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Verbesserungen rund ums Hutmuseum geplant
29.02.2012 - 08:06
Die Stadt Lindenberg im Allgäu gilt bekanntlich als die Hutstadt. Selbstverständlich, dass es dort auch ein Hutmuseum gibt. Die Besucherzahlen können sich auf jeden Fall sehen lassen.
In den vergangenen 10 Jahren ist eine beachtliche Sammlung entstanden. Kein "alter Hut" - weder in der Region, noch darüber hinaus. Denn das Hutmuseum lockt nicht nur Einheimische, sondern auch den einen oder anderen Touristen in die westallgäuer Stadt. Das freut auch Bürgermeister Johann Zeh: "Man erfährt eigentlich alles über die Hutproduktion, angefangen vom Stroh bis zum Strohhut, vom Hasenhaar bis zum Filzhut."

Das Besondere: es werden sämtliche Produktionsschritte erklärt. Natürlich darf in einem Museum die Geschichte nicht zu kurz kommen und diese ist direkt mit der Stadt Lindenberg verwurzelt, so Bürgermeister Zeh. "Lindenbergs Geschichte hängt stark von den Hüten ab und nur durch sie sind wir das geworden, was wir jetzt sind: eine Stadt". Doch wie kam Lindenberg auf den Hut oder der Hut nach Lindenberg. Der Bürgermeister klärt auf: "Früher gab es hier Pferdeknechte oder Bauern, die in Norddeutschland Pferde eingesammelt und in Italien wieder verkauft haben. Eine Sage spricht davon, dass bei einem dieser Transporte ein Pferdeknecht von einem dieser Pferde geschlagne wurde und dadurch in Italien überwintern musste. Dort lernte er das Strohhutflechten. Diese Fertigkeit brachte er mit nach Lindenberg und aus der kleinen Produktion wurde schließlich ein industrieller Prozess. Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Lindenberg so das Hutherstellungszentrum in Deutschland."

Die Besucherzahlen schwanken zwischen drei- und viertausend pro Jahr. Klingt im ersten Moment vielleicht wenig, doch die Ursachen dafür sind schnell erklärt: die unregelmäßigen Öffnungszeiten sowie die derzeitigen Lage des Museums im Obergeschoss einer alten Hutfabrik sind nicht optimal. Hier soll sich jetzt einiges ändern: "Wir sind dabei ein neues Hutmuseum zu schaffen, dass eine stattliche Größe hat und wo auch die gesamte Ausstellung mit einem Aufzug erreicht werden kann. Gerade für ältere Leute wird das Hutmuseum dann besser begehbar und ich denke, dass wir hier in Zukunft eine ganz tolle Einrichtung bekommen", so der Lindenberger Bürgermeister Johann Zeh.

Nach der Stadtratssitzung am vergangenen Montag wird das Hutmuseum den Stadtrat aber auch in den nächsten Treffen noch weiter beschäftigen.

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