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Unwetter (Symbolfoto)
(Bildquelle: AllgäuHIT | Andreas Reimund)
 
Allgäu
Donnerstag, 14. März 2019

Allgäu: Große Regenmengen und erhöhte Lawinengefahr

Der Deutsche Wetterdienst und die Unwetterzentrale warnen übereinstimmend vor starken Regenfällen im südlichen Allgäu. Bis zu einer Höhe von 1.250 Meter können bis Samstagmorgen 50 bis 80 Liter Regen fallen. Hinzu kommen Sturmböen mit 60 bis 75 km/h, oberhalb von 1.500 Meter auch bis zu 115 Stundenkilometer. Die Lawinenwarnzentrale spricht außerdem von einer erheblichen Lawinengefahr in den Allgäuer und Ammergauer Alpen.

Darüber hinaus könnte es den Warnungen zufolge Neuschnee in Höhe von bis zu einem Meter geben, heißt es. Dort, wo es regnet, können Bäche durch die starken Niederschläge verbunden mit der Schneeschmelze anschwellen und über die Ufer treten. Auch Straßen könnten betroffen sein, kündigt der DWD an. Eine offizielle Hochwasserwarnung des Wasserwirtschaftsamts in Kempten lag bis Donnerstagabend um 18 Uhr aber nicht vor.

Übers Wochenende wird es vorübergehend freundlich und mild mit Sonne am Samstagnahcmittag und Sonntagvormittag. Sonntagabend regnet es schon wieder, am Wochenbeginn kühlt es deutlich ab und es fällt nochmals Schnee bis ins Flachland.

Anschließend folgt aber eine stabile Hochdrucklage mit trockenem und zunehmend sonnigem Wetter - passend zum astronomischen Frühlingsanfang am 20. März um 22:58 Uhr. Anfangs ist es noch kühl mit Nachtfrost und Ostwind...dann steigen aber die Temperaturen an. So oder so: Nach dem Winter wird auch der Maärz 2019 unter dem Strich zu warm ausfallen. Infos zum Wetter täglich auf www.wetter-allgaeu.de

Erhebliche Lawinengefahr in den Allgäuer und Ammergauer Alpen
Zeitgleich steigt auch die Lawinengefahr deutlich an. So gilt erst eine erhebliche Lawinengefahr oberhalb von 1.600 Meter, diese steigt aber im Tagesverlauf auch unterhalb auf Stufe drei von fünf.

Das Hauptproblem sind umfangreiche, störanfällige Triebschneeansammlungen. Die vielen Gefahrenstellen befinden sich oberhalb 1600m im kammnahen Steilgelände der Hangrichtungen Nordwest über Nord bis Südost, hinter Geländekanten sowie in frisch eingewehten Rinnen und Mulden. Bereits bei der geringen Zusatzbelastung eines einzelnen Skifahrers können mittelgroße Schneebrettlawinen ausgelöst werden.

Mit dem vorhergesagten tageszeitlichen Anstieg der Schneefallgrenze bis über 1600m regnet es in den Neuschnee. Auf vormals ausgeaperten steilen Wiesenhängen gehen dann mittelgroße Gleitschneelawinen ab. Aus noch nicht entladenen, glatten Wiesenhängen sowie Steilhängen im lückigen Bergwald, wo der Regen unter der Altschneedecke am Boden eine Schmierschicht bildet, sind auch große Gleitschneelawinen möglich. Deshalb Geländebereiche mit Gleitschneerissen meiden. Aus neuschneereichen Steilhängen mittlerer Lagen kann der Schnee in Form mittelgroßer Nassschneelawinen abgehen.

Schneedecke:
Bei starkem Wind aus westlichen Richtungen sind am Donnerstag mit Schwerpunkt im Westen um die 20cm Neuschnee gefallen. Bis Freitag Abend sind weitere 20 bis 30cm, in den Hochlagen bis zu 50cm Neuschnee vorhergesagt. Im Tagesverlauf geht der Schnee bis auf 1600m in Regen über. In höheren Lagen entstehen umfangreiche Triebschneeansammlungen. Diese lagern sich im windabgewandten, kammnahen Steilgelände auf lockerem Schnee ab und sind störanfällig. Auch ist die Bindung zur verharschten und windgepressten Altschneeoberfläche oft noch nicht ausreichend. Die Altschneedecke ist sehr kompakt, südseitig und in mittleren Lagen hart gefroren. Im Wald und unterhalb 1600m ist die Schneedecke zum Boden hin feucht.

Hinweise und Tendenz:
Am Wochenende ist sonniges und mildes Wetter vorhergesagt. Die Gefahr der Selbstauslösung von großen Gleitschneelawinen und Nassschneelawinen in mittleren Lagen wird ansteigen, die Triebschneesituation in höheren Lagen wird sich langsam entspannen.


Tags:
wetter starkregen schnee lawinengefahr


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