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Stephan Thomae kämpft weiter um iPad- Modellklassen im Allgäu
22.11.2012 - 10:16
Nachdem er das Hauptquartier der Firma Apple in München besucht hatte, stand für den Allgäuer FDP-Bundestagsabgeordneten fest: das Allgäu braucht iPad- Modellklassen.
Jetzt hat er die moderne Unterrichtsform 30 Lehrern in Immenstadt näher gebracht.

Die Vorteile liegen auf der Hand, denn die Schüler von heute kommunizieren bereits viel über Internet. Wo früher noch das Festnetztelefon oder später die SMS das Non-Plus-Ultra war, sind es heute so genannte "iMessages" oder "WhatsApp"- Nachrichten, die schnell und vor allem kostenlos via Internetverbindung verschickt werden. Warum also nicht die Schüler mit "iPads" ausstatten - Schulbücher, -hefte und Fotokopien hätten ausgesorgt.

Was im ersten Moment gerade viele ältere Semester schocken dürfte, hat schon klare Vorteil: "Gedruckte Schulbücher veralten schnell, elektronische Schulbücher können jährlich aktualisiert werden. iPads nehmen weniger Platz ein und verursachen weniger Gewicht als ein halbes Dutzend Schulbücher und –hefte. Die Anschaffung von Tablets und die Einrichtung eines WLAN-Netzes im Klassenzimmer verursachen zwar Ausgaben, aber bei der Anschaffung von Schulbüchern und Schulheften und bei Photokopien werden wieder Kosten eingespart. Erkrankten Schülern kann der durchgenommene Stoff samt Hausaufgaben bequem nach Hause übermittelt werden.", so der Wortlaut in einer Pressemitteilung des Bundestagsabgeordneten.

Der sonst gerade bei Wissenschaft und Technik hochgelobte Freistaat hinkt anderen Bundesländern etwas hinterher, wenn es um iPad- Klassen geht, könnte man meinen. Nur vereinzelt gibt es solche Modellversuche in Bayern - bei unseren Nachbarn in Baden Württemberg oder auch hoch im Norden in Niedersachsen gibt es dagegen schon zahlreiche Modellklassen.

Insgesamt also, so Thomae, lohne es sich, sich auch in Bayern mit diesem Thema mehr zu befassen: "Es geht nicht darum, hergebrachte Unterrichtsformen und Lernmethoden zu verdrängen, sondern um neue Methoden zu ergänzen. Unser Workshop sollte eine erste Annäherung an das Medium ermöglichen. Es würde mich freuen, wenn auch im Allgäu mindestens eine iPad-Modellklasse entstehen würde."

Und weiter: es sei dringend notwendig, dass das Kultusministerium den Einsatz solcher Geräte in Bayern aktiv fördere. Thomae wünscht sich sogar eine Telefonnummer, die interessierte Schulleiter und Lehrere anrufen können oder vielleicht noch besser, wie wäre es per "iMessage" oder "WhatsApp"- Nachricht?

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