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Die Damen Mannschaft
(Bildquelle: Alwin Zwibel)
 
Memmingen
Dienstag, 27. September 2022

Memmingen Indians Frauen freuen sich auf neue Saison

Vorfreude herrscht bei den Memminger Eishockeyfrauen vor dem Start in ihre 20. Bundesliga Saison. Ganz im Gegensatz zum Vorjahr, als man zu Saisonbeginn oft nur mit einem Minikader antreten konnte, stehen diesmal zwanzig Feldspielerinnen und vier Torfrauen zur Verfügung. Die Kabine ist gut gefüllt, das Training über den Sommer war anspruchsvoll und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison sind gegeben.

Die letzte Saison begann desaströs für die Memmingerinnen. Fünf von sechs Nationalspielerinnen kamen verletzt von der Weltmeisterschaft in Kanada Ende August zurück. Am schlimmsten hatte es dabei Carina Strobel erwischt, die 2020/21 kein einziges Spiel absolvieren konnte. Dazu fielen lange Zeit Kapitänin Daria Gleissner und ebenfalls komplett Rekordnationalspielerin Andrea Lanzl aus. Aber die Mannschaft zeigte enorme Kämpferqualitäten und belegte am Ende der Hauptrunde Platz zwei. Im Halbfinale wurde Mannheim bezwungen, aber im Finale zog man in vier Spielen gegen Ingolstadt den Kürzeren. Die so erreichte Vizemeisterschaft war unter den gegebenen Umständen ein großer Erfolg.

Die Vorbereitung

Bereits im Mai startete das Team mit dem Sommertraining in die Saisonvorbereitung. Drei Mal hieß es Kraft und Ausdauer für die neue Spielzeit zu tanken. Ab Juli ging es dann zusätzlich in Füssen aufs Eis. Mit Bangen verfolgten dann die Verantwortlichen die Weltmeisterschaft in Dänemark, die erneut im August stattfand. Doch diesmal blieben die Nationalspielerinnen vom Verletzungspech verschont und Alle kehrten unverletzt und mit dem Klassenerhalt in der Tasche zurück. Das einzige Vorbereitungsspiel gewannen die ECDC Frauen gegen den amtierenden Schweizer Meister Zürich mit 3:2.

Der Kader

Seit November des Vorjahres hat Waldemar Dietrich das Sagen an der Bande bei den ECDC Frauen. Eine Verpflichtung, die sich als Glücksgriff für die Maustädterinnen erwiesen hat. Erstmals überhaupt stehen den Allgäuerinnen vier komplette Reihen sowie vier Torhüterinnen zur Verfügung. „Die Erfahrung aus der letzten Saison hat uns gelehrt, dass wir einen größeren Kader benötigen um Ausfälle kompensieren zu können“ so der sportliche Leiter der Indians Frauen, Peter Gemsjäger. „Außerdem sorgt der Konkurrenzkampf für mehr Engagement der Spielerinnen“.

Die Abgänge:

Die Kanadierin Kassie Roache brach nach drei sehr erfolgreichen Jahren ihre Zelte im Indians-Lager ab und schloss sich dem ungarischen Topverein MAC Budapest an. Die zweite Importspielerin aus dem Mutterland des Eishockeys, Mariah Hinds, wechselte zum ESC Planegg. Torhüterin Jenny Harss beendete ihre aktive Karriere und Saskia Serbest schloss sich dem EC Senden an.

Die Zugänge:

Die US-Amerikanerin Alyssa Hulst besetzt die erste Kontingentstelle für die neue Saison. Die 25-jährige Stürmerin spielte vier Jahre für die Norwich University in der NCAA und kam in 93 Spielen auf 32 Treffer und 38 Assists. In der New England Hockey Conference wurde sie dreimal Meister und ebenso oft ins Allstar-Team der Liga gewählt. In der vergangenen Saison wechselte Alyssa Hulst dann zu den Frauen des Kölner EC in die Frauen-Bundesliga und kam dort in 15 Partien auf 16 Scorerpunkte.

Die zweite Kontingentstelle belegt die 26-jähringe US-Amerikanerin Theresa Knutson. Sie spielte vier Jahre für die Univ. of Connecticut in der NCAA und kam dort in 135 Spielen auf 79 Punkte (51 Tore/28 Assist). Danach schnürte sie sehr erfolgreich zwei Jahre lang ihre Schlittschuhe für die Mannheimer Mad Dogs, wo sie in 49 Partien 52 Treffer und 31 Assists verbuchen konnte. Dem folgte in den vergangenen beiden Spielzeiten ein Engagement bei den Metropolitan Riverters (Premier Hockey Federation). Knutson unterbrach das coronabedingt für einige Wochen, lief für 10 Spiele bei den Eisbären Berlin auf und trug maßgeblich dazu bei, Berlin beim Finalturnier im März 2021 in Füssen den Vizemeistertitel zu sichern.

