Moderator: Michael Butkus
Sendung: Der AllgäuWECKER
mit Michael Butkus
 
 
Die Tour war schlicht zu schwer
(Bildquelle: Polizeiinspektion Kleinwalsertal)
 
Kleinwalsertal
Mittwoch, 22. Juni 2022

Rettung von deutscher Schülergruppe im Kleinwalsertal wird teuer

Nach der missglückten Bergtour einer 99-köpfigen Schülergruppe und ihrer Lehrer über dem Heuberggrat zum Walmendinger Horn im Kleinwalsertal vor rund zwei Wochen steht nun die Frage im Raum, wer die Rechnung der Rettungsaktion begleichen muss. Ein Großteil der 99 Schüler war mit dem Rettungshubschrauber ins Tal geflogen worden. (Weitere Informationen zum Vorfall gibt es hier)

Die Gruppe war am 7. Juni zu nachmittags zu einer Wanderung aufgebrochen. Die Lehrer hatten auf einem Internetblog eine Tour entdeckt, die als "Feierabendrunde" bezeichnet wurde, sich aber schlussendlich als schwere Bergtour herausstellte. Weder waren die Schülerinnen, Schüler im Alter zwischen 12 und 14 Jahren und auch die Lehrkräfte für eine solche Bergtour ausgerüstet, noch hatten die meisten die nötige Kondition. An einem schmalen und nach Regenfällen rutschigen Grat ging dann nichts mehr, ein Teil der Gruppe wollte umkehren, manche Schüler rutschten aus, unter den Schülern brach Panik aus, die Lehrer alarmierten die Bergrettung.

Etwa 70 Personen mussten von zwei Hubschraubern mit Seilen geborgen und ins Tal gebracht werden, der Rest der Gruppe stieg unter der Begleitung der Bergretter ins Tal ab. Zwei der Jugendlichen erlitten leichte Verletzungen.

Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks wird die Rettung nicht billig: Rund 18.000 Euro soll die Rettung der Schülergruppe aus Ludwigshafen betragen. Drei Flugstunden des Polizeihubschraubers, eineinhalb Flugstunden des Rettungshubschraubers sowie der Einsatz der Bergrettung führen zu dieser Summe. Wie der BR weiter berichtet, ist die Rechung für den Einsatz bereits an der Schule in Ludwigshafen eingetroffen. Dort müsse nun geklärt werden, wer die Rechnung zahlen muss. Ob es die Schule, die Lehrer oder eine Versicherung treffen wird ist noch nicht klar. Von Seiten der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Stefanie Hubig sei jedoch bereits eine mögliche Hilfeleistung in Aussicht gestellt.

Aktuell prüft zudem die Staatsanwaltschaft in Feldkirch, ob den Lehrern Fahrlässigkeit oder grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden muss. Gegen den Autor des Blogs werde jedoch keine Anzeige erstattet, so der BR.


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berg bergtour bergnot schüler


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