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Sollte es im Freien zu Notfällen kommen, droht bei aktuellen Temperaturen lebensbedrohlicher Wärmeverlust/Symbolbild
(Bildquelle: Jürgen Schwarz-Johanniter Allgäu)
 
Allgäu
Donnerstag, 18. Januar 2018

Lebensbedrohliche Kälte bei Notfällen im Freien

Der Winter zeigt in diesen Tagen wieder, was er kann. Meteorologen sagen für das Allgäu Sturm und Schnee bis ins Tiefland voraus. Die Johanniter warnen in diesem Zusammenhang: Sollte es im Freien zu Notfällen kommen, droht lebensbedrohlicher Wärmeverlust.

„Nicht nur Minustemperaturen, sondern auch Plusgrade im niedrigen zweistelligen Bereich können für Menschen, die im Freien, in Autos oder in schlecht beheizten Räumen wie Garage oder Keller verunglückt sind, gefährlich werden“, betont Denis Löhrmann, Sachgebietsleiter Ausbildung bei den Johannitern im Allgäu. „Bereits bei zehn Grad Plus kühlt der Körper sehr schnell aus, wenn man aufgrund einer Verletzung – zum Beispiel einem Sturz - oder einer plötzlich auftretenden Erkrankung bewegungsunfähig ist. Deshalb gilt es, im Notfall besonders auf am Boden liegende Personen zu achten und schnell zu handeln.“ 

Sein Rat: „Als Ersthelfer sollte man sofort den Notruf 112 wählen und dafür sorgen, dass der Betroffene nicht auskühlt.“ Die betroffene Person sollte in Wolldecken oder nicht benötige Bekleidung eingepackt und zudem in eine Rettungsdecke gewickelt werden, wie sie in jedem Verbandskasten zu finden ist. „Das Gesicht muss freibleiben. Ansonsten sollte die Rettungsdecke möglichst wenige Lücken aufweisen und vor allem nicht eng anliegen. Vielmehr muss ein Luftpolster erhalten bleiben - das gewährleistet eine gute Isolierung“, erklärt Denis Löhrmann. „Da die goldfarbene Seite der Rettungsdecke besser gesehen und in der Regel als Hilferuf verstanden wird, ist es sinnvoll, diese nach außen zu wenden.“

Sollte der Betroffene bewusstlos sein (hier ist die Unterkühlungsgefahr besonders groß!) gilt es zu prüfen, ob er oder sie normal atmet. Dann muss die Person gewärmt und in die stabile Seitenlage gebracht werden. Wenn der Bewusstlose nicht atmet, sofort mit der Herzdruckmassage beginnen und diese bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fortsetzen. „Viele Menschen fühlen sich in Sachen Erste-Hilfe sehr unsicher, etwa weil der letzte ErsteHilfe-Kurs schon Jahre zurückliegt“, weiß Denis Löhrmann. „Dabei sollte jedem bewusst sein, wie schnell man in die Lage kommen kann, Erste Hilfe leisten zu müssen. Wer dann weiß, was zu tun ist, kann unter Umständen Leben retten.“

 

 


Tags:
nötfälle aussentemperaturen wärmeverlust allgäu



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