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Tödlicher Motorradunfall durch Ölfleck: Neue Zeugin bringt Ermittler entscheidend weiter
09.11.2012 - 13:22
Wo hat sie nur so lange gesteckt? - eine neue Zeugin hat die Ermittler nach dem tödlichen Motorradunfall vor über eineinhalb Jahren bei Markt Rettenbach im Unterallgäu entscheidend weiter gebracht.
Wegen einer Öllache hatte ein 37-jähriger Familienvater am 17.April 2011 die Kontrolle über seine Maschine verloren und war frontal in den Gegenverkehr geprallt. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Jetzt kommt heraus: der oder die Täter hatten die Öllache nicht nur in einem Zeitraum von rund zehn Minuten vor dem tödlichen Unfall angebracht, sie dürften auch bereits auf der Rückfahrt gewesen sein, als sich der Unfall gegen 17 Uhr ereignet hatte. Vermutlich hielten der oder die Täter sogar an und hatten sich noch an der Unfallstelle aufgehalten.

Hintergrund sind die Aussagen einer Zeugin, die erst jetzt zum Unfall ausgesagt hat. Anhand deren Aussage wird die bisherige Annahme der ermittelnden Beamten, dass die Reihenfolge der Aufbringung der zehn Öllachen von Nord nach Süd erfolgte (gemäß der Nummerierung auf der Karte - siehe Bildergalerie weiter unten) bestätigt.

Kriminalpolizei sucht Personen, die am Unfallort waren
Jetzt benötigt die Kriminalpolizei Kempten, die den Fall inzwischen übernommen hat, dringend Aussagen zu allen Personen, die sich zum Unfallzeitpunkt vor Ort zwischen Markt Rettenbach und Ottobeuren befanden. Insbesondere werden alle Personen gebeten sich bei der Kripo Kempten zu melden die nach dem Unfall im Zeitraum bis zur vollständigen Sperrung der Strecke an der Unfallstelle vorbeifuhren, an die Unfallstelle gelangten und dort warten mussten, im Zusammenhang mit dem Unfall in dem Bereich der Unfallstelle fotografiert haben und auf diesen Bildern Personen oder Fahrzeuge abgebildet sind.

Die weiteren Maßnahmen, darunter eine Auslobung von 50.000 Euro (darunter insgesamt 45.000 Euro durch zwei Privatpersonen), führten bisher nicht zur Ermittlung des oder der Täter. Derzeit läuft aufgrund eines richterlichen Beschlusses eine DNA-Reihenuntersuchung bei mehreren hundert Männern aus der Region.

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