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Das neu gewählte Vorstandsteam der CSU Kaufbeuren
(Bildquelle: CSU Kaufbeuren)
 
Ostallgäu - Kaufbeuren
Donnerstag, 4. April 2019

Stephan Stracke bleibt Ortsvorsitzender in Kaufbeuren

CSU-Kaufbeuren stellt sich personell auf für die Kommunalwahl

Die CSU-Kaufbeuren hatte am 29. März zu ihrer Ortshauptversammlung in den Kolpingsaal eingeladen. Neben Berichten des Ortsvorsitzenden, des Schatzmeisters, von Oberbürgermeister Stefan Bosse und des Vorsitzenden der CSU-Stadtratsfraktion Dr. Thomas Jahn standen die Neuwahlen der Vorstandschaft im Mittelpunkt der Versammlung.

Dass Kaufbeuren hervorragend aufgestellt ist, betonte der Ortsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke in seiner Eingangsrede. Dies sei vor allem Oberbürgermeister Stefan Bosse zu verdanken, "der unermüdlich alle Chancen auslotet und ergreift, um die Stadt weiter voranzubringen". Stracke nannte in diesem Zusammenhang den vierspurigen Ausbau der B12, die Weiterentwicklung Kaufbeurens zur Familienstadt, die Sanierung der Fußgängerzone sowie die erfreuliche finanzielle Entwicklung des Klinikums. Bei Letzterem habe sich das Blatt signifikant gewendet. Defiziten aus vorangegangenen Jahren von bis zu 14 Millionen Euro stünde nun absehbar eine "schwarze Null" gegenüber. Insgesamt befindet sich die Kliniklandschaft in Schwaben im Umbruch, erklärte Stracke mit Blick auf das neue Universitätsklinikum in Augsburg und die Fusionsgespräche zwischen den Kliniken im Oberallgäu und im Unterallgäu. "Der Wettbewerb um die beste Versorgungsqualität und um Fachkräfte wird sich weiter verschärfen." Umso positiver sei es deshalb, dass das Ostallgäu alle Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Augsburg auslotet.

Beim Thema Bahn bekräftigte Stracke die Forderung, dass das gesamte Allgäu elektrifiziert werden müsse und die Direktverbindungen nach München und Augsburg so gut wie möglich bleiben müssten. Da die Elektrifizierung allerdings einen langen Atem und viel Geld benötige, böte es sich an, auf hybride Zugsysteme unter Einsatz von Wasserstofftechnologie zu setzen. "Das Allgäu wäre hierfür eine optimale Modellregion", meinte Stracke. Beim Bundeswehrstandort Kaufbeuren werde nach Einschätzung Strackes vieles davon abhängen, ob sich die Bundeswehr für eine dezentrale Ausbildung oder weiterhin für eine Schule hier am Standort entscheidet. "Eine zentrale Ausbildungseinheit am Standort Kaufbeuren hat unbestritten Vorteile. Dies habe ich auch bei meinem jüngsten Treffen mit Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen verdeutlicht", so der Abgeordnete.

In seinem anschließenden Bericht zur Entwicklung Kaufbeurens sprach der Oberbürgermeister unter anderem neue Konzepte für mehr Grün und mehr Aufenthaltsqualität in der Altstadt an. Davon werde auch der Einzelhandel profitieren, der derzeit aufgrund des veränderten Einkaufsverhaltens der Konsumenten unter Druck geraten sei. Die Stadt setze auf Vernetzung der verschiedenen Einkaufszonen, unter anderem denke man beispielsweise an einen Citybus. Dies solle zunächst im neuen Innenstadtbeirat diskutiert werden. Kaufbeuren wachse pro Jahr um rund ein Prozent. Dies bringe eine Fülle von infrastrukturellen Aufgaben mit sich. Bei der Schaffung von Wohnraum dürfe Kaufbeuren nicht die Bürger mit mittlerem Einkommen aus dem Blick verlieren. Auf sehr gutem Wege sei man mit dem Klinikum und mit VWEW. Bosse dankte abschließend dem starken Team an seiner Seite mit den Abgeordneten aus Bund und Land, den Bürgermeistern und der CSU-Stadtratsfraktion. Man stehe zusammen, auch bei Gegenwind.

Den Gedanken des Zusammenstehens griff CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Jahn in seinem Bericht aus der Stadtratsfraktion auf. Die CSU-Fraktion habe in den letzten fünf Jahren seit der Wahl Kurs gehalten und die richtigen Entscheidungen getroffen. So wurde soeben auch der Haushalt einstimmig verabschiedet, "ein Haushalt, der maßgeblich die Handschrift der CSU trägt". Die CSU zeichne sich durch unideologische und bürgerorientierte Lösungen aus, die technisch machbar und finanzierbar seien. Dies ließe sich nicht von allen bürgerlichen Parteien behaupten, so Jahn.

 

Neuwahlen - bewährtes Team

Wenig Veränderung in der Zusammensetzung der Ortsvorstandschaft brachten die Neuwahlen. So bleibt Stephan Stracke weiterhin Ortsvorsitzender. Seine Stellvertreter sind - ebenfalls in bewährter Form - Julia Constance von Stillfried, Gertrud Gellings und Ulf Jäkel. Zum Schatzmeister wurde wieder Matthias Queisser gewählt. Geschäftsführerin und Schriftführerin in Personalunion ist Ulrike Seidl. Neu im Amt der Kassenprüfer sind Klaus Scheidl und Christian Demel. Zu Beisitzern gewählt wurden Johannes Böckler, Gerhard Bucher, Sigrid Chmiel, Helmut Folter, Joachim Joanni, Gerhard Limmer, Sylwia Pohl, Ernst Schönhaar und Dr. Cordula von der Ropp. (pm)


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