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Arbeitsagentur
(Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit)
 
Allgäu
Dienstag, 2. Februar 2016

Allgäuer Arbeitsmarkt zeigt sich robust

Arbeitslosenquote im Allgäu bei 3,5 Prozent

Zum Jahresauftakt waren im Allgäu mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Auch wenn der Winter dieses Mal nur ein kurzes Intermezzo gab und an anderen Tagen im Januar relativ milde Temperaturen herrschten, meldete sich eine ganze Reihe von Kräfte aus Außenberufen vorübergehend bei den Vermittlern der Arbeitsagentur neu arbeitslos. Zusätzlicher Effekt: Das Quartalsende zum Jahreswechsel sowie das abgeschlossene Weihnachtsgeschäft, das in Büro und Verkauf  für Entlassungen sorgte.

„In diesem Januar hatten wir nur an einigen Tagen Schnee und tiefere Temperaturen. Das führte dennoch zur Entlassung von Mitarbeitern in Außenberufen, denn eine Reihe von Arbeiten im Freien konnte nicht fortgeführt werden“, sagt Peter Litzka, Leiter der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Die meisten dieser Kräfte haben die berechtigte Aussicht, dass sie bereits in wenigen Wochen beim bisherigen Arbeitgeber wieder beginnen können.“

Im Januar waren knapp 12.750 Frauen und Männer im Bezirk der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen arbeitslos gemeldet, 1.300 mehr als im Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote ging aktuell um 0,3 Prozentpunkte nach oben und lag bei 3,5 Prozent. Nach einer kurzen Pause zwischen den Feiertagen nahm die Nachfrage nach Arbeitskräften wieder zu. Arbeitgeber stellten insgesamt mehr als 5.000 Stellenangebote aus der Region für Vermittlungsaktivitäten zur Verfügung. Wie ein Blick auf die Daten der Vorjahre zeigt, befindet sich der regionale Arbeitsmarkt weiterhin in stabiler Verfassung. Im Januar des vergangenen Jahres lag beispielsweise die Arbeitslosenquote noch beim höheren Wert von 3,6 Prozent.

In diesem Januar sprachen 3.100 Frauen und Männer neu bei den Vermittlern vor, die zuletzt eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hatten. Unter ihnen waren 115 Kräfte aus dem Garten-/Landschaftsbau. Aus dem Baubereich meldeten sich 250 Männer neu arbeitslos sowie 200 Maler, Trockenbauer und Zimmerer. Nicht zuletzt aufgrund des Quartalsendes sprachen 280 ehemals in Büro und Sekretariat tätige Menschen bei den Arbeitsvermittlern vor. Erfreulich ist, dass im Januar gleichzeitig mehr als 1.800 arbeitslos gemeldete Menschen wieder eine neue Tätigkeit begannen, die höchste Zahl seit April des vergangenen Jahres. Neben anderen starteten ein Tischler, ein Molkereifachmann, ein Zerspanungsmechaniker und eine Erzieherin in eine neue Beschäftigung. Dass es günstig ist, sich bei drohender Arbeitslosigkeit frühzeitig bei der Arbeitsagentur zu melden, bestätigt sich im Vermittlungsalltag immer wieder. So konnten beispielweise eine Krankenschwester, ein Kfz-Mechaniker und ein CNC-Schleifer nahtlos eine neue Tätigkeit aufnehmen, ohne dass sie überhaupt arbeitslos wurden.

Regionale Entwicklungen im Jahresvergleich
Im Vergleich zum Januar des vergangenen Jahres verbesserte sich die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk leicht auf 3,5 Prozent. Ein differenziertes Bild zeigte der Arbeitsmarkt, wenn man sich die einzelnen Wirtschaftsräume des Allgäus betrachtet. So war in den Regionen Kempten, Lindau sowie in Sonthofen gegenüber dem Januar des vorigen Jahres ein Rückgang zu beobachten. Insbesondere das südliche Oberallgäu profitierte von vielen Beschäftigungsverhältnissen in der Tourismusbranche. Traditionell werden in diesem Bereich vielfach Frauen beschäftigt, dementsprechend waren aktuell gut 60 weibliche Kräfte weniger arbeitslos gemeldet als im Jahr zuvor. In den Wirtschaftsräumen Marktoberdorf und Kaufbeuren ging die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich ebenfalls zurück. Die Region Mindelheim hatte gemeinsam mit Marktoberdorf mit genau drei Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote im Agenturbezirk. Zum Jahresauftakt verzeichneten die Wirtschaftsräume Memmingen und Füssen als einzige Regionen im Jahresvergleich mit einem Ergebnis von 3,2 bzw. 4,0 Prozent einen Zuwachs.

Betriebe suchen Mitarbeiter
Zum Jahresbeginn ist der Bedarf an weiteren Arbeitskräften meist geringer. So auch in diesem Jahr. Im Januar gaben Arbeitgeber 1.213 Stellenangebote neu zur Besetzung herein, knapp 150 weniger als noch im Dezember. Im Bereich der gewerblich-technischen Fertigung waren Industriemechaniker, Fräser und artverwandte Fachkräfte gesucht. Rund um den Werkstoff Metall gab es mehr als 200 neue Arbeitsplätze zu besetzen. In der Elektro- und Energietechnik waren 80 zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten zu vergeben. Die Logistikbranche offerierte 75 weitere Stellen für Lagerfachpersonal und Kraftfahrer. Für die Gästebetreuung wurden vor allem im südlichen Oberallgäu mehr als 70 neue Stellen in Hotellerie und
Gastronomie hereingegeben. Anhaltend gefragt blieben qualifizierte Kräfte in den Bereichen Erziehung und Altenpflege mit einem geäußerten Zusatzbedarf von gut 80 Mitarbeitern.

Ältere bieten gutes Potenzial
In allen Altersgruppen waren im Januar mehr Menschen ohne Beschäftigung als im Monat zuvor. Bei den Jüngeren waren aktuell 178 Kräfte mehr ohne Job als im Dezember, jeder zehnte Arbeitslose gehörte damit zu dieser Gruppe.

Zu den Menschen, die bereits ein Jahr und länger ohne Beschäftigung sind, zählten im Januar 2.550 Kräfte. Jeder fünfte arbeitslose Mensch gehörte damit zu diesem Personenkreis.

Zahlenmäßig am stärksten fielen die Älteren ins Gewicht. Knapp 440 Menschen im Alter von 50 Jahren und mehr meldeten sich aktuell zusätzlich bei den Vermittlern. Ihr Anteil an allen arbeitslosen Menschen liegt derzeit bei über 37 Prozent.


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allgäu arbeitsmarkt wirtschaft bodensee



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