absteigern wieder auf drei zu reduzieren. Das würde auch nur drei Regionalligen darunter bedeutet. Genau dieses Modell war aber zuletzt gescheitert, weshalb 2012 ja die Fünfteilung eingeführt wurde. (pm)


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regionalliga fussball allgäu sport



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