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DGB spricht sich gegen Senkung von Krankenversicherungsbeiträge aus
04.06.2012 - 11:00
Die DGB-Region Allgäu-Donau-Iller lehnt eine Beitragssenkung bei den gesetzlichen Krankenversicherungen, zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt, ab. Zwar sei die Aussicht auf Beitragssenkungen immer verlockend, aber bei näherer Betrachtung wäre die Zeche, die Versicherte für eine solche Beitragssenkung mittelfristig zu zahlen hätten, erheblich höher.
"Sobald sich die Konjunkturentwicklung auch nur wieder etwas eintrübt und das werde wahrscheinlich bald der Fall sein, seien die derzeitigen Rücklagen der gesetzlichen Krankenversicherungen dringend nötig, um dann sofortige neue Beitragserhöhungen oder neue massive Leistungseinschränkungen zu verhindern.", so DGB-Regionsvorsitzende Werner Gloning.

Laut Gloning muss man wissen, dass Beitragssenkungen nur zur Hälfte den Versicherten zu Gute komme werden und die andere Hälfte den Arbeitgebern. Künftige Betragserhöhungen müssten aber in vollem Umfang von den Versicherten allein getragen werden.
„Dies bedeute“ so der stellv. DGB-Regionsvorsitzende Ludwin Debong, „was die Versicherten durch eine Beitragssenkung kurzfristig bekommen, müssen sie dann doppelt zurückzahlen.“
Die DGB-Region wird deshalb bei ihren gewerkschaftlichen Vertreterinnen und Vertretern in den Selbstverwaltungsorganen der gesetzlichen Krankenversicherungen, dafür werben, dass sich diese gegen die aus verständlichen Gründen positiv klingende Forderung nach einer Senkung der Krankenversicherungsbeiträge wenden.

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