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(Bildquelle: Pixabay)
 
Allgäu
Freitag, 16. August 2019

Gemeinsamer Brief an zwei Bundesminister

Allgäu als Vorreiter beim Klimaschutz

Der Kemptener Oberbürgermeister Thomas Kiechle und der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz haben am 12. August ein Schreiben an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller versandt. Grundsätzlich handelt der Brief davon, dass das Allgäu ein Vorreiter in Sachen Klimaschutz ist. Der Anteil an erneuerbaren Energien an Strom und Wärme sei enorm. In diesem Zusammenhang plant man nun den Bau von Windrädern um weitere CO2 Einsparungen zu ermöglichen. Der Brief wurde mit folgendem Wortlaut versandt:

"Der Landkreis Oberallgäu und die kreisfreie Stadt Kempten haben jüngst eine gemeinsame Treibhausgasbilanz erstellt und ein gemeinsames Klimaschutzleitbild für das Allgäu formuliert.  

Bereits heute ist unsere Region Vorreiter beim Klimaschutz, mit deutlich größeren Anteilen Erneuerbarer Energie an Strom und Wärme als im Bundesdurchschnitt. Trotz dieses Erfolges können wir kaum mehr Fortschritte erreichen. Neben Restriktionen des Natur- und Landschaftsschutzes ist das größte Hindernis für die Erreichung unserer Klimaschutzziele das Drehfunkfeuer der Deutschen Flugsicherung in Kempten mit einem pauschalen Schutzradius von 15 Kilometern darum herum. Damit sind weitere Windkraftanlagen in unserer Region weitestgehend ausgeschlossen. 
 
Wir beziehen uns auf den Beschluss der 92. Umweltministerkonferenz vom 10. Mai 2019 zu dieser Thematik und ein entsprechendes Gutachten des Bundesverband WindEnergie. Wir bitten Sie, den Beschluss der Umweltministerkonferenz im Rahmen Ihrer Möglichkeiten zu unterstützen. Genehmigungsspielräume werden in Deutschland zu Lasten der Windenergie nicht genutzt. Dies sollte sich auf Bundesebene ändern. Wir bitten Sie, sich dafür einzusetzen.
 
Das südliche Allgäu kann seine Klimaschutzziele vor Ort nicht erreichen ohne Anpassungen dieser Rahmenbedingung. Die Stadt Kempten ist auf die Versorgung durch die umgebende Region angewiesen.
 
Windkraft könnte in unserer Region eine wichtige Rolle spielen. Die regionale Wertschöpfung der beiden letzten genehmigten Windkraftanlagen liegt nach Angaben der Betreiber (Wildkraft GmbH & Co. KG, Wildpoldsried) nach den ersten drei Jahresabschlüssen für die Gesellschafter und Grundstücksverpächter bei € 1.474.000.-. Nach drei Geschäftsjahren konnten bislang auch 42% bzw. € 1.490.960.- an die Gesellschafter aus den Gemeinden zurück überwiesen werden. Die Zahlungen für Ausgleichsmaßnahmen im Naturschutzbereich betrugen für die zwei Windkraftanlagen € 74.160.-.
 
Anträge für acht weitere Anlagen liegen seit rund fünf Jahren auf Grund des Einspruches der Deutschen Flugsicherung auf Eis. Die den Gesellschaftern und Verpächtern in der Region dadurch entgangene jährliche Wertschöpfung beziffert die Wildkraft GmbH und Co. KG auf € 1.818.279.-; die verhinderte CO2-Einsparung summiert sich auf rund 50.000 Tonnen CO2 im Jahr.

Für mindestens noch einmal 13 Anlagen bestünde allein im Oberallgäu zusätzlich Ausbaupotenzial.

Für Ihr Engagement in dieser Sache sowie für Ihre tägliche Arbeit in den politischen Gremien auf allen Ebenen danken wir herzlich."


Tags:
Klimaschutz Windräder Erneuerbare Energie



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