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Landratskandidat Dr. Philipp Prestel am Rettungshubschrauber Christoph 17
(Bildquelle: Freie Wähler)
 
Kempten
Freitag, 7. März 2014

Landratskandidat Dr. Philipp Prestel bemängelt zähen Fortschritt

Neuer Standort für Christoph 17 in weiter Ferne

Seit fast zwei Jahren ist der Rettungshubschrauber Christoph 17  nur in einem Provisorium am Flugplatz in Durach stationiert. Für den Landratskandidaten der Freien Wähler Oberallgäu Dr. Philipp Prestel stellt dieser unbefriedigende Zustand ein bemerkenswertes Versagen der politisch Verantwortlichen dar. 

Seit mindestens sechs Jahren ist beim Rettungszweckverband Allgäu (dem auch die Stadt Kempten und der Landkreis Oberallgäu angehören) bekannt,  dass aufgrund der Erweiterungsbaumaßnahmen am Kemptener Klinikum ein neuer Standort für den Rettungshubschrauber Christoph 17 gebraucht wird.

Doch außer weitgehend unbrauchbarer Planungen im Kemptener Norden ist bisher nichts Zielführendes passiert. „Die Millionen-Investition für das im April 2012 errichtete provisorische Hubschrauber-Rettungszentrum (HRZ) am Duracher Flugplatz hätte man sich sparen können, wenn die Verantwort-lichen ihre Hausaufgaben rechtzeitig erledigt hätten“, kritisiert Prestel.  Nur noch verständnislos den Kopf schütteln könne er auch mit Blick auf die Energieverschwendung, weil im provisorisch errichteten Rettungszentrum zehntausende von Euro zum (Zelt-) Dach hinaus geheizt werden.

Für Prestel ist so klar „wie der Bergblick bei Föhnlage“, dass die Stadt Kempten und der Landkreis Oberallgäu mit den weiteren Beteiligten im Rettungs-zweckverband Allgäu in der Standortfrage nun schleunigst zu einer sinnvollen Entscheidung und zu einer Realisierung innerhalb der nächsten ein bis eineinhalb Jahre kommen müssen.  Für Prestel zählt dabei, dass Christoph 17 einsatztaktisch günstig liege und die meteorologischen Bedingungen (wenig Nebel, schnelle Auflösung) des Standorts passen. Daneben müsse selbstverständlich auch die Beeinträchtigung der angrenzenden Wohnbebauung bei dem anstehenden Abwägungsprozess transparent gemacht und berücksichtigt werden.  Fatal wäre es für Prestel, wenn man Christoph 17 von hier abziehen und künftig auf dem früheren Bundeswehrflugplatz in Kaufbeuren stationieren würde. Die Anflugzeiten ins Oberallgäu würden sich dadurch um mindestens zehn Minuten verlängern. „Das ist im Notfalleinsatz sehr wertvolle Zeit, die für den Erfolg der Lebensrettung entscheidend sein kann“, gibt Prestel zu bedenken, der auch eigene Rettungsdiensterfahrung hat.

Aufgrund der ungünstigen meteorologischen Bedingungen (überdurchschnittlich viele Nebelstunden) und der zu erwartenden sehr hohen Baukosten an der Iller im Kemptener Norden - der Plan sieht aufgrund der Hanglage und der Untergrundverhältnisse eine Art Pfahlbau vor -  sprechen für Prestel nicht für diesen Standort.  

Nach einem ausführlichen Gespräch mit Vertretern des Christoph 17 - Teams kann sich  Prestel auch einen Standort südlich von Kempten vorstellen, wenn in der Stadt Kempten nachweislich kein  geeigneter Platz zu finden sei. „Die Crew von Christoph 17 soll Leben retten und dazu muss der Standort des Rettungshubschraubers optimal liegen“, zeigt sich Prestel überzeugt. Ein Standort, von dem aus der Rettungshubschrauber häufig wegen Nebels nicht starten könne, sei Unsinn.

Crew-Mitglied und Rettungsassistent Gerhard Frey informiert: „Wir fliegen rund 1.700 Einsätze pro Jahr, zwei Drittel  davon gehen in südliche Richtung“. Er weiß auch, dass ein Standort für das HRZ im Bereich des Flugplatzes Durach bereits 2009 vom Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement der Universität München empfohlen worden ist. 

 


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Allgäu Kempten Rettungshubschrauber Christoph 17



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