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Der ESV Kaufbeuren bei einem Heimspiel in der neuen erdgas schwaben arena (Archiv)
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Kaufbeuren
Sonntag, 18. März 2018
ESV Kaufbeuren geht in DEL2-Play-Offs in Führung
Joker gewinnen gegen Bad Nauheim verdient mit 3:0

Vor einer ausverkauften erdgas schwaben arena ging der ESV Kaufbeuren nach einem 3:0 Sieg in der Serie gegen den EC Bad Nauheim mit 2:1 in Führung. Dazu legte der ESVK im ersten Drittel mit zwei Toren den Grundstein, jedoch hatte das Spiel mit einem völlig unnötigen Check gegen den Kopf von Cody Sylvester an Florin Ketterer einen unrühmlichen Schlusspunkt mit einer wohl längeren Verletzungspause für den Kaufberer Verteidiger. Sowohl Andi Brockmann als auch Petri Kuajala vertrauten auf die gleichen Reihenzusammenstellungen wie in den ersten beiden Aufeinandertreffen.

Die Hausherren hatten mehr von den Anfangsminuten, doch die Gäste aus Bad Nauheim nach gut 60 Sekunden die beste Möglichkeit. Mike McNamee wurde im Slot vergessen, aber seinen Schuss parierte Stefan Vajs. Danach waren es vor allem körperliche Akzente, die beide Teams setzten, denn defensiv wurden kaum Möglichkeiten zugelassen. Beim ESVK fehlte der genaue letzte Pass, der zu einem Torerfolg hätte führen können. So war es wiederum McNamee, der das erste Tor des Spiels auf dem Schläger hatte, doch sein Nachschuss auf das fast leere Tor ging deutlich vorbei. Diese verpasste Gelegenheit sollte sich dann in der zwölften Minute rächen, als Max Schäffler den Puck in der Ecke behauptete und Opolzer vom Bullykreis aus den Puck durch die Schoner von Felix Bick zum 1:0 schoss. Daraufhin nahm das Spiel deutlich an Fahrt auf und die Offensivszenen wurden mehr. In der 18. Minute musste Noureddine Bettahar wegen Checks von Hinten in die Kühlbox. Das erste Powerplay des Spiels nutzten die Joker nach einer herrlichen Kombination zum 2:0. Joona Karevaara spielte zuerst einen Pass auf den langen Pfosten, Steven Billich legte quer und Max Schmidle hielt nur noch den Schläger hin. Die Gäste aus der Wetterau versuchten, vor der Pause noch zum Tor zu kommen, doch als Dusan Frosch verzögerte und zentral vors Tor lief, verpassten seine beiden Sturmkollegen einen möglichen Nachschuss. So ging es mit einem 2:0 zum Pausentee.

Beide Mannschaften zeigten im Mittelabschnitt weiterhin ein intensives Spiel und ließen wenig zu. In der 25. Minute hatten die Nauheimer dann ihre erste Überzahl, die der ESVK mit viel Willen unbeschadet überstand. Sami Blomqvist versuchte in der 27. Minute im Nachschuss einen Bauerntrick, aber Bick machte im letzten Augenblick das Tor dicht. Auf der Gegenseite war es Marvin Ratman, der einen vielversprechenden Versuch im Slot nicht aufs Tor brachte. Der ESVK tat sich in dieser Phase schwer, was auch eine gute Gelegenheit von Sylvester unterstrich. Daher sah sich Brockmann in der 31. Minute gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Der Druck der Gäste wurde stärker, doch dies bot auch den Rot-Gelben Platz für gefährliche Konter. Ein solcher provozierte einen Wechselfehler der Hessen. Das Powerplay blieb zwar ungenutzt, doch war der ESV danach wieder besser im Spiel. Gute Chancen für unter anderem Schäffler und Schmidle waren die Folge. Da jedoch Bick und Vajs sich nicht mehr überwinden ließen, sollte es mit dem Spielstand von 2:0 ins letzte Drittel gehen.

Der Start ins Schlussdrittel für den ESVK lief nach Maß. Nach 21 Sekunden suchte Joey Lewis Charlie Sarault an der Grundlinie und der legte vors Tor auf Billich, der Bick mit der Rückhand überwand. Bei James Livingston brachte dies das Fass zum überlaufen, der zuerst an de Paly einen unkorrekten Körperangriff ausführte, bevor er ihn in einen Faustkampf zog. Die Hessen steckten trotz des Rückstands nicht auf. In der 49. Minute ging es dann heiß her. Nachdem Steven Billich einen ungeahndeten Schlag mit der Stockhand abbekam, folgten trotzdem zwei Strafzeiten gegen die Gäste wegen übertriebener Härte. In dieser kratzte Bick nach einem Schuss Blomqvists den Puck noch von der Linie. Dadurch blieb eine Vorentscheidung aus. Dies bot den Wetterauern in der 54. Minute in Überzahl die Möglichkeit zu verkürzen, doch verstrich diese ungenutzt. Neben Livingston sollten dann auch noch die Sicherungen bei deren Topscorer Cody Sylvester durchbrennen. Vier Minuten vor dem Ende checkte er Florin Ketterer gegen den Kopf, der das Spiel danach verletzungsbedingt beenden musste. Die daraus resultierende Überzahl brachte nichts Zählbares mehr. Somit endete das dritte Spiel der Serie verdient mit 3:0 für den ESV Kaufbeuren.

Bevor die Pressekonferenz began, folgte noch eine kleine Ehrung für Hauptschiedsrichter Ulrich Hatz, der nach mehr als 1.400 geleiteten Spielen am heutigen Abend seine Karriere beendete. Dabei zollte ihm das ganze Stadion Respekt.

Auf der anschließenden Pressekonferenz sprach Kujala von einem guten Auswärtsspiel, bei dem genug Chancen da waren. „Nauheim will ein bisschen schmutzig werden, aber das können wir auch", so Brockmann. „Wir werden am Dienstag bereit sein", schlussfolgerte der von dem Frustfouls sichtlich angefressene Übungsleiter, der ein Saisonende von Ketterer prognostizierte. (pm)


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eishockey allgäu esvk del2



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