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Verschneiter Hang im Allgäu
(Bildquelle: AllgäuHit)
 
Allgäu
Montag, 30. März 2015

Skifahrer aufgepasst: Große Lawinengefahr in den Allgäuer Alpen

Die Lawinengefahr steigt in den Allgäuer Alpen auf die zweit höchste Warnstufe. Schon in den niedrigeren Lagen unterhalb der Waldgrenze besteht große Lawinengefahr. Schon bei einer Höhe von 1.600 Metern können geringe Zusatzbelastungen große Nassschneelawinen in Bewegung bringen.

Der Lawinenwarndienst weist darauf hin, dass die Lawinen auch bis in schneefreie Gebiete vordringen können und somit auch Wanderwege und Straßen in den hochgelegenen Tälern verschüttet werden können. Besonders gefährlich sind steile Abhänge, Mulden und Rinnen in den Felswänden. Im Laufe des Tages steigt die Lawinengefahr auch in den Ammergauer und Werdenfelser Alpen auf die Warnstufe vier an.

Zudem warnt der Wetterdienst immer noch vor starkem Dauerregen und Windböhen. In den Bergen können Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometer auftreten. 

Beurteilung der Lawinengefahr:
Es herrscht in den Allgäuer Alpen unterhalb 2000m große Lawinengefahr, im übrigen Bayerischen Alpenraum ist die Lawinengefahr als erheblich einzustufen. Im Tagesverlauf steigt mit Regenintensivierung die Lawinengefahr in den Ammergauer und Werdenfelser Alpen in mittleren Lagen auf groß an.

Mit dem sich im Tagesverlauf verstärkenden Regen ist unterhalb 2000m vor allem aus den noch schneereichen Schattenseiten mit der Selbstauslösung auch großer Nassschneelawinen zu rechnen, die meist am Boden abgleiten. Die Ablagerungsbereiche der Lawinen dringen dabei auch in bereits schneefreies Gelände vor, exponierte Wander- und Verkehrswege können gefährdet sein.
Daneben gibt es Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können,  in triebschneebeladenen Hangzonen der Hochlagen, vorwiegend im kammnahen Steilgelände der Hangrichtungen Nord über Ost bis Südost, sowie in frisch eingewehten Rinnen und Mulden. In diesen Bereichen ist bereits bei geringer Zusatzbelastung, z.B. durch eine einzelnen Skifahrer, eine Auslösung von Schneebrettlawinen möglich.

Schneedecke:
Vor allem im Westen der bayerischen Alpen regnete es heute Nacht bis etwa 1800m stark in die Schneedecke. Die Schneefallgrenze sinkt heute auf 1400m ab. In den Hochlagen verfrachtete stürmischer Wind aus West bis Südwest die etwa 30cm Neuschnee umfangreich. Die Verbindung des verfrachteten Schnees mit der windgepressten, zum Teil verharschten Altschneeoberfläche ist noch schlecht, die Störanfälligkeit deshalb hoch. In mittleren Lagen ist die noch vorhandene Schneedecke bis zum Boden durchfeuchtet, im Westen nass. Die damit verbundenen Festigkeitsverluste im Schnee führen zu einem umfangreichen Gleitschneegeschehen. Schattseitig bis 1100m und sonnseitig bis 1400m ist der Schnee weitgehend ausgeapert.

Hinweise und Tendenz:
Bei stürmischem Wind aus Nordwest und starkem Niederschlag sinkt heute die Schneefallgrenze auf 1400m ab. Die Temperaturen liegen in 2000m bei -2 Grad. Die nächsten Tage ist niederschlagsreiches und windiges Nordwestwetter vorhergesagt. Die Lawinensituation wird angespannt bleiben.


Tags:
lawine gefahr allgäu alpen


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