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Die Bayerische Regiobahn rechnet mit Problemen rund um den Betriebsstart im Allgäu
(Bildquelle: Bayerische Regiobahn)
 
Ostallgäu - Füssen
Freitag, 23. November 2018
Bayerische Regiobahn im Allgäu mit Problemen
Deutsche Bahn verlängert Baumaßnahme

Die Verlängerung der Bauarbeiten der DB Netz AG im Zusammenhang mit der Elektrifizierung des Allgäus verursachen Komplikationen zum Betriebsstart der Bayerischen Regiobahn im Ostallgäu. Die verspätete Bereitstellung des Baufahrplans bringt Planungsunsicherheit, teilt das Unternehmen am Freitagnachmittag mit. Durch de Verlängerung der Baumaßnahme drohen erhebliche Verspätungen und Zugausfälle, heißt es von Seiten der BRB.

Die Bayerische Regiobahn, die bereits seit 2008 die Strecken zwischen Augsburg und Ingolstadt bzw. Eichstätt sowie zwischen Augsburg, Weilheim und Schongau betreibt, wird am 9.12.2018 die Strecken der „Ostallgäu-Lechfeld-Bahn“ (Dieselnetz Augsburg I) in Betrieb nehmen. Bereits seit Mitte des Jahres stehen die fabrikneuen Fahrzeuge bereit, die auf den Strecken zwischen München und Füssen, Augsburg und Füssen und Augsburg und Landsberg am Lech zum Einsatz kommen. Seit dem 12.11.2018 fährt die BRB auch bereits einzelne Zugleistungen im Auftrag der DB Regio Bayern auf diesen neuen Strecken. Für den Betriebsstart steht ausreichend Personal zur Verfügung und das Vertriebssystem über eigene Automaten an nahezu allen Stationen ist betriebsbereit.

Erst am 15.11.2018  - nur dreieinhalb Wochen vor Betriebsstart -  informierte die DB Netz AG, die für die Eisenbahninfrastruktur verantwortlich ist, über die konkreten Auswirkungen der Verlängerung der Baumaßnahmen. Diese haben für die BRB zur Folge, dass Züge massiv verspätet sind bzw. ausfallen müssen. Urspünglich sollte die Baumaßnahme, die im Zusammenhang mit der Elektrifizierung des Allgäus steht, zum Fahrplan- und Betreiberwechsel am 9.12.2018 beendet sein.

„Wir haben zwar Verständnis dafür, dass diese Bauarbeiten für die DB Netz AG von hoher Wichtigkeit sind, nicht aber dafür, dass unsere Fahrgäste und wir dafür die Leidtragenden sein sollen und uns somit ein reibungsloser Betriebsstart unnötig erschwert wird“, so Fabian Amini, Geschäftsführer der Bayerischen Regiobahn GmbH. „Streng geregelte Prozesse schreiben eine Information mit 24 Wochen Vorlauf vor, damit wir entsprechend umplanen und einen stabilen Betrieb sicherstellen können. Dass die Information nun erst dreieinhalb Wochen vor unserer Betriebsaufnahme erfolgte, zeugt leider erneut von misslungenem Baustellenmanagement und verspäteter Kommunikation seitens der DB Netz AG.“ Die Bayerische Regiobahn behält sich diesbezüglich rechtliche Schritte vor.

Tobias Heinemann, Sprecher der Geschäftsführung der Transdev GmbH ergänzt: „Wir sehen uns als Unternehmensgruppe bereits zum zweiten Mal mit solch einer Situation zum Betriebsstart konfrontiert. Als wir mit der Mitteldeutschen Regiobahn das Netz Leipzig-Chemnitz in Betrieb genommen haben, wurde seitens der DB Netz AG eine Baumaßnahme kurzfristig abgesagt und dann in das erste Jahr unseres Betriebes verschoben. Dies ist Fahrgästen nicht zuzumuten. Der erste Eindruck ist entscheidend und unser Verhältnis zu den Fahrgästen wird dadurch schon zu Beginn belastet.“

Auch im Netz Meridian der Bayerischen Oberlandbahn GmbH hatten Bauarbeiten der DB Netz AG über Monate Fahrgästen und Mitarbeitern das Äußerste abverlangt. Erst nach zahlreichen und konstruktiven Gesprächen zeigten sich Verbesserungen im Hinblick auf Planung und Durchführung von Baumaßnahmen. (pm)


Tags:
regiobahn bayern allgäu bahn



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