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ESVK
(Bildquelle: ESVK)
 
Kaufbeuren
Sonntag, 8. März 2020

ESV Kaufbeuren: Joker mit 3:2 im Playoff-Viertelfinale

Spiel zwei der Pre-Playoff Serie zwischen dem ESV Kaufbeuren und den Bietigheim Steelers stand am Sonntagabend in der erdgas schwaben arena an. Dank einer starken kämpferischen Leistung konnten die Joker zuvor das Auswärtsspiel bei den Steelers gewinnen und ein weiterer Sieg würde bereits ausreichen, um in die Playoffs einzuziehen. Die Hausherren konnten bei diesem Vorhaben vor 2.853 Zuschauern fast unverändert zu Spiel Eins auflaufen. Zwischen den Pfosten stand aber von Beginn an Youngster Jan Dalgic, da Ilya Sharipov von der DEL2 auf Grund einer Tätlichkeit in Bietigheim für ein Spiel gesperrt wurde.

Vom ersten Bully weg ist klar um was es heute geht. Beide Mannschaften spielen mit offenem Visier, alle Checks werden zu Ende gefahren und jeder Schuss wird genommen. Trotzdem gibt es in ersten vier Minuten keine nennenswerten Torchancen, die Scheibe fliegt meistens knapp am Tor vorbei. Dann muss Matt McKnight für zwei Minuten wegen Beinstellens in die Kühlbox und die Joker kommen zu Ihrem ersten Powerplay. Hier kann man sich zwar lange im Angriffsdrittel festsetzen, aber es springt bisher nichts Zählbares heraus. In Minute Sieben gewinnt Antti Kerälä im eigenen Drittel das Bully und die Scheibe findet über Julian Eichinger schnell den Weg nach Vorne zu Sami Blomqvist, der verschafft sich mit einer schnellen Körpertäuschung Platz und zieht auf Höhe der Bande aus dem Handgelenk ab zum 1:0 für die Rotgelben. Direkt im Anschluss an den Führungstreffer steht Bietigheim, wegen einer Strafe gegen Pfaffengut, mit einem Mann mehr auf dem Eis und Jan Dalgic hält mit einem sehr starken Reflex im letzten Moment die Führung gegen Brett Breitkreuz fest. Vor allem die erste Reihe der Hausherren macht in der Folge ordentlich Druck und zwingt die Steelers zu unfairen Aktionen. Wieder in Überzahl ist es Tobi Wörle, der nur knapp an Stephon Williams im Bietigheimer Tor scheitert. Die Steelers sind auch jederzeit für eine Torchance gut, aber scheitern in Person von Norman Hauner gleich zweimal hintereinander am starken Dalgic. Fünf Minuten vor Drittelende dann erneute Überzahl für die Steelers, aber der ESV verteidigt hochkonzentriert. Dann die nächste Chance für Kaufbeuren, als Julian Eichinger die Scheibe vor das Steelers Tor bringt. Dort herrscht viel Betrieb und Stephon Williams kann in höchster Not klären. Noch eine Minute auf der Uhr, die Joker spielen in Überzahl, aber Missverständnis im Spielaufbau zwischen Blomqvist und Gracel. Lukas Laub schnappt sich die Scheibe, geht allein auf Jan Dalgic und zieht ab. Der Kaufbeurer Schlussmann lenkt die Scheibe mit der Fanghand an die Latte und der ESVK geht mit knapper Führung in einem packenden Spiel in die Kabine.

