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Bundespolizei deckt Scheinehe auf
26.03.2013 - 15:49
Die Bundespolizei in Lindau hat eine Scheinehe aufgedeckt. Der Schwindel kommt einem 34-jährigen Serben nun teuer zu stehen. Das Lindauer Amtsgericht verurteilte den Mann zu einer hohen Geldstrafe.
Im Auftrag der Kemptener Staatsanwaltschaft sammelten die Bundespolizisten in einem langwierigen Ermittlungsverfahren Beweise, die belegen, dass die offiziell geschlossene Ehe eines serbischen Staatsangehörigen nur aufenthaltsrechtlichen Zwecken gedient hatte. Vernehmungen im Umfeld des serbisch-bulgarischen Ehepaares und die Aufhellung der persönlichen Wohn- und Lebensumstände lieferten die Puzzleteile, die zusammengesetzt das Bild der Scheinehe vervollständigten.

Mit den vorliegenden Fakten konfrontiert, musste der Beschuldigte letztlich eingestehen, dass die im Jahr 2011 in Rumänien geschlossene Ehe einzig und allein dazu gedient hätte, an eine deutsche Aufenthaltserlaubnis heranzukommen. Einen entsprechenden Antrag hatte er beim Lindauer Landratsamt gestellt. Die gemeinsame Wohnung im Kreis Lindau sollte das Ehekonstrukt stützen. Eigenen Angaben zufolge sind er und seine „Gattin“, eine 25-jährige Rumänin, aber nur Bekannte. Einen gemeinsamen Hausstand hätten sie nie geführt, so der geständige Scheinehemann.

Das Amtsgericht in Lindau sah es als erwiesen an, dass der Serbe bei der Beantragung der Aufenthaltspapiere bewusst die eheliche Lebensgemeinschaft vorgetäuscht hatte. Er wurde wegen Erschleichens von Aufenthaltstiteln zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.700 Euro verurteilt. Die Gerichtskosten muss er außerdem tragen.

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