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Motorsport: DTM und Abt Sportsline in Brands Hatch gefragt
17.05.2013 - 07:27
Der DTM-Saisonauftakt in Hockenheim am 5. Mai war ein echter Knüller: DRS und zwei unterschiedliche Reifenmischungen haben für ein super spannendes, noch abwechslungsreicheres und actiongeladenes Rennen gesorgt.
So viele Positionskämpfe und Überholmanöver wie in Hockenheim gab es schon lange nicht mehr. Ein wahres Pokerspiel der Teamstrategen! Hochspannung bei den Zuschauern: wer fährt gerade auf welchen Reifen, wieviele Boxenstopps sind absolviert, kommt zusätzliche Würze ins Spiel, weil DRS eingesetzt werden darf?

Das erste Rennen des Jahres hat der Brasilianer Augusto Farfus gewonnen vor Dirk Werner - Doppelsieg also für BMW. Als Dritter auf dem Podium stand Mercedes-Pilot Christian Vietoris. Champion Bruno Spengler (BMW) hatte für seinen fünften Platz eben so hart zu kämpfen wie Mercedes-Speerspitze Gary Paffett (4.) oder Audi-Star Timo Scheider, der von der Poleposition aus nach einem Strategiefehler weit zurück fiel und am Ende dennoch Sechster wurde. Da war ordentlich was geboten, Stars gegen Newcomer boten sich überraschende Zweikämpfe und schier unglaubliche Führungswechsel.

Beim zweiten Lauf in Brands Hatch ist ungewiss, inwieweit das Drag-Reduction-System (DRS) eingesetzt werden kann. Dort gibt es keine langen Geraden wie in Hockenheim. Der Kurs ist sehr kurz, viele Kurven, eine echte Berg- und Talbahn ist das dort in der Grafschaft Kent, auf einer der ältesten und traditionellsten Rennstrecken Englands. In den vergangenen Jahren war Überholen dort fast unmöglich. Aber jetzt mit den weicheren und damit schnelleren Reifen in Kombination mit dem DRS ist garantiert mit spektakulären Manövern zu rechnen.

Weil die Autos nach dem Qualifying nicht mehr "umgebaut" werden dürfen, ist Strategie und Spekulation Tür und Tor geöffnet. Der eine will sein Auto für die Poleposition einstellen, der andere setzt eher auf die Renndistanz. Kleine Unterschiede nur beim Setup, aber vielleicht die entscheidenden. Und immer wichtiger wird die Reifenstrategie.

Interessant auch die Entwicklung von Ex-Formel 1-Pilot Timo Glock (BMW). In Hockenheim pirschte sich der Odenwälder schon ran an die Spitze, hatte dann aber Pech beim Boxenstopp. Ein Rad war nicht richtig befestigt, Glock rauschte ins Kiesbett und schied vorzeitig aus. Dennoch hat er bewiesen, dass er den Umstieg in den Tourenwagen bravourös gemeistert und ordentlich Speed auf die Strecke gebracht hat.

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