Die 17-jährige Kim Bürge wird mit Förderlizenz vom EV Lindau zum Kader der Frauenmannschaft des ECDC Memmingen gehören. Sie stand schon in der zurückliegenden Spielzeit in verschiedenen Trainingseinheiten beim Vizemeister mit auf dem Eis und möchte nun den nächsten Schritt in Richtung Frauenbundesliga machen. Die junge Lindauerin gehörte zum Aufgebot des DEB bei der U18 Weltmeisterschaft im Juni in den USA und war im Sommer Teilnehmerin beim High-Performance Camp des Eishockey Weltverbandes IIHF im finnischen Vierumäki.

Ebenfalls neu im Kader der Indians Frauen ist die 25-jährige Julia Männlein, die vom Landesligisten ESV Kaufbeuren an den Memminger Hühnerberg wechselt. Nach zehn Jahren in der höchsten bayerischen Spielklasse möchte die Buchloerin nun ihr Glück in der Frauenbundesliga versuchen. Julia Männlein war in den letzten drei Spielzeiten Kapitänin in Kaufbeuren und gehörte immer zu den torgefährlichsten Stürmerinnen der Landesliga.

Ein neues Gesicht wird es in der kommenden Saison auch bei den Torhüterinnen der Indians Frauen geben. Vom EHC Straubing wechselt die 19-jährige Lilly Uhrmann ins Allgäu. Seit ihrem 7. Lebensjahr steht die gebürtige Landauerin zwischen den Pfosten und kam über die Nachwuchsteams von Deggendorf und Landshut nach Straubing. Zuletzt schaffte sie dort mit der U17 den Aufstieg in die DNL3. In der Saison 2019/20 stand sie im Kader der U18 Nationalmannschaft und erreichte bei der Weltmeisterschaft der Division I in Füssen Anfang 2020 den Aufstieg in die Top Division. Uhrmann durfte sich auch schon über vier A-Länderspiele für Deutschland freuen. Ab Oktober bekommt die junge Torfrau auch einen Platz in der Sportfördergruppe der Bundeswehr.

Die Wettbewerbe, der Spielplan und der Spielmodus

An drei Wettbewerben nehmen die Indians Frauen teil. Im europäischen EWHL Supercup trafen die Memminger Frauen auf die Austrian Selects,  Aisulu Almaty (Kasachstan) und MAC Budapest. Mit drei Siegen, bei denen alle Spielerinnen zum Einsatz kamen,  sicherte sich das Team Platz Eins der Vorrundengruppe B und qualifizierte sich für das Final-Four Turnier im Januar 2023.

Die Deutsche Fraueneishockey-Liga DFEL startet am 1.Oktober in die neue Runde. Nach dem Rückzug der Frauen der Kölner Haie bestreiten sechs Teams eine Doppelrunde bis Mitte Februar. Es folgen Play-Off Halbfinale und Finale im Modus Best-Of-Five. Spätestens am 25.März 2023 steht der neue Deutsche Meister fest.

Daneben gibt es eine Neuauflage des DEB Pokals, den die Indians bereits vier Mal gewinnen konnten. Erstmals nehmen neben den Bundesligisten auch Teams der Landesverbände an diesem Wettbewerb teil, der in zwei KO-Runden und einem Finalturnier im Januar ausgetragen wird. In Runde Eins geht es für die Maustädterinnen am 1. November nach Bietigheim-Bissingen.

Die Saisonziele

Drei Titel gibt es in der Saison 2022/23 zu gewinnen und bei allen Drei möchten die Indians gern ein Wörtchen mitreden. Das erste Teilziel haben sie bereits im EWHL Supercup erreicht, die Teilnahme am Final-Four Turnier Ende Januar. Im DEB Pokalwettbewerb hofft das Team von Waldemar Dietrich ebenfalls, sich für das Finale zu qualifizieren. In der DFEL nur die Play-Offs zu erreichen ist den Memmingerinnen im Gegensatz zur Vorsaison nicht genug. „Wir wollen um den Titel Deutscher Meister mitspielen“ so ECDC Coach Waldemar Dietrich. „Am Liebsten wäre es uns, in den Play-Offs zuerst Heimrecht zu haben“. Dazu müssten die Indians in der Hauptrunde einen der beiden ersten Plätze erreichen.

Der Bundesliga Auftakt

Am ersten Oktober Wochenende gibt der EC Bergkamen am kommenden Samstag um 17:15 Uhr und am Sonntag um 12:15 Uhr seine Visitenkarte am Memminger Hühnerberg ab. Die Mannschaft aus NRW hat sich erstmals mit zwei Importspielerinnen aus den USA verstärkt, dazu wechselten nach dem Rückzug der Kölner Haie einige bundesligaerfahrene Akteure zu den „Bärinnen“. In der Vorbereitung auf die Saison gab es einen 12:1 Kantersieg über den Nord-Zweitligisten aus Hannover.


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eishockey frauen allgäu


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