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Eishockey: Verein reagiert nach Gewaltattacken
07.03.2012 - 10:42
Nach Gewaltattacken von Eishockeyfans aus Sonthofen in Schweinfurt, kündigt der Verein ein konsequentes Vorgehen gegen die betreffenden Personen an.
"Der Eishockey- Bayernligist ERC Sonthofen zeigt sich zutiefst erschüttert nach den Attacken einzelner Fans gegen Sicherheitskräfte und Polizeibeamte während des Halbfinalspiels am Sonntagabend in Schweinfurt", heißt es in einer Pressemitteilung. Gleichzeitig kündigt der Verein eine harte Gangart gegen die handelnden Personen an. Einige wenige, so genannte "ERC-Anhänger", hatten eine Rauchbombe und Feuerwerk im Stadion der Schweinfurter Mighty Dogs gezündet und damit Sicherheitskräfte verletzt.

Vorstand Mike Henkel: "In diesen Fällen reicht eine Verurteilung der Taten nicht aus, wir werden definitiv handeln. Von Seiten der Schweinfurter Polizei sind uns fünf Personen genannt worden, gegen die strafrechtlich ermittelt wird. Bis zum Abschluss der Ermittlungen erhalten alle fünf Betroffenen ein Stadionverbot in der Sonthofer Eissporthalle ausgesprochen". Auch nach den Ermittlungen werden diese in jedem Fall aufrecht erhalten, sofern sich der jetzige Tatverdacht gegen die Betreffenden bestätigt. "Wir haben bereits Rücksprache mit der Stadt Sonthofen, als Betreiber unseres Stadions, der örtlichen Polizei und unserem Sicherheitsdienst gehalten. Noch in den nächsten Tagen folgen Gespräche mit den Vertretern der verschiedenen Fanclubs - auch eine Detailabstimmung mit unserem Sicherheitsdienst wird es geben".

Inzwischen hat sich auch der Bayerische Eishockeyverband eingeschaltet. Dem ERC Sonthofen wurden Sanktionen angedroht, sollten sich am Freitag solche Vorfälle in der Sonthofer Eissporthalle wiederholen. Auch der Verband verurteilt die Vorfälle in Schweinfurt auf das Schärfste, wie Eishockeyobmann Rudi Häberlein in einem Schreiben an den ERC- Vorstand mitteilte.

Der Verein stellt allerdings klar, dass es sich bei den Gewalttätern um Einzelpersonen und nicht um "die Masse an ERC-Fans" handelt. "Wir sprechen hier von fünf aktiv beteiligten Personen, hunderte Fans waren aus Sonthofen mit im Stadion", so Henkel. Rückendeckung bekommt der ERC Sonthofen auch von Seiten der Schweinfurter Mighty Dogs. Der sportliche Leiter Steffen Reiser sagte: "Das hat nichts mit dem ERC Sonthofen als Verein zu tun. Das sind Einzeltäter, die es bei nahezu jedem Club gibt. Diese müssen wir gemeinsam ausfiltern. Es ist sehr schade, dass einige wenige Personen so ein schlechtes Licht auf den ERC Sonthofen werfen".

Vertreter der Fanclubs haben sich inzwischen in einem Brief an die ERC- Verantwortlichen gewandt und ebenfalls klargestellt, dass sie sich von den Taten klar und deutlich distanzieren. Der ERC Sonthofen stellt zudem klar, dass Pyrotechnik, Rauchbomben und Gewalt in jeglicher Form nichts in einem Sportstadion zu suchen hat. "Wir werden alles daran setzen, dass sich so etwas nicht wiederholt", so Vorstand Mike Henkel abschließend.

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