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Vogelschutz am Bodensee im Konsens lösen
18.12.2012 - 15:09
Für weit überzogen hält Landtagsabgeordneter Eberhard Rotter die geplanten Festlegungen im Managementplan für die Vogelschutzgebiete am bayerischen Bodensee.
In einem Gespräch sicherte Regierungspräsident Karl-Michael Scheufele dem Lindauer Stimmkreisabgeordneten zu, dass der 17. Dezember 2012 kein Ausschlusstermin für Einwendungen sei. Rotter und Scheufele sind sich einig, dass es keinen Sinn mache, einen Managementplan, der von der Idee her auf Konsens beruhe, im Konflikt zu erstellen.

Verärgert zeigte sich Rotter darüber, dass die nunmehr bekannt gewordenen Vorschläge für großflächige Sperrgebiete selbst die Teilnehmer an den Runden Tischen überrascht hätten. „Was hier beabsichtigt ist, widerspricht den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit und schießt weit über das Ziel hinaus!“ Auch der Mensch müsse, so Rotter, weiterhin Zugang zur Natur haben und dürfe nicht von der Nutzung der Uferbereiche und des Sees ausgeschlossen werden.

Landschafts- und Vogelschutz am Bodensee könne nur mit und nicht gegen die Bürgerinnen und Bürger am See gelingen. Rotter fordert, erneut in einen Dialog mit den Betroffenen einzutreten, bei dem auch die berechtigten Interessen von Wassersportlern, Anglern und Fischern, Tourismusbetriebe sowie allen, die ganzjährig am See Erholung suchen, zur Sprache kommen müssen. Rotter und Scheufele sind sich sicher, dass eine vernünftige Regelung, womöglich in einem gemeinsam zu erarbeitenden Leitbild gefunden werden könne, bei der am Ende alle Beteiligten sagen könnten: "Dies ist unser gemeinsamer Lebensraum Bodensee, so wie wir ihn auch künftig haben wollen!“

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