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Die Krankschreibungen nahmen im ersten Halbjahr 2022 zu
(Bildquelle: Pixabay)
 
Allgäu
Montag, 7. November 2022

Allgäu: Beschäftigte waren im ersten Halbjahr häufiger krank

Im ersten Halbjahr 2022 hatten Erwerbstätige im Allgäu deutlich mehr Fehltage als im Vorjahreszeitraum. Der Krankenstand in der Region lag bei 3,9 Prozent und damit um 17 Prozent über dem Niveau des ersten Halbjahres 2021. Das bedeutet, dass an jedem Tag bis Ende Juni durchschnittlich 39 von 1.000 DAK-versicherten Beschäftigten krankgeschrieben waren.

Beim Blick auf die einzelnen Monate zeigt sich: Im Februar gab es im Vergleich zum Vorjahr den größten Anstieg (plus 90 Prozent). Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der DAK-Gesundheit für das Allgäu hervor.

Verantwortlich für den Anstieg der Fehltage im Allgäu waren vor allem Erkältungen. Bis Ende Juni kamen in der Region auf 100 DAK-Versicherte insgesamt 143 Fehltage aufgrund von Atemwegsproblemen – deutlich mehr als im gleichen Zeitraum 2021 (43 Tage). „Parallel zu den Lockerungen der Pandemie-Schutzmaßnahmen im März 2022 konnte sich eine ausgeprägte Erkältungswelle entwickeln. Sie wurde dazu noch von der hochansteckenden Omikron-Variante begleitet“, kommentiert Tobias Winkler von der DAK-Gesundheit in Kaufbeuren die Ergebnisse. Die Fehltage aufgrund von Corona sind um das Siebenfache gestiegen: Statistisch gesehen kamen auf 100 DAK-Versicherte fast 91 Corona-Fehltage, 78 Tage mehr als im 1. Halbjahr 2021.

Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen sind gesunken

Der DAK-Gesundheitsreport für das Allgäu zeigt zudem den Anteil der wichtigsten Krankheitsgruppen am gesamten Krankenstand: Die meisten Fehltage des ersten Halbjahres 2022 gingen auf das Konto der Atemwegserkrankungen. An zweiter Stelle des Rankings folgten Muskel-Skelett-Erkrankungen, wie etwa Rückenleiden. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren es in dieser Erkrankungsgruppe 121 Fehltage je 100 DAK-versicherte Beschäftigte – gut ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Die dritthäufigste Ursache für Arbeitsausfall waren Verletzungen. Bei den psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Anpassungs- oder Angststörungen auf Platz vier ging die Anzahl der Fehltage um fast 29 Prozent auf 79 Tage je 100 DAK-versicherte Beschäftigte zurück. „Psychisch belastete Menschen waren während der Krise jedoch oft über auffällig lange Zeiträume krankgeschrieben. Besorgniserregend ist, dass bei vielen die Erkrankung in den aktuellen Krisenzeiten langwieriger wird“, sagt Tobias Winkler.

„Betriebliches Gesundheitsmanagement wichtiger denn je“

Angesichts der fortgeschrittenen Pandemie, des Ukraine-Kriegs und der Energiekrise sieht die DAK-Gesundheit die Firmen vor großen Herausforderungen. „Damit in dieser Situation gesundes Arbeiten gelingen kann, ist Betriebliches Gesundheitsmanagement wichtiger denn je“, sagt Tobias Winkler. Die DAK-Gesundheit hat dazu digitale Angebote entwickelt, die sich auch eignen, wenn Beschäftigte wieder im Homeoffice arbeiten oder etwa zwischendurch kleine Erholungspausen einschieben möchten. Es gibt Online-Vorträge, -Seminare und weitere digitale Anwendungen aus den verschiedenen Bereichen der Betrieblichen Gesundheitsförderung: Ob Stressbewältigung, Bewegungsförderung oder Tipps zur Konfliktlösung – die Themen sind vielfältig und werden laufend aktualisiert.

Die DAK-Gesundheit ist eine der größten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands. Sie hat mehr als 760.000 Versicherte in Bayern, davon rund 17.000 im Allgäu. 

 


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krank arbeit erkältung



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