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Hohes Einsatzaufkommen für Bergwacht
23.08.2012 - 16:38
Eine ganze Reihe von Wanderern, Kletterern und Bergsteigern wurden am Sonntag bei verschiedenen Einsätzen von der Bergwacht Oberstdorf gerettet. Das hat die Bergwacht heute bekannt gegeben.
Ein 50-jähriger Kletterer war beim Abstieg über den Nordwestgrat der Trettach verunglückt. Über ihm löste sich ein größerer Stein, der ihn direkt auf seinem Rucksack traf. Dabei wurde er aus der Wand gerissen. Dank eines Reflexes konnte er mit Händen und Füssen den weiteren Absturz nach wenigen Metern abfangen. Die Hauptlast kam dabei auf sein rechtes Bein und ein Abriss der Achillessehne war die Folge. Der weitere Abstieg war für ihn nicht mehr möglich. Der Einsatzleiter der Bergwacht gelangte mit dem Rettungshubschrauber CHR 17 am Bergetau direkt zur Unfallstelle wo er den Patienten sichern und aufnehmen konnte.

Am Mindelheimer Klettersteig bekam ein 30-jähriger Mann zwischen dem mittleren und südlichen Schafalpenkopf massive Kreislaufprobleme und konnte den weiteren Weg über den Mindelheimer Klettersteig nicht mehr fortsetzen. Wieder war es der Rettungshubschrauber CHR 17 der den Bergretter am Grat des Klettersteiges absetze, wo er den Patienten zur Aufnahme mit dem Tau vorbereiten konnte. Patient, Bergretter und die Angehörige wurden zusammen am Bergetau zum Landeplatz an der Rettungswache der Bergwacht Oberstdorf geflogen.

Zu zwei weiteren Einsätzen kam es am Nebelhorn und bei einer Tour über das Laufbacher Eck. Eine 42-jährige hatte am Latschenhang am Nebelhorn mit Kreislaufproblemen zu kämpfen. Nach Versorgung durch die Bergwacht und den Notarzt vom Rettungshubschrauber RK 2 wurde sie ins Krankenhaus geflogen. Auf Grund von Knieproblemen konnte ein 72-jähriger Wanderer den Abstieg ins Oytal nach seiner langen Tour nicht mehr fortsetzen. Mit dem Rettungsfahrzeug der Bergwacht erfolgt der notwendige Transport ins Tal.

An der Trettach waren dann die Bergretter ein zweites mal gefragt. Eine 53-jährige Klettererin war beim Abstieg von der Trettachspitze über den Nordwestgrat von der richtigen Route abgekommen. Sie war zu weit in die Nordwand der Trettach abgeklettert, wo sie nicht mehr vor- oder zurück kam. Zwei junge Bergsteiger aus Oberstdorf erkannten die Notlage der Frau und versuchten ihr zu helfen. Sie seilten sich zu ihr ab um sie zu sichern und versuchten den weiteren Abstieg zum Wandfuß mit Abseilen fortzusetzen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit war es aber nicht mehr möglich den Abstieg bei Tageslicht zu bewältigen. Gerade noch rechtzeitig alarmierten sie die Bergwacht Oberstdorf, die mit Unterstützung des Rettungshubschraubers CHR 17 einen Erkundungsflug zur Unfallstelle durchführte. Geplant war zwei Bergretter mit Material oberhalb der Einsatzstelle abzusetzen und mit 200 Meter langen Statikseilen zu den drei Personen zu gelangen. Beim Erkundungsflug wurde erkannt, dass es evtl. möglich sein müsste direkt zur Einsatzstelle mit dem 50 Meter langen Bergetau zu gelangen. Dies wurde dann von der erfahrenen Pilotin mit einem Bergretter erfolgreich versucht. Zuerst konnte die Frau aufgenommen werden, bevor in einem zweiten Anfluge die beiden anderen Kletterer abgeholt und zurück zum Landeplatz gebracht wurden. Nach einer notwendigen Betankung aus dem Tankanhänger der Bergwacht Oberstdorf, konnte der Rettungshubschrauber CHR 17 im letzten Tageslicht seinen Heimflug nach Kempten antreten.

Zwei weitere Alarmierungen wegen vermisster Personen konnten noch am Abend und in der Nacht erfolgreich ohne größeren Aufwand geklärt werden. Eine Oberstdorfer Vermieterin hatte eine Mutter mit Kind als vermisst gemeldet. Gegen 23:00 Uhr konnte aber Entwarnung gegeben werden da beide wohlauf zur Unterkunft zurückgekehrt waren. Ein Familienvater hatte die Bergwacht alarmiert, da Sohn mit Freundin am späten Abend noch nicht vom Heilbronner Weg zurückgekehrt waren. Nach zahlreichen Telefonaten und Abklärung durch die Kollegen der Polizei Oberstdorf wurden die beiden auf der Rappenseehütte ausfindig gemacht.

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