Moderator: Bernd Krause
Sendung: AllgäuHIT am Wochenende
mit Bernd Krause
 
 
(Bildquelle: AllgäuHIT/Pixabay)
 
Memmingen
Donnerstag, 15. Februar 2024

Tag des Regenwurms

Heute ist Tag des Regenwurms! Eine prima Gelegenheit, mal ein paar doch interessante Fakten über dieses kleine Tierchen zusammenzutragen. Immerhin ist die höchste Regenwurmdichte im Grünland zu finden, also auf unseren Allgäuer Wiesen und Feldern. Laut der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege wurden auf einer Wiese im Allgäu 2,3 Millionen Regenwürmer pro Hektar gezählt! Das entspricht in der Relation etwa der Zahl der Bewohner im Großraum München. Leo Rasch, Vorsitzender der LBV Kreisgruppe Memmingen-Unterallgäu, konnte uns mehr zu den Tieren erzählen.

Der Regenwurm ist ein sehr kleines Tier - warum ist er so wichtig für die Natur?

"Er ist die Nahrungsgrundlage für viele Vögel, Igel, Kröten, Reptilien... Man sieht immer wieder in der Natur, dass die Kleinen die Großen ernähren. Wenn die Basis fehlt, dann sterben auch die höheren Ordnungen. Wenn es zum Beispiel keine Regenwürmer gäbe, dann wären bestimmte Vögel nicht mehr da. Der Habicht hätte beispielsweise keine Beute mehr zu schlagen. Es hängt vieles zusammen, was oft unbemerkt und im wahrsten Sinne unter der Erde unsichtbar ist."

Was gibt es sonst Wissenswertes über den Regenwurm zu berichten? Für was ist er noch wichtig?

"Der Regenwurm ist sehr wichtig für die Bodenfruchtbarkeit. Er belüftet den Boden, zersetzt abgestorbenes Pflanzenmaterial und macht damit die Nährstoffe aus dem Abfall für die Pflanzen wieder verfügbar. Das heißt, wo viele Regenwürmer sind, wachsen und gedeihen Pflanzen gut und darum sollte man auch etwas für den Regenwurm tun. Am besten sollte man den Boden mit Mulch oder Streu bedeckt halten. Der Regenwurm fühlt sich mit Beschattung und Befeuchtung am wohlsten."

Wir möchten an dieser Stelle auch mal einen Punkt klären: Stimmt es, dass wenn man einen Regenwurm in der Mitte durchtrennt, dass dann beide Teile weiterleben?

"Nein, das ist nicht so. Er kann sich sehr gut regenerieren, wenn am Ende oder am Kopf ein Teil fehlt. Aber es ist nicht so, dass man zwei lebende Würmer hat, wenn man ihn in der Mitte teilt. Der Regenwurm hat in seiner Mitte die Hoden und die Eierstöcke und deshalb könnte er auch nicht weiterleben."

Das kleine Tier leistet also nicht nur sehr viel, sondern kann sich auch teilweise selbst erneuern. Umso mehr ein Grund, ihn heute zu feiern.


Tags:
regenwurm memmingen natur allgäu


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