Der zweite Spielabschnitt beginnt erneut mit viel Tempo und leichten Vorteilen für Bietigheim. Die erste gute Möglichkeit haben aber die Joker, der Schuss vom freistehenden Sami Blomqvist rauscht aber am Ziel vorbei. Jetzt die Hausherren am Drücker, Branden Gracel mit einem schönen Move in der 26. Und Max Schmidle in der 27. Minute, haben beste Einschussmöglichkeiten, scheitern aber am Steelers Schlussmann. Die Steelers kämpfen sich gerade zurück in die Partie, da geraten sie durch ein ein Foul von Frederik Cabana in Unterzahl. Kaufbeuren spielt das Powerplay zwar bärenstark, aber Stephon Williams hält in dieser Phase wirklich alles. Vor allem als Jere Laaksonen völlig blank am langen Pfosten auftaucht, aber nicht an der blitzschnelle Stockhand von Williams vorbeikommt. Jetzt sind die Steelers wieder dran, Jan Dalgic kann einen Alleingang von Alexander Preibisch entschärfen, aber der Treffer für die Gäste fällt dann doch. Äußert glücklich springt die Scheibe vom Körper eines Kaufbeurers zu Bietigheims Mychal Monteith und der schiebt das Hartgummi durch die Schoner ins Tor in Minute 32. Die Hausherren zeigen sich unbeeindruckt und stören den Aufbau der Steelers früh in deren eigenem Drittel. Das zwingt Bietigheim zu einer erneuten Strafe und diesmal schlägt das Special Team der Rotgelben zu. Julian Eichinger zieht direkt ab und den Abpraller verwertet kein Anderer als Max Schmidle, der in seinem 500. Spiel für den ESVK auf 2:1 erhöht. Die arena feiert noch, da finden die Steelers die passende Antwort und gleichen in der 35. Minute durch Brett Breitkreuz aus. Der ESV schafft es zuvor nicht die Scheibe aus der eigenen Zone zu bringen und Breitkreuz nutzt das nach Vorlage von McKnight gnadenlos aus. Das Spiel ist völlig offen, aber die größeren Chancen liegen in den letzten Minuten auf der Kelle der Gäste. Mit 2:2 geht dieser Krimi in Pause.

Auch im letzten Drittel haben zu Beginn die Gäste die Nase etwas vorn. Die Steelers müssen aber auch auf Angriff schalten um nicht das Saisonende zu erleben. In der 43. dann Powerplay für Bietigheim um damit die Möglichkeit auf einen Treffer, aber die Joker agieren fokussiert in der Abwehr und lassen vorerst nichts zu. Drei Minuten später zeigt sich auch der ESV wieder vor dem Gäste Tor. Dauerbrenner Sami Blomqvist wühlt sich vor Stephon Williams, doch der schafft es erneut irgendwie den Puck abzuwehren. Jetzt beginnt das Lauern und Abwarten beider Teams, keiner möchte ein unnötiges Risiko eingehen, trotzdem bleibt das Spiel schnell und intensiv. Benjamin Hüfner prüft mit einem harten Schuss von der Blauen Linie das Schonermaterial von Jan Dalgic und auf der anderen Seite zieht Calvin Pokorny nach schönem Zuspiel von Wörle nur Millimeter am Tor vorbei. Noch zehn Minuten zu spielen und die Hausherren setzen die Gäste jetzt mehr und mehr unter Druck und sorgen für viel Betrieb vor Stephon Williams, der hält aber auch die Unhaltbaren. Sami Blomqvist klaut die Scheibe im Steelers Drittel und nagelt sie an die Torlatte und kurz darauf reißen die Joker Fans schon die Arme hoch, aber der Videobeweis ergibt das der Puck die Linie nicht komplett überquert hat. Fünf Minuten bevor es in die Verlängerung geht ist die Spannung in der arena kaum auszuhalten und die Gäste jetzt noch einmal mit der zweiten Luft. Matt McKnight, immer brandgefährlich, legt mit viel Übersicht die Scheibe quer und dann ist es wohl Preibisch der direkt abzieht und ebenfalls nur die Torlatte trifft. Im direkten Gegenzug verpasst Max Lukes im Slot eine gute Tormöglichkeit. Elf Sekunden vor Spielende bereiten sich viele schon auf die Verlängerung vor, aber Joey Lewis hat ganz andere Pläne. Aus der eigenen Zone findet Julian Julian Eichinger mit einem Zuckerpass Kaufbeurens #11 und er macht sich alleine auf in Richtung von Stephon Williams und verlädt ihn zum 3:2 Siegtreffer für die Joker, die erdgas schwaben arena explodiert förmlich und unter lang anhaltendem Jubel, in den sogar die sehr fairen Verlierer aus Bietigheim einstimmen, verabschiedet sich der ESV Kaufbeuren in das Viertelfinale der DEL2 Playoffs.

Alle Infos zur Dauerkartenverlängerung und zum Einzelticketverkauf folgen am Montag im Laufe des Tages.


Tags:
eishockey del2 allgäu playoff


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