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Fußball: Traum zerplatzt - FC Memmingen scheitert im Pokal-Halbfinale
01.05.2013 - 20:20
Der FC Memmingen ist mit einer 2:4 (1:2) Niederlage im bayerischen Pokal-Halbfinale am TSV 1860 Rosenheim gescheitert. In einer Partie, die von der Spannung lebte, kochten am Ende die Emotionen hoch.
Der zweifache Rosenheimer Torschütze Danjel Majdancevic flog fünf Minuten vor dem Ende nach einem Rempler gegen Daniel Böck mit der Roten Karte vom Platz, was Gästetrainer Dirk Teschke und die 30 mitgereisten Gästefans auf die Palme brachte. Zuvor machte sich der aus dem Allgäu stammende Schiedsrichter Lothar Ostheimer zum Buhmann der gut tausend Zuschauer auf Memminger Seite. Für viele passierte die Spielentscheidende Szene direkt nach dem 2:2 Ausgleich des FCM in der 58. Minute: Kevin Ruiz wurde auf dem Weg zum Tor von Matthias Haas umgedrückt. Eigentlich ein klarer Elfer, aber der Pfiff blieb aus. Teschke wollte über diese Situation gar nicht diskutieren, weil Ruiz den Ball kurz zuvor mitgenommen hatte. Auch ein Rosenheimer hatte später noch die Hand bei einem Torschuss von Böck am Ball, aber auch das sah Ostheimer entscheidend anders.

Vor der dramatischen Schlussphase hatten die Memminger zweimal einen Rückstand wettgemacht. Majdancevic düpierte zweimal die FCM-Hintermannschaft samt Torhüter Tobias Kirchenmaier, kam im Strafraum rechts frei zum Schuss und schoss ins lange Eck (19./37.). Nach dem ersten Gegentreffer konnten die Memminger noch schnell antworten, als Matthias Bader nach einem Holzapfel-Freistoß aus dem Strafraum-Pulk heraus den Schlappen einfach reinhängte (27.). Nach dem zweiten Gegentreffer brauchte es länger. Kahric hatte nur eine kurze, aber deutliche Halbzeitansprache gehalten, die denn auch gefruchtet hat. Die Hausherren drängten auf den Ausgleich, der schließlich Ruiz gelang (57.). Übrigens mit einer ähnlichen Szene, mit der Majdancevic zuvor zweimal erfolgreich war. Neben der höchst umstrittenen Elfmeter-Situation hätte aber auch Matthias Bader die Partie gänzlich drehen können. Aber er vergab freistehend im Fünf-Meter-Raum nach einer Freistoß-Flanke von Ruiz (68.).

Der erneute 2:3 Rückstand durch den eingewechselten Fatih Eminoglu (80.) war der endgültige Knackpunkt, Markus Einsiedler besorgte mit dem 2:4 in der Nachspielzeit den Rest. Die Enttäuschung im Memminger Lager war natürlich riesengroß. „Es war ein verdienter Rosenheimer Sieg, weil sie vier Tore geschossen haben“, konnte Kahric die schwache Defensivleistung seiner Truppe nicht verstehen. Teschke sprach von einem „typischen Pokalfight, bei dem beide Mannschaften an ihre Grenzen gegangen sind“. Er räumte zwar ein, dass das „Quäntchen Glück“ am Ende auf der Seite des TSV stand, unterstellte aber Böck, den Platzverweis gegen seinen Torjäger provoziert zu haben. Was wiederum Böck nicht so stehen lassen wollte. Und deshalb ging es auch nach dem Abpfiff noch hochemotional zu. (ass)

FC Memmingen: Kirchenmaier - Böck, Bader, Hack, Holzapfel - Ruiz, Bonfert, Thönnessen, Sönmez (79. St. Friedrich) - Heger - Makoru (46. Tastan).

TSV 1860 Rosenheim: Mayer - Martin, Lenz, Pflügler, M. Haas - Schramme (58. Eminoglu), Birner (72. Maier) - Einsiedler, D. Haas, Staudigl (90. Räuber) - Majdancevic.

Tore: 0:1 (19.) Majdancevic, 1:1 (27.) Bader, 1:2 (37.) Majdancevic, 2;2 (57.) Ruiz; 2:3 (80.) Majdancevic, 2:4 (90. + 1) Einsiedler. - Schiedsrichter: Ostheimer (Pfaffenhofen a.d. Ilm). - Gelbe Karten: Bonfert / Schramme, Maier. - Rote Karte: - / Majdancevic (85./Tätlichkeit). – Zuschauer: 1.030

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