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Sozialpolitischen Sprecherin der Grünen besucht Rockzipfel in Sonthofen
11.04.2013 - 06:50
Beeindruckt zeigten sich die Grünen Landtagsabgeordneten Adi Sprinkart und Thomas Gehring, nachdem sie mit der sozial und familienpolitischen Sprecherin Ihrer Fraktion, Renate Ackermann, das Familienzentrum Rockzipfel in Sonthofen besucht hatten, das sich im Laufe der Jahre durch viel Eigeninitiative und ehrenamtliches Engagement zu einem großen, lebendigen Familienzentrum entwickelt hat.
Nach einem kurzen Überblick über das vielfältige Angebot von offenen Treffs über Eltern-Kind-Gruppen bis hin zur Mittagsbetreuung und Essensausgabe an Schulen, schilderte die pädagogische Geschäftsleitung Martina Haugg die Herausforderungen, vor denen junge Familien heute stehen. Eine besondere Belastung für das Familienmanagement und die Organisation der Kinderbetreuung entstehe z.B. durch das hohe Maß an Flexibilität, das seitens der Arbeitswelt gefordert wird. „Zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf brauchen wir flexiblere Betreuungszeiten und eine Arbeitswelt, die sich mit flexiblen Angeboten an die Bedürfnisse der Familien anpasst“, sind sich die drei Grünen Abgeordneten einig. Sprinkart sieht hier die öffentlichen Arbeitgeber in ihrer Vorbildfunktion auf dem richtigen Weg, der noch deutlich ausbaufähig ist.

Die Träger von Betreuungseinrichtungen stehen häufig vor dem Problem, dass die Infrastruktur mit dem kontinuierlich steigenden Betreuungsbedarf nicht mithalten kann. „Der Landeszuschuss für Schulbauten liegt bei 35 bis 40%, während der Straßenbau bis fast 80% gefördert wird“, ist Gehring hier keineswegs überrascht.

Ackermann weist darauf hin, dass der Nachtragshaushalt, das sogenannte Bildungsfinanzierungsgesetz ein Entgegenkommen an die FDP für die Zustimmung zur Abschaffung der Studienbeiträge sei und alte grüne Forderungen enthalte wie z.B. die Abschaffung des Schulgelds für Altenpflegeschulen.

Zentrumsleitung Grit Cecco-Sutter thematisierte die Bedeutung und gesellschaftliche Akzeptanz des Ehrenamts. „Ehrenamt wird in der Familie vorgelebt“, so Gehring. „Das soziale Ehrenamt hat noch lange nicht den Stellenwert, den es haben müsste“, bedauert Sprinkart. „Wir werden auf Dauer die Pflege ohne ehrenamtliche Hilfe nicht organisieren können“, ist Ackermann überzeugt. (pm)

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