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Eishockey: "Alles oder Nichts" - Der ERC Sonthofen muss am Abend gewinnen
28.03.2013 - 08:16
Im vierten Finalspiel um die Meisterschaft in der Eishockey-Bayernliga könnte es eine Entscheidung geben. Sonthofen liegt 1:2 nach drei Partien zurück. Verliert der ERC am Abend in Bayreuth, war es das mit den Träumen von einem Aufstieg.
Der ERC Sonthofen hatte in der Vorrunde der Eishockey-Bayernliga beinahe ein echtes Luxusproblem. Fast konnte sich die Mannschaft von Harald und Peter Waibel das Endergebnis der jeweiligen Spiele schon im Vorfeld aussuchen - so kam es manchem Fan schon vor. Doch jetzt ist alles anders: Zum ersten Mal diese Saison werden die Oberallgäuer Bulls richtig gefordert, haben einen ebenbürtigen Gegner. Plötzlich bemerken die Anhänger, dass ihr Team nicht mehr so spritzig wirkt wie bis zu Beginn der Finalspiele. Doch setzte der Prozess schon vorher ein? Schließlich konnte sogar Memmingen im Halbfinale den Sonthofern halbwegs Paroli bieten. Während der Saison waren die Oberallgäuer dagegen drückend überlegen. Klar gelten in den Play-Offs andere Gesetze, Fakt ist aber: kriegen die „Bulls“ heute Abend nicht den Kopf frei, ist der Traum vom Aufstieg nicht nur vorbei, sondern bitter gescheitert.

Doch was stimmt allgemein nicht im Umfeld? Waren Spiele vor wenigen Jahren ausverkauft und sogar deutlich überzeichnet, kriegt der ERC das Stadion inzwischen sogar bei Finalspielen nicht mehr bis auf den letzten Platz gefüllt. Einer Frage, der die Verantwortlichen nach der Saison sicher nachgehen werden. Dass die Gastmannschaften nicht gerade überschwänglich viele Fans mitbrachten, ist sicher ein Punkt, aber vermutlich nicht der einzige.

Zurück zum Spiel: Psychologisch liegt der Vorteil heute jedenfalls ganz klar bei Bayreuth. Die Tigers können am Abend die Meisterschaft vor rund 3.000 Zuschauern im heimischen Stadion perfekt machen. Nur mit echtem Kampf und einer geschlossenen Mannschaftsleistung kann der ERC Sonthofen das Ruder noch herumreißen. Wenn nicht, war die Aufbauarbeit der vergangenen Jahre sicher nicht umsonst, doch der Glanz wird langsam bröckeln. Fans kündigten schon vor Monaten und Jahren an, bei einem erneuten Nichtaufstieg nicht mehr auf jedes Auswärtsspiel zu fahren. Auch auf die Zuschauerzahlen bei Heimspielen in der nächsten Bayernligasaison dürfte man gespannt sein. Fast möchte man dem Team zurufen: Nur noch zwei Siege, dann ist alles in bester Ordnung. Wir drücken jedenfalls die Daumen.

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