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Allgäuer Qualitätsmilchprodukte erobern Großhandel
29.05.2012 - 14:42
Milch, Käse, Quark, Joghurt und weitere Produkte mit Allgäu-Logo sind jetzt über Großhändler in der Region verfügbar. Garantiert mit Rohstoffen aus dem Allgäu und auch hier produziert.
Dadurch sollen sie in der heimischen Hotellerie und Gastronomie wieder verstärkt auf den Tisch kommen. Doch nicht nur das: die Verantwortlichen erhoffen sich durch den Schritt einen Ruck zur Nachhaltigkeit, Identitätssteigerung und vielem weiteren mehr. So seien die original Allgäuer Produkte zwar preislich nicht mit Discounterprodukten vergleichbar, dafür aber qualitativ hochwertiger.

Der oberallgäuer Landrat Gebhard Kaiser bei einer Pressekonferenz im oberallgäuer Bad Hindelang: „Mit diesen Produkten werden wir Leute, die nur auf den Preis achten nicht erreichen können. Das wissen wir. Doch es stecken noch viele Reserven in der Vermarktung unserer Allgäuer Produkte, da müssen wir den Hebel ansetzen. Ich sage: wenn andere mit Wasser kochen, müssen wir zeigen, dass wir mit "Gebirgsquellwasser" kochen“.

Ergänzt wurde dies durch eine Wortmeldung des ofterschwanger Bürgermeisters Alois Ried: „Wir haben im Oberallgäu 28 Gemeinden. Wir sollten prüfen, ob die Kommunen bei Festen nur noch dann Unterstützung gewähren, wenn bei diesen auch heimische Produkten angeboten würden.“ Dies will Kaiser nun bei der Bürgermeisterkonferenz im Juni einbringen. Nicht ausgenommen sollten die Viehscheide sein, wobei sich die Situation in den letzten Jahren stets gebessert habe, hieß es. Eine Ausweitung auf andere Verbrauchermärkte, wie im Falle der Allgäuer Milch bei Edeka, V-Markt und Co ist nicht ausgeschlossen.

Um zu garantieren, dass auch das drin ist, was draufsteht, wurden entsprechende Kriterien erstellt: die Produkte müssen so nicht nur aus einem Rohstoff aus dem Allgäu produziert, sondern tatsächlich auch vor Ort verarbeitet worden sein. Hinzu kommen eine nachhaltige und gesunde Erzeugung und eine gewisse Bodenständigkeit durch bäuerliche Familienbetriebe als Lieferanten. Die Standort- und Produktionsregion Allgäu wurde dabei genau festgelegt. Sie umfasst alle vier bayerischen Allgäuer Landkreise und kreisfreie Städte (Kaufbeuren, Kempten, Memmingen), sowie das württembergische Allgäu um Isny, Leutkirch und Wangen.

Damit von der kleinen Alpe bis zum großen Fünf-Sterne-Hotel möglichst viele auf Allgäuer Produkte zurückgreifen, sind die jetzt vorgestellten Waren ab sofort über Großhandelsunternehmen wie „C&C Oberallgäu“ in Sonthofen oder „Früchte Jork“ in Isny bestellbar. „Seit rund einer Woche haben wir die Produkte mit dem Allgäu- Logo in unseren Regalen“, bestätigt Michael Land-Steudler vom C&C Oberallgäu gegenüber AllgäuHIT. Ergänzt wird alles durch weitere Maßnahmen: so soll es auch Allgäu-Aufsteller geben. Überall soll man nicht mehr nur die Herkunftsmarke, sondern auch die Qualitätsmarke kennen lernen.

All das funktioniert aber nur mit umfassenden Kontrollen. Nicht nur der Anteil an wertvollen Omega-3- Fettsäuren, auch allgemeine Kontrollen sollen zwei bis drei Mal jährlich stattfinden. Diese seien das „A und O“ für jede regionale Marke. Sie müssten professionell, nicht zu kostenintensiv und einheitlich daherkommen. Man sei aber guten Mutes, dass das gelinge.

Besonders einfach war es nicht, alle Partner aus allen Teilen des Allgäus unter einen Hut zu bekommen. Schließlich seien auf der einen Seite Milchbauern aus dem Allgäuer Flachland auf die Bergbauern gestoßen. Letztlich sei es aber doch gelungen, so Klaus Fischer von der Allgäu GmbH. Mindestens ein Jahr müsse man nun warten, ob sich die Allgäuer Produkte auch am Markt behaupten könnten.

Zum Abschluss hielt Hermann Breher, der Vorstandsvorsitzende der Allgäu-Milch-Käse eG mit einem Augenzwinkern fest: „Wenn wir es schaffen, dass jeder Übernachtungsgast zwei Kilo Allgäuer Käse kauft, dann bräuchten wir nicht mehr exportieren“.

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