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Bundesverkehrswegeplan: Vierspuriger B12- Ausbau und Gesamtelektrifizierung der Allgäuer Bahnstrecken angemeldet
12.03.2013 - 15:43
Das bayerische Kabinett hat heute für eine Aufnahme zahlreicher Allgäuer Straßen- und Schienenprojekte in den Bundesverkehrswegeplan gestimmt. Neben einem vierspurigen B12-Ausbau auf voller Länge sollen auch mehrere Bahnstrecken elektrifiziert werden.
Mit dem vierspurigen Ausbau der B12 erhält das Allgäu bei einer der unfallträchtigsten Bundesstraßen Deutschlands Rückendeckung von Seiten des Freistaats. Die Erweiterung auf der gesamten Länge zwischen Kempten über Kaufbeuren nach Buchloe ist in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden. Dazu bleibt der B19-Entlastungstunnel bei Fischen (Oberallgäu) trotz des Bürgerentscheids gegen die Verwirklichung enthalten. Neu aufgenommen wurde ein Entlastungstunnel bei Füssen. Ebenfalls festgeschrieben hat das Kabinett die Erweiterung der A7 zwischen den Anschlussstellen Illertissen und Memmingen-Süd.

Staatskanzleichef Thomas Kreuzer (CSU): „Das sind bedeutende Straßenbauprojekte, aber auch bei der Schiene ist das Allgäu bedacht worden. Neben der bereits jetzt geplanten Trasse Elektrifizierung Buchloe-MM-Lindau die kurz vor Beginn der Baumaßnahme steht, wie ich hoffe, kommen zahlreiche weitere hinzu.“ Konkret geht es um die Strecken Augsburg-Buchloe, Buchloe-Kaufbeuren-Immenstadt-Lindau, sowie Ulm-Memmingen-Kempten-Oberstdorf.

Bis 2015 ist der Bundesverkehrswegeplan fortgeschrieben worden. Nach Kosten- und Nutzenverhältnis wird nun jedes Projekt bewertet. „Es ist wichtig, dass alle in Berlin verantwortlichen sich jetzt auch für die Allgäuer Projekte stark machen“, fordert Kreuzer.

Ein Punkt fehlt jedoch: Eine mögliche Umfahrung der Stadt Immenstadt ist im Bundesverkehrswegeplan nicht zu finden - Grund: hier hatte die Mehrheit im Stadtrat per Beschluss das Thema für eine Fortschreibung gekippt.

Garantie zur Verwirklichung gibt es nicht
„Wir können heute nicht genau sagen, wann welches Projektes gebaut wird. Das hängt auch damit zusammen, wie der Bundesverkehrswegehaushalt finanziell ausgestattet ist. Gerade wir in Bayern bestehen auf eine deutliche Mittelerhöhung. Ministerpräsident Horst Seehofer hat diese Dinge bereits mehrfach angesprochen, auch in Verbindung mit einer Maut. Nur so können wir diese Maßnahmen auch bewältigen“, so Kreuzer.

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