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Bürger entscheiden: Kliniken sollen getrennt in die Zukunft gehen
13.02.2012 - 06:05
Die Kliniken Ostallgäu und das Krankenhaus in Kaufbeuren sollen in Zukunft getrennte Wege gehen.
Das haben die Wählerinnen und Wähler in Form eines Bürgerentscheids am gestrigen Sonntag entschieden. Entscheidend war die Stichfrage: hier sprachen sich fast 53,5 Prozent der Stimmen für einen Erhalt der vier Kreiskliniken und eine Trennung von Kaufbeuren aus. Der ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut: "Wir werden jetzt natürlich dieses Ergebnis akzeptieren. Der Kreistag ist damit letztlich festgelegt einen Antrag an den Verwaltungsrat zu stellen, um auszutreten, das Kommunalunternehmen aufzulösen. Das wird jetzt noch einige Gespräche nach sich ziehen. Wenn der Verwaltungsrat zustimmt, müsste noch Kaufbeuren gehört werden. Wenn der Verwaltungsrat oder die Stadt Kaufbeuren ablehnen, gibt es keine Möglichkeit aus dem Verbund auszutreten."

Die Sprecherin der Bürgerinitiative, die den Bürgerentscheid herbeigeführt, Ulrike Propach: "Es wird sicherlich mehrere Sachen zu tun gehen. Jetzt hat der Kreistag das Los zugespielt bekommen, also es nicht wegzudeligieren an einen geheim abstimmenden Verwaltungsrat. Und das andere ist, dass natürlich die Gruppierung rund um dieses Bürgerbegehren, wo unser Förderverein des Krankenhauses Marktoberdorf dazu gehört, dass wir uns inhaltlich weiter einbringen werden."

Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 34,5 Prozent. Die Entscheidung hatte beeinflusst, dass in Martoberdorf vergleichsweise viele zur Abstimmung gegangen waren, in Füssen oder Buchloe beinahe nur die Hälfte.

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