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Austausch zum Thema Gesundheitsregion plus
(Bildquelle: Privat)
 
Memmingen
Freitag, 2. März 2018

Unterallgäu bewirbt sich als Gesundheitsregion plus

Auf Initiative des Memminger Stadtrats Klaus Holetschek, der zugleich Mitglied des Gesundheitsausschusses des Bayerischen Landtags ist, soll sich die Stadt unter Einbeziehung des Landkreises Unterallgäu als „Gesundheitsregionplus“ bewerben. Einen entsprechenden Antrag hat Holetschek mit Unterstützung der CSU-Stadtratsfraktion an Oberbürgermeister Manfred Schilder gerichtet.

Das entsprechende Pendant dazu, ein gleichlautender Antrag, bei dem sich der Landkreis unter Einbeziehung der Stadt Memmingen bewerben soll, hat die CSU/JWU-Kreistagsfraktion eingebracht. „Die Bewerbung und Bildung einer gemeinsamen „Gesundheitsregionplus“ von Städten und Landkreisen hat sich in Bayern bereits bewährt. Diesen Weg wollen wir auch für unsere Region einschlagen“, so Holetschek.

Mehr Effizienz und Qualität im Gesundheitswesen - bessere Vernetzung
Mit dem Konzept „Gesundheitsregionplus“ will das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege die medizinische Versorgung und Prävention im Freistaat weiter verbessern. Zielsetzung ist es unter besonderer Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten regionale Netzwerke zur Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung und eine Optimierung der Gesundheitsversorgung zu erreichen. Mehr Effizienz und Qualität im Gesundheitswesen, verbesserte Vernetzung der Präventions- und Versorgungsangebote sowie der Akteure und eine zielgerichtete sektorenübergreifende Zusammenarbeit sind Teil des Konzepts. Holetschek: „Gerade die hausärztliche Versorgung sowohl in Memmingen als auch im gesamten Landkreis oder der Bereich Pflege könnten durch eine bessere und effizientere Vernetzung und Zusammenarbeit gestärkt werden sowie einem Pflegekräftemangel entgegentreten“. Eine koordinierte, zukunftsfeste Versorgung mit ausreichend Hospizplätzen wäre ein weiteres Beispiel, das für die Einrichtung einer „Gesundheitsregionplus“ spricht. Staatssekretär Franz Josef Pschierer, der als Kreisrat den Antrag mit unterstützt, betont: „Das Wohl der Menschen muss dabei immer oberste Priorität haben und gilt es stets im Auge zu behalten“.

Fördermittel und Beratung durch Freistaat
Der Freistaat unterstützt die Gesundheitsregionen Plus durch Beratung und Fördermittel. Hierbei ist es möglich eine Projektförderung als Anteilsfinanzierung in Höhe von bis zu 70 % der förderfähigen Ausgaben und maximal 50.000 € pro Jahr zu bekommen. Holetschek: „Das Thema ´Gesundheit` auch im Hinblick auf die demographische Entwicklung wird uns in der Zukunft massiv weiter beschäftigen. Dabei geht es nicht nur um die Kliniken, sondern auch um die Qualität eines Standorts insgesamt“. Es sei wichtig „in größeren Dimensionen zu denken und Stadt und Landkreis gemeinsam auf diese Herausforderungen einzustellen“, so die Vorsitzenden der CSU-Stadtrats- und CSU/JWU-Kreistagsfraktionen, Stefan Gutermann, Roswitha Siegert und Andreas Tschugg.


Tags:
gesundheit allgäu politik tourismus


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