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EV Lindau vor schwerer Aufgabe
21.12.2012 - 08:44
Mit quasi dem letzten Aufgebot reisen die Islanders heute zum schweren Auswärtsspiel nach Moosburg um zu versuchen, irgendwie zu punkten.
Verletzte, Gesperrte und angeschlagene Spieler, die sich aber zu Verfügung stellen - mehr als die Außenseiterrolle beim starken Aufsteiger ist derzeit nicht drin für den EV Lindau. Was die Kräfte betrifft, pfeifen die Islanders aus dem letzten Loch. "Wir werden weiter kämpfen und das Beste herausholen. Gegen starke Gegner geraten wir schon an unser Limit. Aber wir müssen auch aufhören zu jammern und den Fight auch annehmen", sagt Trainer Pavel Mojtek.

Angesichts der hohen Schlagzahl und der starken Gegner über die Weihnachtstage haben die Lindauer Herkulesaufgaben vor sich. Hoffnung macht, dass der EVL immer noch über die siebtbeste Abwehr der Bayernliga verfügt. Das Problem, Tore zu erzielen macht den Islanders derzeit aber halt extrem zu schaffen.

Ganz anders der EV Moosburg, der einige "Knipser" in seinen Reihen hat und mit 82 Toren den drittbesten Sturm der Liga aufweist. Kein Wunder angesichts von Koryphäen wie Rückkehrer Thomas Daffner, der die Lindauer ja schon seinerzeit im Landesliga-Playoff mit Regensburg abschoss. Der Ex-Nationalspieler hat mit 7 Toren in 10 Spielen richtig gut losgelegt, spielt ebenso überragend wie Topscorer Alexander Feistl, der mit 17 Treffern und 20 Vorlagen die Nummer Vier der Liga ist. Ex-DEL-Cracks wie Eric Dylla und Ex-Nationalspieler Günther Oswald veredeln den Kader und zeigen das starke Potential des EV Moosburg.

Für die Islanders ist zudem wichtig, dass sich der Fokus wieder komplett auf den Sport legt. Denn wegen der Vorkommnisse von Bayreuth ermittelt jetzt der Verband. Hierbei reicht EVL-Vorsitzender Marc Hindelang dem EHC Bayreuth aber die Hand und möchte kein weiteres Öl ins Feuer gießen: "Damit es auch der Letzte begreift: Wir wollen Bayreuth nicht den schwarzen Peter zuschieben. Ein junger Spieler hat sich falsch verhalten, das ist das eine. Dass der Ordnungsdienst versagt hat, kann im Eifer des Gefechts vielleicht auch noch passieren. Auch hier wollen wir nicht nachkarten, denn das geht nur Zulasten des Ansehens unserer Sportart. Und wie Matthias Schwarzbart mit der Geschichte umgeht ist seine private Sache und nicht mehr die des Vereins." Dass unsere Spieler Patrick Schadt massiv provoziert hätten, könne man so allerdings nicht stehen lassen. "Wenn ich mir das Video so ansehe, würde ich schon gerne wissen, was in den fünf Sekunden zwischen Verlassen des Eises und dem Kopfstoß gesagt worden sein soll, was eine derartige Aktion in irgendeiner Art rechtfertigt. Aber wie gesagt. Wir haben nicht das geringste Interesse daran, dass die Sache hochgepusht wird. Vielmehr ärgern wir uns über die Geschichte mit dem Zusatzbericht. Aber nochmal: Der Sport sollte jetzt wieder komplett in den Vordergrund treten."

Schließlich sind die Aufgaben an diesem Wochenende, an dem am Sonntag (17:30 Uhr) Pfaffenhofen zum Weihnachtsspiel nach Lindau kommt, reizvoll genug.

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