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Bürgerinitiative bedankt sich bei Wählerinnen und Wählern - Zeitplan vorgelegt
19.03.2012 - 16:24
Nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid am gestrigen Sonntag, hat sich die Bürgerinitiative in einer Pressemitteilung bei ihren Unterstützern bedankt und einen Zeitplan vorgelegt.
In einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative "Hauptbahnhof Reutin mit Bahnstation Insel" heißt es:
"Wir schlagen für die Verhandlungen und Planungen zur Hauptbahnhofverlagerung aufs Festland angesichts der notwendigen zeitnahen Elektrifizierung der Strecke Lindau-Geltendorf folgenden straffen Zeitplan vor und werden diesen auch als Messlatte für die Umsetzung des Bürgerwillens vom 18. März betrachten." Der Zeitplan im Detail:
Mai 2012: Verhandlungen und Finanzierungsvertrag mit dem Freistaat Bayern und der Deutschen Bahn AG über 3,5 Mio. Euro Fördermittel für die ersatzweise Sicherstellung der Inselanbindung seitens der Stadt in Kooperation mit einem Schieneninfrastrukturbetreiber (z.B. Rhein-Sieg-Eisenbahn) für den Fall der Abgabe der Strecke seitens der DB Netz AG.

Juni 2012: Grundlagenvertrag mit der Deutschen Bahn AG über die Sicherstellung der infrastrukturellen Anschlüsse für den Hauptbahnhof in Reutin und die Bahnstation auf der Insel sowie über die Zeitplanung zur Freisetzung der nicht mehr betriebsnotwendigen Bahnflächen in Reutin (bis 2017) und auf der Insel (bis 2019).

Juli 2012: Das Staatliche Bauamt Kempten und die Stadt Lindau starten die Planung infrastruktureller Verbesserungsmaßnahmen am Kreisverkehr Berliner Platz und den Neubau der Bahnhofstraße in Reutin (Berücksichtigung der Vorgaben im neuen Planfeststellungsverfahren der DB Netz AG). Die Umsetzung muss vor dem Baubeginn des neuen Hauptbahnhofs abgeschlossen sein, um die spätere Behinderung des Straßenverkehrs durch die Hbf-Baumaßnahmen zu minimieren.

Sept. 2012: Aktualisierung des städtebaulichen Rahmenplans für Reutin und die Insel seitens Stadtrat und Stadtverwaltung unter Einbindung der Bürgerschaft in einem basisdemokratischen und partizipativen Planungsverfahren.

Okt. 2012: Einreichung des neuen Planfeststellungsverfahrens seitens der DB Netz AG beim Eisenbahnbundesamt. Enge Begleitung des Verfahrens seitens der Stadt und zeitnahe transparente Aufklärung der Bürger über geplante Baumaßnahmen, um im Konfliktfall zu vermitteln.

Nov. 2012: Die Stadt Lindau entwickelt ein innovatives und an den Charakter der historischen Altstadt angepasstes Nutzungskonzept für das denkmalgeschützte Hauptbahnhofsgebäude, so dass bei der ohnehin aktuell seitens der DB AG betriebenen Investorensuche keine für Lindau negativen Ergebnisse herauskommen.

Jan. 2013: Die Stadt startet eine die Bürgerschaft einbeziehende Planungswerkstatt zur Entwicklung von Detailkonzepten für die Westliche Insel, für die frei werdenden Gleisflächen in Reutin und auf der Insel sowie für die zahlreichen infrastrukturellen Maßnahmen, die begleitend zur Umsetzung der Hauptbahnhofsverlagerung in den kommenden Jahren realisiert werden müssen.

Die Bürgerinitiative "Hauptbahnhof Reutin mit Bahnstation Insel" blickt nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid am 18. März zuversichtlich in die Zukunft unserer Stadt. "In den kommenden Monaten und Jahren wird es die Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft aller federführenden Akteure, der Stadtratsfraktionen und interessierten Bürgergruppen bedürfen, um die Konzeption eines neuen Hauptbahnhofs auf dem Festland mit eingleisiger Inselanbindung als Win-Win-Lösung für die Menschen sowohl auf der Insel als auch auf dem Festland und im Umland erfolgreich und sensibel umzusetzen.", so der Wortlaut der Pressemitteilung.

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