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Künstlerhaus bleibt erhalten
01.10.2012 - 16:00
Der langfristige Erhalt des bestehenden Künstler Café´s in Kempten sowie eine künftige Nutzung als „soziokulturelles Künstler-Café“ sind gesichert.
„Da sich das Künstlerhaus an dieser Stelle zu einem so beliebten sozialen und kulturellen Treffpunkt für Jung und Alt in unserer Stadt entwickelt hat und sich gleichzeitig im Stadtrat sowie in der Bevölkerung eine breite Mehrheit gegen den Abriss des Gebäudes gebildet hat, ist es eine durchweg erfreuliche Sache, dass wir alle zusammen – Stadt Kempten, Sozialbau und Künstlerhaus-Verein – eine Lösung für den Fortbestand und eine Weiterentwicklung gefunden haben“, so Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer.

Diese Lösung sieht wie folgt aus: Die Stadt hat das Gebäude, in dem einst das „Haus International“ untergebracht war, Ende August mit Wirkung zum 1. Oktober 2012 an die Sozialbau GmbH verkauft. Diese vermietet das jetzt als Gastronomie genutzte Erdgeschoß samt Außenflächen und Keller sowie den derzeit aufgrund des großen Sanierungsbedarfs nicht mehr begehbaren ersten Stock des Gebäudes an den Künstlerhaus e. V. Der Mietvertrag dazu ist bereits unterzeichnet und tritt am 1. Oktober 2012 in Kraft. Die Sozialbau übernimmt die notwendige Sanierung des Hauses. Der im Frühjahr 2012 neu gegründete Verein sorgt durch Weitervermietung an die beiden derzeitigen Betreiber für den Fortbestand der Gastronomie und will das Haus zu einem soziokulturellen Zentrum weiterentwickeln. Damit entsprechen die jetzigen Entwicklungen auch den jüngsten Beschlüssen zum Thema „Künstlerhaus“ des Haupt- und Finanzausschusses vom 23. April 2012 und des Stadtrates vom 12. Juli 2012.

"Aus dem vermeintlichen Abbruchhaus wird nun ein Aufbruchhaus", so der Vorstand des Künstlerhaus-Vereins. Natürlich sei es nicht einfach gewesen, die jeweiligen finanziellen Möglichkeiten der drei Parteien in Einklang zu bringen – auf der einen Seite der nicht profitorientierte, gemeinnützige Verein als Hauptmieter und dazu die am Markt zu orientierende, aber durch die Vereinsaktivitäten eingeschränkte Gastronomie als Untermieter sowie auf der anderen Seite die Sozialbau als Investor und Vermieter. "Aber mit der Unterschrift ist uns dann zuletzt schon ein großer Stein vom Herzen gefallen", so Vorsitzender Sebastian Kern. Nun gelte es, nach langer Zeit der Unsicherheit über die Zukunft des Hauses, endlich anzupacken und die Ziele für ein soziokulturelles Zentrum zusammen mit den inzwischen über 500 Mitgliedern in die Tat umzusetzen.

"Ab heute wollen und können wir gerade in dieser exponierten Lage für eine lebenswerte Stadt und zum gesellschaftlichen wie kulturellen Leben in Kempten beitragen – insbesondere auch gemeinsam mit anderen Initiativen und Vereinen z. B. als Spielort beim Jazzfrühling oder als Ausstellungsoption für Kunstpreisträger, für deren Werke andere Flächen zu groß oder komplex sind", blicken die stellvertretenden Vorsitzenden Stephan Schmidt und Norman B. Graue in die Zukunft: "Wir danken für das in uns gesetzte Vertrauen – der parteiübergreifende Rückenwind aus Politik und Verwaltung sowie die jederzeit offenen Ohren bei der Sozialbau waren für uns nicht selbstverständlich und machen uns auch für die Zukunft zuversichlich."

Nachdem nun alle Verhandlungen beendet und die Verträge unterzeichnet sind, möchte die Sozialbau die Sanierung des Hauses zügig in Angriff nehmen. „Mit dem Künstlerhaus-Verein haben wir einen langfristigen Partner für die Nutzung des Hauses. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit der geplanten Sanierung alle zusammen ein passendes Ergebnis erreichen werden. Wir möchten mit den Arbeiten – in Abstimmung mit den ‚Künstlern‘ – im zeitigen Frühjahr 2013 anfangen. Hohes Ziel der Sanierung ist es, den Charakter und Charme des Gebäudes, wie auch die Atmosphäre und das Flair als ‚Szene-Café‘ zu erhalten“, so Herbert Singer, Geschäftsführer der Sozialbau.

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