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Kliniken Ostallgäu: Geriatrie bleibt vorerst in Füssen - Bettentrakt-Bau verschoben
27.02.2013 - 13:58
Die Verlegung der Geriatrie von Füssen nach Obergünzburg wird auf Eis gelegt. "Vorerst bleibe diese in Füssen", heißt es nach der Verwaltungsratssitzung von Seiten der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren.
Hintergrund: Der gesamte Klinikverbund ist in einer schwierigen Lage. "Zwar würden aktuelle Hochrechnungen für den Jahresabschluss 2012 deutlich schlechtere Ergebnisse als geplant bestätigen. Die Analyse des Vorstands zeige aber, dass er die Probleme identifiziert habe und Lösungsmöglichkeiten vorschlage", so der Verwaltungsratsvorsitzende und ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut.

Der Vorstand legte einen umfassenden Beschlussvorschlag zu ersten grundlegenden Maßnahmen vor, den der Verwaltungsrat beschlossen hat. Er beauftragte den Vorstand weiterhin einmütig, ein "tragfähiges, prüffähiges und dauerhaftes Sanierungskonzept" auszuarbeiten. Der Verwaltungsrat war sich einig, dass dieses Konzept den Umschwung vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht bringen muss.

Damit Vorstand und Klinikleitungen handlungsfähig sind, wurde der Wirtschaftsplan 2013 mit einem geplanten Defizit von 11, 7 Mio. Euro einstimmig beschlossen, auch wenn dieser Betrag noch nicht die notwendigen Sanierungsmaßnahmen umfasst. Sobald das Sanierungskonzept durch den Verwaltungsrat verabschiedet ist, wird der Wirtschaftsplan 2013 entsprechend angepasst werden. "Insoweit können die jetzigen Zahlen nur vorläufig sein", verweist der Verwaltungsratsvorsitzende auf die anstehenden Sanierungsentscheidungen.

Eingehend diskutiert wurde die Kliniksanierung Füssen. "Der Neubau muss kommen", so der Verwaltungsratsvorsitzende. Aufgrund der derzeitigen Defizitsituation jedoch hat der Verwaltungsrat beschlossen, den Bau des Bettentrakts um zwei Jahre zu verschieben. Einhergehend damit bleibe die Geriatrische Rehabilitation vorerst auch in Füssen.

"Jetzt gilt es, die Ärmel hochzukrempeln", so Vorstand Dr. Ostwald, der die Zusammenarbeit mit dem Gremium als sehr positiv empfunden hat. "Gemeinsam mit den hoch motivierten Klinikmitarbeitern und Unterstützung aus der Politik können wir das Unternehmen wieder auf Kurs bringen", blickt der neue Vorstand zuversichtlich in die Zukunft. Es solle sich jedoch niemand Illusionen machen, dass dies ohne tiefgreifende Einschnitte von statten gehen kann. "Alle Beteiligten müssen Willens sein, Entscheidungen jenseits von Partikularinteressen zum Wohle des Unternehmens zu treffen", so Vorstand Dr. Ostwald.

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